Andoer S7: 7 Zoll Field-Monitor mit 4K-Unterstützung für 126,88€

Mittlerweile besitzen alle digitalen Spiegelreflexkameras und Systemkameras einen integrierten Bildschirm, der zur Bildwiedergabe und Informationsanzeige dient. Wer sein Video-Setup allerdings professionalisieren möchte, wird früher oder später auf einen Field-Monitor zurückgreifen. Da wir unser Youtube-Studio aufgerüstet haben, haben wir diesen Schritt ebenfalls getätigt. Aufgrund bisheriger Erfahrungen mit dem Hersteller Andoer und dem guten Preis, haben wir uns für den Andoer S7 7 Zoll Field-Monitor entschieden. Nach einigen Videos wollen wir nun unsere Erfahrungen mit euch teilen.

Andoer S7 Field Monitor

Technische Daten

Panelgröße 7 Zoll
Auflösung 1920 x 1080p
Seitenverhältnis 16:10; 16:9; 4:3; 2,35:1; 1,85: 1
Helligkeit 450cd/qm
Kontrastverhältnis 1100:1
HDMI-Eingang 4096 x 2160 p @24 Hz; 3840 x 2160 p @24, 25, 30 Hz; 1920 x 1080p @24, 25, 30, 60 Hz
Audioausgabe 1,5 W, 3,5 mm Klinkenanschluss
Stromversorgung AC 110V – 265V, Batterie DC 7-24V (Batterie nicht enthalten)
Abmessungen/Gewicht 18 x 13 x 2,6 cm/355 g
Lieferumfang Andoer S7 4K Field-Monitor, Sonnenschutzabdeckung und Rahmen, Netzteil, E6 Platte, F970 Platte, HDMI Kabel, Blitzschuh, Sechskantschlüssel, Schraube, Bedienungsanleitung auf Englisch

Wofür brauch ich einen Field-Monitor?

Als Hobby- oder semi professioneller Filmemacher ist ein Field-Monitor ein sinnvolles Upgrade für die eigene Ausrüstung. Warum? Zwar sind DSLRs und Systemkameras mit einem Display ausgestattet, diese sind in der Regel aber nur ca. 3 Zoll groß. Der offensichtlichste Vorteil eines Field-Monitors liegt also in der vergrößerten Bildschirmdiagonale. Daraus ergeben sich auch weitere Vorteile. Beim manuellen Fokussieren hilft das Focus Peaking um das Bild richtig scharf zu stellen. Auch die verschiedenen Parameter lassen sich auf einem größeren Display leichter einstellen. Während das in einem Studio alles noch einfacher funktioniert, sieht das bei Tageslichteinstrahlung schon anders aus.

Andoer S7 Field Monitor an unserer Kamera

Außerdem gibt es einige Kameramodelle, vornehmlich aus dem Hause Sony, die keine Flip-Out, also ausklappbare, Displays besitzen. Wenn man sich also selber aufnehmen möchte, wie wir in unserem Youtube-Studio, ist ein solcher Field-Monitor unabdingbar.

Design

Dreh- und Angelpunkt des Andoer S7 Field-Monitors ist natürlich das 7 Zoll große Panel. Dieses nimmt den Hauptteil der Frontseite ein. Den Monitor möglichst randlos zu gestalten, wie man es von aktuellen Smartphones kennt, versucht der Hersteller nicht – muss er aber auch nicht! Die matte Umrandung bietet nur an der Unterseite Funktionstasten, davon aber einige. Insgesamt befinden sich dort 10 Tasten, die zur Navigation und Einstellung des Monitors dienen. Mit Abmessungen von 18 x 12,9 x 2,5 cm ist er ungefähr so groß wie ein eReader, lediglich etwas dicker und breiter.

Bedienungstasten des Andoer S7 Field Monitors
Die Bedienung und Navigation durch die Menüs erfolgt über die Tasten an der unteren Frontseite.

