Handy-Steckdosen-Halter für 1,13 Euro inkl. Versand
Früher noch aus Selterflaschen gebastelt, heute hats der Chinese für nen winzigen Obolus auf Lager, der Handy-Steckdosen-Halter für 1,13 Euro inkl. Versand.
Die Idee dabei ist so primitiv wie genial clever: Jeder kennt den Kabelsalat den man fabriziert, wenn man das Handy aufladen will, im schlimmsten Fall spannt man das Kabel dann auch noch durch den halben Raum als Wäscheleine, weil keine Ablage in Reichweite ist. Mit diesem kleinen nützlichem Gadget hört das auf. Netzteil durch das Loch stecken, Kabel aufwickeln und ab damit in die Steckdose. Sieht gut aus und ist verdammt praktisch.
Die Farbe unterliegt, wie so oft, dem Zufall.

Halte ich aus elektrotechnischer Sicht nicht für sonderlich gut, das Ladekabel so eng aufzuwickeln.
Sicherlich hängt nur ein kleiner Verbraucher dran, aber im Prinzip gilt das gleiche wie bei Kabeltrommeln –> Abwickeln! Safety first!
Du meinst, dass es als Spule wirkt. Bei solch kleinen Spannungen/Strömen (oft 5V / 500mA) ist die erzeugte Induktivität extrem gering und absolut egal.
Sonst müsstest du ja auch auf alle deine USB/Rechner Kabel aufpassen. Und erst die gewickelten Telefonkabel…ay ay ay
. Die Effekte werden erst ab der ~1000x Leistung bemerkbar und selbst dann schalten Netzteile/Kabeltrommeln ja inzwischen ab.
Absolut korrekt. Ich glaube das ist eher eine art Glaubensfrage. Und die Entfernung der Leiter unter sich ist nich zu unterschätzen, da der Abstand der Leitungen quadratisch ins Feld eingeht. Gerade auf dieser Seite, auf der auch Netzteile aus Fernost verlinkt werden, die evtl. nicht die von dir angesprochenen Sicherheitsstandards Deutschlands (bzw. der EU) erfüllen, ist vorsicht geboten.
Deine Aussage, dass sich das erst ab dem 1000fachen der Leistung bemerkbar macht ist schlichtweg falsch, sorry!
Ich meine es nur gut
Jau E-Technik, da kann ich doch glatt mal mein Wissen breittreten:
@daniela
Stimmt absolut. Es liegt sogar streng genommen nicht mal an der Induktivität, die ex. nämlich nicht (also der entstehenden Flussstärke/Flussdichte), sondern schlicht und ergreifend an dem Leiterwiderstand. Wen es interessiert, kann die Stichworte verwenden: “Induktivität, phasenverschoben, Wechselspannung, bifilar” – will nicht zu weit ausholen.
Wie wir ja wissen, hat ja jeder Leiter einen Widerstand. Ist dieser nun sehr hoch (geringer Leiterdurchschnitt oder geringer Leitwert), erhitzt sich eben dieser. Ich denke gut kann man sich das allgemein an einer guten alten Glühbirne erklären.
Wenn man nun also einen dementsprechenden starkziehenden Verbraucher an eine Kabeltrommel anschließt erhitzt sich dieser minimal. Nun tritt das Kabeltrommelproblem auf: Diese minimale Hitze kann natürlich nicht, durch die eng geflochtenen Kabel mit Gummiisolierung, optimal abgeführt werden und staut sich.
Aber bevor diese anfängt zu schmoren (es ist ja kein brennen), muss man schon sehr viel Pech haben und den dementsprechend großen Verbraucher.
Da ist dein Handynetzteil (meins hat sagenhafte 5W (Gleichspannung!) Ausgangsleistung), meilenweit von entfernt, Martin. Ich denke Danielas ungefähre Größeneinschätzung ist das garnicht so weit hergeholt.
Die “China-Gadgets-Netzteile” haben damit also sicherlich nicht so viel mit zu tun – bevor da das Kabel schmort, steht das eigentliche Netzteil in Flammen
Daniela hat da schon recht – stell dir mal vor, wenn es wirklich so wäre, wo du überall aufpassen müsstest um nicht eine gefährliche Spulenwirkung zu erzeugen.
Vielleicht kann “swiss”, ja auch noch ein paar Worte dazu erzählen
Ich habe in Ausbildung und Studium gelehrt bekommen, dass man Leiter unter Last abzuwickeln hat, und daran halte ich mich
Gruß