DBPOWER Quadcopter Hawkeye 2 / CX-32-Klon für 75€ auf Amazon

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Vom chinesischen Amazon-Händler DBPOWER haben wir diesen Quadcopter mit FPV-Kamera bekommen, der genau genommen einfach ein CX-32 mit anderem Aufdruck ist. Mit dem muss sich der Quadcopter daher messen, sowohl in der Ausstattung als auch im Preis. Wir sind Probe geflogen und haben hier alles Wissenswerte für euch zusammengetragen.

CX32 Klon DBPower Hawkeye II Quadrocopter

Den Cheerson gibt es in den China-Shops in verschiedenen Ausführungen: Mit WiFi und FPV; mit Kamera ohne WiFi und ganz ohne Kamera. Der Hawkeye II, wie er laut Verpackung bei DBPOWER heißt, entspricht der ersten Variante: Ein Live-Bild der Kamera kann man sich auf dem Smartphone-Display anzeigen lassen.

Verpackung & Design

Der Quadcopter kommt in einer schönen weißen Box mit schwarzer Schrift und ein wenig Blau. Auf der Oberseite befindet sich ein Tragegriff zum einfacheren Transport, wobei fraglich ist, ob man die Box nach dem ersten Auspacken noch verwenden will. Der Hawkeye ist nämlich nicht fertig montiert, und wenn man ihn einmal zusammensetzt, passt er nicht mehr in die Schachtel. Die Montage ist aber denkbar unkompliziert, lediglich ein wenig Fingerspitzengefühl ist notwendig, um Rotorblätter und Protektoren mit kleinen Schrauben zu befestigen.

DBPOWER Hawkeye II Rotorblatt
Zwei Schrauben befestigen Rotorblatt und Protektor

Neben dem Fluggerät finden sich in der Box zwei kleine Schraubendreher sowie ausreichend Schrauben, zwei zusätzliche Rotorblätter und Protektoren, ein USB-Ladekabel, eine englische Anleitung und natürlich die Fernsteuerung. Falls die zusätzlichen Teile nicht ausreichen oder mal größere Reparaturen anstehen, Ersatzteile finden sich in in großer Zahl auf Pandacheck.

DBPOWER Hawkeye II LED Beleuchtung
Wo vorne und hinten ist, ist auch bei wenig Licht dank der hellen LEDs zu erkennen

Der Kreisrunde Kern des Quadcopters erinnert an ein UFO, bis auf zwei orangefarbene Streifen an den vorderen Armen und dem Logo in der Mitte ist er hauptsächlich schwarz (den CX-32 gibt’s alternativ auch in weiß). An jeder Seite befinden sich zwei LEDs, die blau bzw. am Heck rot leuchten. Am Bauch befindet sich das Fach für den Akku, auf der Klappe darüber ist die Kamera befestigt. Die fehlt natürlich, bestellt man den CX-32 in der Basisversion, kann aber auch sonst einfach abgenommen werden. In die Kamera kann eine Micro-SD-Karte eingesteckt werden.

Vorbereitung & erste Flugversuche

Zunächst gilt es den 450mAh-Akku des Hawkeye zu laden. Die Steckverbindung des Akku saß zu Beginn etwas fest, nach dem erstmaligen Lösen war das aber kein Problem mehr, auch das Verstauen der Batterie in dem kleinen Fach im Bauch des Quadcopters stellt uns vor keine Probleme. Die Kamera ist wie gesagt kein Muss, und da ich darauf weiter unten noch eingehe denken wir uns die gerade mal weg bzw. nehmen sie einfach ab. Die Fernsteuerung benötigt 4 AA-Batterien, sind die eingelegt kann es losgehen.

