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Cubot S600 Smartphone für 118,77€ (u.A. Fingerabdrucksensor)

Smartphones aus dem fernen Osten gibt es in Massen und zu sehr günstigen Preisen. Doch was taugen sie wirklich? Wir hatten die Möglichkeit das Cubot S600 zu testen, das uns netterweise von CubotDirect selbst über Amazon zur Verfügung gestellt wurde, und unsere Eindrücke im folgenden Artikel festzuhalten.

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Lieferumfang, erster Eindruck & Design

Das Cubot S600 wird in einer schicken, braun-goldenen Verpackung geliefert, auf der nur der Herstellername aufgedruckt ist. Neben dem Smartphone selbst wird das übliche Zubehör mitgeliefert. So gibt es ein USB-Kabel mit dazugehörigem Ladeadapter, einen Nano-SIM-Slot-Öffner, eine Plastikhülle, zwei Displayschutzfolien sowie ein Starter-Guide. Gerade über Kleinigkeiten wie die Displayfolie freut man sich immer gerne.

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Das Cubot S600 mit Adapter und Datenkabel

Wenn man das S600 zum ersten Mal in den Händen hält, macht sich das Gewicht des 5-Zoll-Smartphones direkt bemerkbar. Mit ganzen 184 g ist das S600 auf keinen Fall ein Fliegengewicht. Zum Vergleich das iPhone 6s wiegt nur 143 g. Bei der Verarbeitung haben die Chinesen gute Arbeit geleistet: Das Smartphone lässt sich durch den Metall- und Glasmix gut anfassen und fühlt sich wertig an. Der einzige Kritikpunkt geht an die SIM-Slot-Öffnung, die nicht richtig in ihrem Platz sitzt und wackelt.

Designtechnisch kann man sagen, dass Cubot keine großen Experimente gewagt hat. Das S600 ist schlicht gehalten, ist dünn und sieht unter anderem durch die Glasrückseite edel aus. Unser YouTube-Julian hat das Cubot S600 in diesem Video-Test mal in die Hand genommen:

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Display

Das Cubot S600 hat ein 5 Zoll großes Display verbaut und löst mit 1280 x 720 Pixel auf, woraus eine Pixeldichte von 294 ppi resultiert.

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Display mit 294 ppi

Ich persönlich hätte mir ein Full-HD-Display gewünscht, doch für den Preis kann man hier noch ein Auge zudrücken. Das Display überzeugt dennoch mit knackigen, satten Farben und lässt sich gut von allen Winkeln betrachten.

Leistung

Im S600 arbeitet der MediaTek MT6735A Quad-Core-Prozessor mit 1,3GHz, der von 2GB Arbeitsspeicher unterstützt wird. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die erbrachte Leistung für ein Smartphone aus einer solchen Preiskategorie echt gut ist. Apps öffnen sich schnell, Multitasking klappt gut und auch die allgemeine Bedienung ist flüssig. Bei grafisch aufwendigen Spielen sieht die Sache natürlich etwas anders aus, da kann es hier und da mal zu Rucklern kommen.

Nicht ausschlaggebend, doch zum Vergleichen immer wieder gut sind die Benchmark-Ergebnisse:

benchmark
Überwiegend erstaunlich gute Resultate

Das Cubot S600 erzielt für ein 120€ sehr gute Werte und bestätigt unseren ersten Eindruck

Kamera

Der chinesische Hersteller verbaut auf der Rückseite des S600 eine 16-Megapixel-Kamera von Samsung mit einer f/2.0 Blende. Daneben sitzt außerdem ein Dual-LED-Blitzlicht, das dafür sorgt, dass die Fotos im Dunkeln gut ausgeleuchtet sind.

Um ehrlich zu sein, ist die Kamera des Cubot S600 nicht wirklich gut. Fotos sehen verwaschen aus und je nach Lichtstärke gibt es Bildrauschen. Also wer viel Fotos schießen will, der sollte doch lieber nach einem anderen Smartphone suchen, schaut aber mal selbst:

Racer
Bei Kunstlicht mit autom. Weißabgleich
Pano
Draußen ohne HDR
HDR-Pano
Draußen mit HDR sieht es schon besser aus.
Magnete
Farben sind nicht besonders intensiv
GlasHDR
Bei Kunstlicht mit HDR (Glastür)
kies
Automatische Motiverkennung

Kommen wir zur Frontkamera: Hier sind es 8 Megapixel mit einem 88° Weitwinkelobjektiv, wobei die Bildqualität auch hier nur durchschnittlich ist. Für Video-Calls oder schnelle Selfies jedoch völlig ausreichend.

