DeePoon V3 Virtual Reality Brille für 29,66€

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Virtual Reality ist in aller Munde und auch bei uns ist der Hype angekommen. Da wir aber nicht 450€ (oder mehr) für die High-End-Lösungen ausgeben wollen und diese ja auch noch nicht verfügbar sind, haben wir uns erstmal auf die DeePoon V3 für 29,66€ angeschaut.

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Verpackung & Verarbeitung

Der Karton kam, wie auf dem Bild zu erkennen, leider leicht beschädigt bei uns an. Allerdings wäre diese Verpackung auch ohne die leicht eingedrückte Ecke kein Hingucker. Mitgeliefert wird natürlich die VR-Brille sowie eine Kurzanleitung mit ein paar Illustrationen wie die Brille zu benutzen ist und einem Garantie-Heftchen. Leider sind beide komplett in Chinesisch und somit nur die Bilder ein wenig hilfreich.

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Die Verpackung der V3 – nicht gerade Geschenk-Material

Anscheinend stecken DeePoon aber das, was sie an der Verpackung und Anleitung sparen in die Verarbeitung ihrer V3 – diese kann sich nämlich durchaus sehen lassen. Der Großteil des Headsets besteht aus Kunststoff (ABS) was jedoch dem Gewicht (249g) zu Gute kommt und für mehr Komfort sorgt. Die vorhandenen Regler funktionieren wie erwartet und machen einen stabilen Eindruck.

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Luftdurchlässige Aussparungen zur Wärme-Regulierung

Die Polsterung (oben im Bild) ist nur mittels Klettverschluss angebracht, was jedoch den Vorteil hat, dass man sie abnehmen und von Hand waschen kann. Des Weiteren ist die Umrandung aus luftdurchlässigem Stoff und von innen wurden Aussparungen gemacht, damit einem nicht zu warm unter der Brille wird.

Anwendung

Die Benutzung der DeePoon V3 ist an sich selbsterklärend. Die Bänder könnt ihr durch mehrere Klettverschlüsse für optimalen Halt an euren Kopf anpassen. An der Unterseite könnt ihr die beiden Linsen auf eure Pupillendistanz (Abstand zwischen der Mitte beider Pupillen) einstellen. Die V3 unterstützt dabei alle Abstände zwischen 57-71 mm, also vor Kauf besser einmal nachmessen 😉 Das Handy wird vorne in die Klappe gelegt und hat dort einen festen Halt, sodass es nicht herausfallen kann. Smartphones mit einem Bildschirm zwischen 4,7″ – 6,0″ werden unterstützt, jedoch wird ein 5,5″ Bildschirm mit einer Auflösung von mindestens 1080p empfohlen.

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Ist das Handy eingelegt kann durch das Rad an der Oberseite die Entfernung zu diesem angepasst werden, damit ihr ein scharfes Bild bekommt. Wir haben mit einem Galaxy Note 4 (Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln bei 5,7 Zoll) und einem OnePlus One (1920 x 1080 bei 5,5″) getestet. Mit dem Note war das VR-Erlebnis ein besseres, da man bei diesem kleinen Abstand zum Bildschirm den Unterschied in der Auflösung doch recht deutlich merkt.
Die V3 liegt trotzt der Polsterung etwas unangenehm auf der Nase auf, da dort das Polster ein wenig dünn geraten ist. Ansonsten sitzt die VR-Brille aber gut auf dem Kopf, was sicher auch am Überkopf-Band liegt, das zusätzlichen Halt gibt. Ist das Smartphone mindestens 13cm lang, was die meisten inzwischen sind, scheint auch kein Licht mehr von außen am Handy vorbei in die Brille, was die Immersion verbessert.

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Das V3 zerstört zwar die Frisur, sitzt sonst aber ganz gut 😀

Nun aber zum Wichtigsten – dem Virtual-Reality-Erlebnis! Dieses ist mit dem Note 4 definitiv genießbar, aber noch lange nicht perfekt. Die Auflösung ist durchaus ausreichend, allerdings haben die Bildschirme der Smartphones bisher nur eine Bildwiederholrate von 60 Hz was für ein flüssiges VR-Erlebnis nicht ausreicht (mind. 90 Hz). Dadurch wird einem nach nicht allzu langer Zeit ein wenig übel (sog. Motion Sickness) und man muss eine Pause einlegen. Wie schnell dieser Effekt auftritt ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Da ich aber schon PlayStation VR getestet habe, kann ich sagen, dass dort dieser Effekt bei mir nicht bzw. nicht so schnell auftrat.
Leider hat man keinerlei Steuer-Möglichkeiten an der Brille selber, daher muss man Spiele oder Videos erst starten und dann das Handy einlegen. Teilweise wird deshalb ein kleiner Bluetooth-Controller beigelegt.