DBPOWER Hawkeye II Batteriefach
Das Fach für den Akku; daneben der Anschluss der Kamera
DBPOWER Hawkeye II Testflug
Kurzer Testflug in niedriger Höhe

Nach dem Starten der Motoren hebt der Hawyeye auf Knopfdruck ab und hält von sich aus recht stabil eine Höhe von ca. einem Meter; aus dieser Position heraus kann man sich wunderbar mit der Steuerung vertraut machen und ein paar Runden drehen, vorausgesetzt, man hat genug Platz. Fliegt man bei Windstille und über ebenem Untergrund, kann man den Flieger eigentlich nicht zum Absturz bringen. Per Tastendruck landet er selbstständig, gleiches tut er bei schwächer werdendem Akku. Bei leichtem Wind wird die Landung dann schon mal holprig, und natürlich schützt nichts den Quadcopter, wenn man in einen Baum fliegt, aber die Steuerung ist schon sehr angenehm und macht Spaß.

Die Flugdauer beträgt mit dem 450mAh-LiPo 6 bis 7 Minuten, verzichtet man auf die Kamera holt man etwas mehr raus. Wenn ich in den Amazon-Bewertungen etwas von „bis zu 20 Minuten“ lese, kann ich leider nur den Kopf schütteln – auch wenn ich es mir wirklich wünschen würde. Der Hawkeye macht Spaß, und die Flugdauer ist sowieso bei jedem Quadrocopter gefühlt viel zu kurz. 🙂 Im Zweifelsfall einfach Zusatzakkus nachkaufen, 360mAh starke gibt’s z.B. bei Banggood ab 6,30€.

Kamera

Die mitgelieferte Kamera kann Videos und Bilder im Format 1280×720 aufnehmen. Die Fotos entsprechen den Erwartungen, die da natürlich nicht besonders hoch sind. Die Videos sind rein von der Auflösung her ok, allerdings traten bei Bewegung durchgehend starke Rolling-Shutter-Effekte auf, was sich durch ein starkes Flimmern im Video bemerkbar machte. Grund hierfür ist einfach die Bewegung, auch das Vibrieren des Quadrocopters durch eine eventuelle Unwucht in den Propellern kann das verursachen. Selbst bei geringem bis gar nicht vorhandenem Wind und ruhigem Flug war der Effekt sichtbar, Video mit hektischen Bewegungen sind dadurch etwas unschön anzusehen. Ein Mikrofon hat die Kamera nicht.

DBPOWER Hawkeye II Testfoto
Die Kamera macht Fotos in 1280x720p

Die Aufnahmen können entweder über die App oder durch zwei gut erreichbare Tasten auf der Fernbedienung gestartet werden. Zum Speichern der Bilder und Videos bietet sich eine SD-Karte an, da es sonst durch die geringe Reichweite zu Aussetzern im Video kommen kann, wenn man das über die App direkt auf das Smartphone speichert.

Alternativ kann natürlich auch eine andere Kamera verwendet werden, mit dem Gewicht von FPV-Kameras wie der RunCam2 hat der Quadcopter keine Probleme.

App-Unterstützung und FPV

Auch bei der App zeigt sich die wahre Identität des Hawkeye: Benötigt und auch in der Anleitung empfohlen wird die App „CX-32wifi“. Die findet sich entweder durch einfache Suche im Playstore oder auf iTunes, oder aber man scannt den QR-Code in der Bedienungsanleitung. Nach dem Starten bietet sich ein vertrautes Bild, die Benutzeroberfläche entspricht dem Design, das auch bei anderen Cheerson-Modellen wie dem CX-10W Anwendung findet. Wer die App kennt oder zumindest schon mal gesehen hat, findet sich sofort zurecht, aber auch als Neueinsteiger wird man kaum Schwierigkeiten dabei haben.

CX-32WIFI App Screenshot

Der Vollständigkeit halber aber auch hier eine kurze Erklärung der Symbole des Interface. Die Steuerkreuze entsprechen den Sticks der Fernsteuerung; die Symbole am oberen Bildschirmrand von links nach rechts sind:

  • Zurück zum Hauptmenü
  • Fotoaufnahme
  • Videoaufnahme
  • Aufnahmen ansehen
  • Ein-/Ausschalten der Bewegungssteuerung (Steuerung über Neigen des Smartphones)
  • Ein-/Ausblenden des Interface
  • Geschwindigkeit des Quadcopters einstellen (30/60/100%)
  • 180°-Drehung der Bildschirmanzeige

Verbindet das Smartphone einfach mit der WiFi-Verbindung des Quadrocopters und ihr seit startklar. Was beim Starten beachtet werden sollte: Bei aktiviertem UI auf dem Smartphone-Display ist die Steuerung der Fernbedienung deaktiviert. (Bei mir hat das beim ersten Start fast für einen Absturz gesorgt.) Auch oder besonders im FPV-Modus wollt ihr sicher per Fernsteuerung fliegen, deaktiviert in diesem Fall vor dem Start die App-Steuerung durch den „On“-Button (andernfalls hebt der Hawkeye aber auch nicht ab).