Software

Das Cubot S600 kommt mit nahezu unberührtem Android 5.1 Lollipop, die Icons haben ein leichtes Custom-Design, aber ansonsten gibt es keine Unterschiede.

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Custom Icons, ansonsten unberührt

Am auffälligsten werden die Funktionen für den Fingerabdrucksensor sein, sollte man bis dahin diese Hardwarekomponente noch nicht auf seinem Smartphone gehabt haben. Der Play Store ist selbstverständlich vorinstalliert und somit kann man sein Smartphone wie gewohnt um die benötigten oder gewünschten Apps und Themes erweitern. Bloatware konnte ich keine finden, neben den Google eigenen Apps versteht sich.

Akku & Lautsprecher

Der Akku ist mit 2700 mAh für ein 5 Zoll Handy durchschnittlich, bei den gestiegenen Anforderungen heutzutage aber leider schon fast zu wenig. Dennoch erreicht das Cubot S600 gute Werte dank des sparsamen Prozessors. Man kommt trotz intensiver Testnutzung einen Tag damit aus und in zweieinhalb Stunden ist es dann auch schon wieder aufgeladen.

Die Lautsprecher sind ganz ok, sie klingen halt wie Lautsprecher ohne Resonanzkörper klingen können, aber für ein Smartphone in diesem Preissegment schon ganz überzeugend. Besser ist der Sound natürlich durch einen Bluetooth Speaker.

Fingerabdruckscanner

Der Fingerabdruckscanner des Cubot S600 ist ein nettes kleines Gimmick mit großem Potenzial, denn damit lässt sich das Handy auch ohne PIN schnell und relativ zuverlässig entsperren.

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Ein großes Feld für den Fingerabdruck

In unseren Tests ging dies sehr zügig. Und der Sensor funktioniert, wie bei dem Holds K3, sehr gut und kann nur sehr selten den Fingerabdruck nicht lesen. Und das lag auch meistens an mir, weil ich den Finger nicht richtig drauf hatte, obwohl der Spielraum ziemlich großzügig ist. 🙂

Fazit

Das Cubot ist eins der besseren Smartphones in dem Preissegment. Das kommt nicht zuletzt dadurch, dass Cubot auf etablierte Elemente setzt, anstatt immer dem neusten Trend hinterherzujagen. Der einwandfreie Betrieb des Systems, das flüssige Multitasking und der effiziente Umgang mit dem Akku machen das Cubot S600 zu einem guten Smartphone für den Alltagsgebrauch. Lediglich die Kamera ist wenig überzeugend, aber ausreichend.

Besonders der Fingerabdrucksensor ist ein Extra, den das S600 dem Cubot X17 voraus hat. Beide Smartphones überzeugen aber durch ein auffällig gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Außerdem ist CubotDirect der offizielle Hersteller der „Cubot“ Produktreihe und verspricht eine einjährige, kostenfreie Reparatur in der deutschen Servicestelle und ein 3-monatiges Umtauschrecht, wenn man das S600 über Amazon bestellt.

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4 Kommentare

  1. Profilbild von _jack_

    ich hatte leider noch kein Handy mit Fingerabdrucksensor, aber seitdem ich das an meinem Laptop habe, will ich nicht mehr ohne 😉 Insofern ein super Feature. Allerdings: Das Entsperren braucht „nur wenige Sekunden“ klingt fürchterlich lang^^
    Kein FullHD finde ich nicht sooo schlimm ehrlich gesagt, finde so um die 300 ppi ausreichend (wobei das den Spaß für Cardboard natürlich schmälert).
    Im Text ist die Benachrichtigungs LED nicht erwähnt (im Gegensatz zum Video)

  2. Profilbild von Bob

    Hi,
    seid einiger Zeit haben viele Bilder bei euch ne BTX-Auflösung. Zumindest bei mir (Ipad 3, Safari in Privat Modus). Ne Idee warum?

    Kommentarbild von Bob
  3. Profilbild von neyney

    Wirklich erchreckend wie leicht die Leute ihre Biometrischen Daten durch die Welt schicken und nicht einen Gedanken daran verlieren was man damit alles anstellen kann.

  4. Profilbild von Menno

    „..und sieht unter anderem durch die Glasrückseite edel aus.“

    Schade, auf der Rückseite brauch zumindest ich kein Glas.

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