APP-Unterstützung

Die von DeePoon bereitgestellte App, 3D-BoBo, ist zwar sehr schön designed aber leider komplett auf chinesisch, sodass man sich nur mit gutem Raten und Ausprobieren zurecht findet. Zum Glück gibt es genügend andere Apps, wie z.B. die Google Cardboard App (Android/iOS) oder 360°-Videos bei YouTube. Insgesamt ist man glücklicherweise nicht auf die Hersteller App angewiesen da es genügend (kostenlose) Angebote in den jeweiligen App-Stores gibt.

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Die 3D-BoBo App – Leider komplett auf Chinesisch

Fazit

Die DeePoon V3 ist eine solide verarbeitete Virtual-Reality-Brille zu einem günstigen Preis. Jedoch scheitert das VR-Erlebnis ein wenig an den momentan mit Handys möglichen Bildwiederholraten. Somit ist die V3 für längere VR-Videos oder Spiele nicht sonderlich gut geeignet, aber ein nettes Gadget, um einmal VR kennen zu lernen oder einfach normale Videos bzw. Filme im privaten „Kino“ zu schauen.

Tim

Als Teil des China-Gadgets Team knipse ich seit 2015 die meisten Gadget-Fotos und bin immer auf der Suche nach günstigen, hochwertigen Audio-Alternativen.

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16 Kommentare

  1. Profilbild von weltraumhund

    „nur eine Bildwiederholrate von 60 Hz was für ein flüssiges VR-Erlebnis nicht ausreicht (mind. 90 Hz). “
    Da muss ich widersprechen. 60 Hz sind ausreichend. Wer was anderes behauptet hatte noch nie eine Gear VR aufgehabt. Viel wichtiger ist ein verbauter Sensor, welcher die Drehbewegung vom Kopf erfasst und sowas gibt es bei keinem Cardboard Modell bislang – auch weil Google Cardboard wohl das noch nicht unterstützt. Ich persönlich finde Cardboard Lösungen daher alle grundsätzlich schrecklich und rausgeworfenes Geld, aber das persönliche Empfinden hier ist da durchaus unterschiedlich.

    • Profilbild von jodocus

      Muss dir da recht geben. Das Bild wird doch in der Mitte halbiert. Ist doch kein shutter 3d welches die doppelte Bildrate benötigt. Wieso sollen 60Hz also nicht ausreichen?

    • Profilbild von mw

      Kannst Du das mit dem angeblich notwendigen Sensor für Drehbewegungen erläutern?
      Jedes normale Smartphone hat Orientierungs-Sensoren (Lage) und genau diese steuern doch die Bilddarstellung bei solchen Projektionen. Welche Bewegung soll denn da noch extra erfaßt werden müssen?
      Habe selber eine 1Euro Cardboard-Kiste aus China, sowie die Ritech Riem III (um 12 Euro).
      Bei der Cardboard-Kiste kann ich (mit -10dpt Kurzsichtigkeit) problemlos ohne Brille schauen, auch ist der Bildwinkel deutlich besser als bei der komfortaben universellen Riem III. Wer hat die hier vorgestellte Brille mit der RIEM III vergleichen können?

      Viel hängt von der verwendeten Software, also den Abspielprogrammen ab; da gibt es etliche.
      Die VR-Filme (echte Filme) von Mercedes sind mE ein guter Test für solche VR-Brillen.
      Bei ‚gemalten‘ 3D-Apps ist m.E die CPU des Smartphones das wahre Handicap, da ruckelt es halt leicht bei schwacher Leistung.