Die Rückseite des Andoer S7 ist aber nicht weniger spannend. Hier befindet sich der Slot für die externe Batterie, falls man ihn für Außeneinsätze braucht. Darüber hinaus befinden sich an der Unterseite alle Anschlüsse, die da wären: HDMI IN, HDMI OUT, 3,5 mm Klinkenanschluss, Mini-USB Anschluss, Stromanschluss, AV IN und AV OUT. Dazu befindet sich darunter noch das 1/4″ Stativgewinde; auf der linken und rechten Seite sind ebenfalls 1/4″ Gewinde eingelassen.

Insgesamt ist der S7 sehr solide, aber auch nicht perfekt verarbeitet, da beispielsweise die Spaltmaße etwas größer ausfallen als man das teilweise gewohnt ist. Trotzdem fühlt sich das Gerät sehr hochwertig an.

Funktionalität

Wie bereits eingangs erwähnt, ist die Hauptaufgabe eines solchen Monitors die Vergrößerung der Bildschirmanzeige. Darüber hinaus unterstützt das Gerät von Andoer aber auch Focus Peaking. Mithilfe des Monitors kann man also während des manuellen Fokussieren sehen, wo der Fokus liegt. Allerdings muss man dann natürlich am Objektiv nachjustieren. Persönlich empfinde ich das auf einem 3 Zoll Display wesentlich schwieriger als auf einem großen Display.

Ein zweites praktisches Assistenz-Feature ist das „Zebra„. Dabei handelt es sich um eine digitale, schwarz-weiße Schraffur auf den Bildbereichen, die überbelichtet sind. Mithilfe der Zebra-Funktion kann man also sein Bild besser belichten, um keinen Detailverlust durch Clipping („Ausbrennen des Bildes“) zu erleiden. Die Zebra-Funktion lässt sich auf 70% oder 100% einstellen.

In unserem Fall nutzen wir den Andoer S7 Field-Monitor hauptsächlich als Bildschirm, um uns selbst mit unserer Kamera aufzunehmen, da diese über keinen ausklappbaren Bildschirm verfügt. So können wir den Bildausschnitt besser anpassen und sehen, ob alle wichtigen Objekte noch im Bild sind. Praktisch ist dabei auch, dass man das gesamte Display spiegeln kann, sowohl horizontal als auch vertikal. Einziger Nachteil dabei: Die Werte und Anzeigen der Kamera werden ebenfalls mit gespiegelt. Hier hätten wir uns ein etwas intelligenteres System gewünscht.

Andoer S7 Field Monitor an einer Kamera

Wer noch mehr Einstellungen vornehmen möchte, kann auch das. Der Monitor verfügt bspw. noch über eine „False Color“ Einstellung. Was zudem definitiv erwähnt werden sollte, ist, dass der Monitor 4K-Aufzeichnung unterstützt, selbst aber kein Recorder ist. Richtige Recorder, die unabhängig von der Kamera arbeiten, spielen nochmal in einer ganz anderen Preiskategorie. Achtet also darauf, ob eure Kamera einen externen Monitor während einer Aufnahme unterstützt! Die Sprache des Field-Monitors lässt sich übrigens nur auf Englisch oder auf Chinesisch einstellen.

Konnektivität

Die verschiedenen Anschlüsse des Andoer S7 stehen definitiv auf der Plus-Seite des Geräts. Der HDMI Eingang verbindet den Monitor mit der Kamera, mittels dem beigelegten HDMI-Kabel. Von dem HDMI Ausgang könnte man das Gerät theoretisch mit einem weiteren, HDMI-fähigem Gerät verbinden. Der Kopfhöreranschluss ist natürlich ebenfalls praktisch, besonders da nicht jede DSLR bzw. DSLM über einen solchen Anschluss verfügt. Zur korrekten Tonabnahme ist das essenziell. Zwar verfügt der Monitor noch über einen AV IN und AV Out Anschluss, die wir bisher aber nicht nutzen mussten.