Leider muss man sagen, dass der Hawkeye nicht besonders für FPV-Flüge mit dem Smartphone geeignet ist, aus einem einfachen Grund: Die Reichweite der Bildübertragung ist zu gering. Auf Amazon wird diese mit 20 Metern angegeben, wenn man unter freiem Himmel fliegt erreicht man diese Distanz schnell mal, und in der Praxis brach die Übertragung sogar schon früher ab. Dabei ist die Reichweite der Fernbedienung mit 60-80m durchaus gut, und bei meinen Flügen riss die Verbindung zur Fernbedienung nie ab. Nur ein Bild auf dem Smartphone gab’s eben nicht mehr.

Fazit

Wenn man erste Flugerfahrungen mit Mini-Quadrocoptern gesammelt hat und gerne auf die nächste Stufe aufsteigen möchte, sollte man den CX-32 definitiv in Erwägung ziehen. Bei der FPV-Version bleibt man selbst inklusive Einfuhrumsatzsteuer unter 100€, den Hawkeye II gibt’s für 75€ sogar steuerfrei und mit Versand aus Deutschland auf Amazon. Die FPV-Reichweite könnte größer sein, dafür macht der Quadrocopter dank eingängiger Steuerung aber ordentlich Spaß, und ist für Einsteiger wie Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet.

Jens

Ich bin im Herbst 2015 zu China-Gadgets gestoßen, und habe mich seit dem vor allem in den Drohnen-Sport verliebt, und verfolge alles rund um Quadrocopter mit Leidenschaft. Und mein Handy ist sowieso schon lange ein „China-Phone“.

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6 Kommentare

  1. Profilbild von Alex

    Bevor Ihr immer solche Multikopterreviews veröffentlicht, weist doch verdammt nochmal bitte auf die Gesetzeslage und No Gos hin!

    • Profilbild von Jan B-Punkt

      Kriegst Du den Führerschein beim Autokauf dazu? Nein!

      • Profilbild von Ali

        Ziemlich unkluger Vergleich.

        Alex hat leider Recht, denn die Einfuhr ist nicht erlaubt, da ziemlich sicher die entsprechenden Bescheinigungen fehlen. Ob die Fersteuerungen die gültigen Normen beachten, wird nicht belegt. (ETSI, seit 1.1.2015 verschärft) Falls doch, fehlt der Hinweis dazu, falls nicht, fehlt der Hinweis, dass es mit dem Zoll Probleme geben kann. Das finde ich schwach, denn wenn man das Produkt testet, hat man die Unterlagen vorliegen, oder auch nicht.

        Zieht der Zoll diesen Kopter heraus, hat man nämlich u.U. Pech und darf seinem Geld hinter herlaufen. Das haben hier schon etliche berichtet.

  2. Profilbild von FreeAsYouAre

    Wozu Führerschein? The world is yours

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  3. Profilbild von Charlie Waffles
    Charlie Waffles

    Cooles Teil.. 😀

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für iOS.
  4. Profilbild von Willy

    Ich habe mir den Quadcopter gekauft und komme damit irgendwie nicht zurecht. Ist mein erstes Fluggerät. Nach dem Einschalten und drücken der Take Off Taste hebt der Hawkeye vom Boden ab und driftet sofort nach rechts weg.

    Kann man das irgendwie kalibrieren, damit er auch auf der TakeOff Höhe stehen bleibt? Momentan ist der Hawkeye so für mich nicht fliegbar.

    Vielleicht kann mit jemand helfen, wie ich das Teil vernünftig zum fliegen bekommen. Vielen Dank schon mal für Unterstützung.

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