Im Test: Cherub DP-850 Digitales Practice Pad für Schlagzeuger für 31,20€

Als Schlagzeuger läuft man immer Gefahr, auf allem herumzutrommeln, was sich finden lässt. Da man nicht immer sein Schlagzeug dabei haben kann, empfiehlt es sich ein Trainingsgerät für unterwegs zu haben. Wir haben das Cherub DP-850 Practice Pad für euch getestet.

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Verarbeitung und Design

Gefüttert wird das Practice Pad mit zwei 1,5 V AAA-Batterien, die nicht im Lieferumfang enthalten sind. Leider lässt sich das Drumpad nicht wie bei manchen anderen Modellen auf einen Ständer schrauben, da es unten flach ist und kein Gewinde hat. Dadurch ist man immer darauf angewiesen, das Pad auf einem Tisch oder einer anderen Ablage abzulegen um zu üben. Mit einem Ständer ließe sich auch auf anderen Höhen spielen.

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Im Lieferumfang finden sich neben dem Pad noch eine Tragetasche, Drum Sticks und eine Bedienunganleitung

Außer diesem Manko lässt sich in puncto Verarbeitung und Design nichts beanstanden, das 390 g leichte Pad ist gut verarbeitet und lässt sich in der mitgelieferten Tasche gut mitnehmen. Das Pad selbst ist aus Plastik und die Drumsticks aus Holz.

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Praktisch: Das 390 leichte Pad lässt sich in der Tragetasche samt Sticks gut transportieren

Performance

Bevor man mit dem Schlagzeug-Training beginnt, muss noch eingestellt werden, was und welchen Rhytmus man trainieren möchte. Auf dem LCD-Display lässt sich von links nach rechts der Takt, das Tempo, Rhythmus und der Trainingsmodus einstellen. Zudem lässt sich die Lautstärke des Geräts einstellen, was definitiv ein wichtiger Punkt ist, denn: Das Metronom, das beim Schlagen den Takt hält und vorgibt, piepst auf einer diskutablen Frequenz – bereits beim ersten Durchlauf war ich von dem Geräusch genervt, so dass ich die Lautstärke auf das Minimum herunterstellte. Das reicht auch völlig fürs Training.

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Mit den Maßen 17,4 x 15,5 x 1,9 cm bietet das Pad genügend Platz für das Training

Einstellungen nimmt man vor, indem man die Taste „Sel.“ drückt und mit den Pfeiltasten auswählt. Durch mehrmaliges Drücken der „Sel.“-Taste lässt sich zwischen den einzelnen Einstellungsmöglichkeiten springen, die angewählte Möglichkeit leuchtet mehrmals auf. Ganz links auf dem Display findet sich der Takt (0-6), worüber ihr festlegt, wie viele Schläge das Metronom pro Takt vorgeben soll. Links daneben lässt sich das Tempo einstellen, sprich, wie schnell man trainieren möchte. Hierbei sind für Anfänger 80-120 Schläge pro Minute (bpm) zu empfehlen. Werte darüber sind oft schon zu schnell, um Übungen sauber spielen zu können.

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Über die Knöpfe nimmt man vor dem Training die nötigen Einstellungen vor und sieht diese auf dem LCD-Display

Dann lässt sich noch einstellen, ob Viertel, Achtel, Triolen oder Sechzehntel gespielt werden sollen. Zu guter Letzt kann noch einer der drei Trainingsmodi (E1, E2, E3) ausgewählt werden, was ihr mit welchem Modus auswählt, habe ich hier für euch dargestellt:

  • E1: Der Ton des Metronoms pausiert nach vier Takten für vier Takte und setzt wieder ein
  • E2: Das Tempo wird alle zwei Takte um 1 bpm erhöht
  • E3: Das Tempo wird alle vier Takte um 5 bpm erhöht
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Die Drum Sticks aus Holz sind hochwertig verarbeitet und weisen keine Unterschiede zu Profi-Sticks auf

Nachdem das Practice Pad richtig eingestellt ist, lässt sich das Training mit der Taste „Play“ beginnen. Möchte man ohne all diese Einstellungen schlicht seine Schlagzahl trainieren, lässt sich auf dem Gerät ein Modus auswählen, bei dem man mit den Sticks versucht innerhalb einer eigens vorgegebenen Zeit möglichst viele Schläge auf das Drumpad zu bringen. Mir ist nicht ganz erklärlich, was daran für den professionellen Schlagzeuger gut sein soll, es macht aber verdammt Laune sich immer wieder selbst toppen zu wollen.

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Im „freien Trainingsmodus“ läuft die Zeit rechts runter und die Schläge werden gezählt

Preislich ist das Practice Pad mit knapp 30€ kaum zu schlagen, vergleichbare Modelle kosten hierzulande rund das Doppelte! Zudem ist der Rebound (wie stark der Stick zurückgefedert wird) sehr ähnlich zu  einem richtigen Schlagzeug und macht das Training damit durchaus effektiv.

Fazit

  • Performance
  • viele wählbare Modi
  • Preis
  • Verarbeitung
  • Metronom piepst unangenehm
  • kein Gewinde unten, lässt sich nicht auf Ständer schrauben

Tim

Seit September 2016 in der China-Gadgets-Redaktion angekommen und für euch auf der Suche nach den feinsten Gadgets aus Fernost. Nebenher habe ich mich zuhause der Staubbekämpfung mit meinem Saugroboter angenommen und mein Smartphone ist selbstredend auch ein China-Handy.

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7 Kommentare

  1. Profilbild von Honka

    „Falls ihr das Drumpad gerne noch in Aktion sehen wollt, macht Julian noch ein kleines Video für euch.“

    Ganz lautes FALLS!

  2. Profilbild von Monra

    Ich will das auch sehen, vor allem um zu wissen wie nervig das Geräusch ist

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  3. Profilbild von Honka

    Habe hier
    https://www.youtube.com/watch?v=l636KkaTUys
    ein kurzes Video gefunden.
    Ein Wecker mit dem Sound würde bei mir wahrscheinlich schon am ersten Morgen ein schnelles und endgültiges Ende an der Schlafzimmerwand finden.

  4. Profilbild von Bob

    Leider oberhalb der Zollgrenze.

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  5. Profilbild von Gast

    Kein Gewinde auf der Unterseite? Das ist doch keine Kamera. Wie lang soll die Gewindebuchse halten?

    Sowas setzt man auf n Snare Ständer bzw spannt es dort ein. Den Minuspunkt kann man sich sparen.

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