Die Anschluesse des Andoer S7 Field Monitors auf der Rückseite

Die Schnittstellen befinden sich alle an der Unterseite des Monitors. Wir können uns vorstellen, dass ein zusätzlicher, seitlicher HDMI-Eingang ebenfalls praktisch ist. Das ist aber abhängig vom jeweiligen Aufbau des Kamera-Setups.

Lieferumfang

Für den Preis des Andoer S7 erhält man glücklicherweise nicht nur den Monitor selbst, sondern auch einiges an Zubehör. Für den Betrieb notwendig ist das beiliegende Stromkabel inklusive Adapter. Kabel und Stromadapter sind dabei nicht getrennt. Für den mobilen Einsatz gibt es zwei Einsätze für den Akku, leider ohne den Akku selbst. Der müsste separat nachgekauft werden. Für die Verbindung zur Kamera liefert Andoer gleich zwei HDMI-Kabel mit. Einmal gibt es HDMI auf Micro-HDMI und einmal HDMI auf Mini-HDMI. Dazu gibt es noch das Verbindungsstück zwischen Kamera und Monitor. Das Stativgewinde auf der Oberseite kommt in den Monitor, der untere Teil passt in den Blitzschuh der Kamera. Dazwischen befindet sich ein Kugelgelenk, welches mehr Flexibilität in der Anbringung mit sich bringt.

Andoer S7 Field Monitor Kugelkopf
Das Verbindungsstück zwischen Kamera und Monitor arbeitet mit einem Kugelgelenk.

Als Dreingabe erhält man noch einen Sonnenschutz, der aus zwei Teilen besteht und sich leicht anbringen lässt. Außerdem gibt es ein Microfasertuch, einen Innensechskantschlüssel sowie eine Schraube. Das alles kommt in einer hochwertig aussehenden, schwarzen Box. Dank zwei Schaumstoffeinlagen ist beides gut verpackt.Zubehoer des Andoer S7 Field Monitors

Fazit

Im Großen und Ganzen sind wir mit dem Andoer S7 Field-Monitor sehr zufrieden, da er für unsere Bedürfnisse zuverlässig seine Arbeit verrichtet. In Kombination mit unserer Kamera haben wir ein vollwertiges Setup, das es uns ermöglicht den Fokus richtig zu setzen, alle Parameter übersichtlich einstellen zu können und, vor allem, um uns selbst bei der Aufnahme zu sehen. Positiv sehen wir zudem die insgesamt gute Verarbeitung, die ausreichenden Anschlussmöglichkeiten und das umfangreiche Zubehör.

Dabei ist zu sagen, dass ein zusätzlicher Akku für den mobilen Einsatz natürlich wünschenswert gewesen wäre. Auch die komplette Spiegelung inklusive des Menüs/Parameter ist etwas unglücklich aber verschmerzbar. Rein preislich bewegen wir uns hier leicht unter den Angeboten auf Amazon wie dem Lilliput A7s, der insgesamt wahrscheinlich vergleichbar gut ist.

Thorben

Seit Sommer 2017 bei CG und sehr begeistert von allen technischen Spielereien! Besonders interessiert an Audio- und Videoequipment. 

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10 Kommentare

  1. Profilbild von Gast

    gibt es irgenein Tablet für Auto? mit Android car o.ä.?

  2. Profilbild von sven

    "“Die Werte und Anzeigen der Kamera werden ebenfalls mit gespiegelt. Hier hätten wir uns ein etwas intelligenteres System gewünscht."“

    Aha. Und wie soll das funktionieren?

  3. Profilbild von sWs

    Auch ein Raspberry Pi hat bestimmt Spass an so einem Monitor

  4. Profilbild von Heiko

    ich hab mir den Monitor bestellt,aber welche batterien braucht er denn jetzt :Welche adapter sind das genau .?oder muss ich noch zusätzlich Akkus bestellen ?

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