      • Profilbild von weltraumhund

        der Sensor reagiert wesentlich schneller und somit wird das Bild *direkt* nachgezogen bei Kopfbewegungen. Es macht einen so großen Unterschied aus, dass man es nicht mehr anders haben möchte. Es ist somit die selbe Erfassung, nur wesentlich schneller. Ich habe auch Cardboard etc. ausprobiert und teilweise wird mir da nach 30 Sekunden schon übel. Bei der Gear VR (auch Oculus aber nicht die Rift) kann ich Stunden aushalten. Letztendlich liegen da Welten zwischen diesen Lösungen. Ich kann daher nur die billigsten Cardboards empfehlen und dann die Gear VR+Samsung S6/S7 (allerdings andere Preiskategorie). Dazwischen gibt es nichts. Solche besseren Cardboards bringen da kaum Mehrwert und sind rausgeschmissenes Geld meiner Meinung nach (insbesondere die teure Zeiss Brille). Ob nun dieser eingebaute Sensor bei unterschiedlichen Android Modellen unterschiedlichen schnell reagiert, kann ich allerdings nicht sagen. Theoretisch wäre es ja doch technisch kein Problem meiner Meinung nach da einen besseren einzubauen. Dann wäre es bei Cardboard auch etwas besser. Natürlich muss dann die CPU/GPU mithalten können.

        • Profilbild von curry

          „Bei der Gear VR (auch Oculus aber nicht die Rift) kann ich Stunden aushalten.“

          Warum unterscheidest Du zwischen Oculus und Rift? Oculus ist die Firma und Rift deren Produkt.

        • Profilbild von weltraumhund

          weil neben der Rift auch die Gear VR von Oculus/Facebook stammt. Zwar wird diese nicht selbst hergestellt, sondern von Samsung, aber die Technik inkl. den Oculus Store sind hier Oculus. Die Gear VR liegt daher näher an der Rift als am Cardboard und das App-Angebot ist viel besser. Umgedreht klappt die Gear VR nicht sofort mit den Google Cardboard Apps. Man kann das zwar Trick anwenden, aber der Sensor wird nicht verwendet. Übrigens sieht diese hier im Artikel angebotene Brille der Gear VR sehr ähnlich. Da wurde wieder kopiert. Ich denke, dass es bald Kopien der Rift geben wird als Cardboard. Mit den eigentlichen Produkt hat das nichts mehr zu tun, aber wir sind ja auch hier bei China-Gadgets 😉

  2. Profilbild von Kai

    Ich habe es mal gewagt und werde die Brille mit einem Iphone 6 testen. Bin echt gespannt, ob das Teil etwas taugt. 🙂

  3. Profilbild von Egal

    Gibts deutlich billiger, habe eine ähnliche für 16€ geholt, Top und es brauch keinen Extra Sensor, Headtracking geht auch so bestens…

  4. Profilbild von Diginix

    VR SHINECON Virtual Reality Headset 3D Glasses für 17,55 EUR hat die gleichen Features
    http://www.gearbest.com/home-gadgets/pp_246872.html

    Noch günstiger aber ohne einstellbaren Abstand zum Smartphone Display für 7,51 EUR
    http://www.gearbest.com/home-gadgets/pp_169233.html

  5. Profilbild von anonymous

    Diese VR Brillen fürs Smartphone gibts ja mittlerweile echt wie Sand am Meer. Laut der Webseite http://www.hypergridbusiness.com/faq/best-virtual-reality-headsets/ ist momentan wohl das LeNest (auch FIIT VR genannt) das Beste was man für kleines Geld so bekommen kann. Gibts bei Aliexpress für knapp 20€ und sieht dem hier gezeigten Deepoon V3 recht ähnlich (abgesehn von der Frontklappe halt). Laut Herstellerangaben hat die Fiit Brille jedoch einen Sichtwinkel von 102 Grad und sollte dem Deepoon zumindest in dieser Disziplin überlegen sein.

  6. Profilbild von Diginix

    Für unter 20 EUR bleibt die o.g. Brille von SHINECON anscheinend die einzige mit einstellbarem Abstand des Smartphones zu den Linsen. Bei der RITECH ist das Bild mit einem LG G4 deutlich schärfer wenn das Display fast 1cm weiter vorn als eigentlich vorgesehen platziert wird. Für mich ist dieses Feature daher sehr wichtig zusätzlich zum einstellbaren Pupillenabstand. Die FIIT hat dieses Feature auch nicht.

  7. Profilbild von MichaelZ

    Ob aus Pappe oder Kunststoff, ob mit oder ohne Sensor (warum war jetzt nochmal der externe schneller, als ein im Smartphone eingebauter?), ganz egal, die Dinger sind echt witzig.

    Nur wie geht ihr eigentlich mit den Werbeeinblendungen in Cardboardapps um? Die kommen sowohl auf dem Androiden, als auch auf dem Apfel vor, sind nicht gesplittet und man muß gezielt das Kreuz antippen, damit sie beendet werden. Nur irgendwo tippen, wie beim Cardboard führt zu Brille ab Smartphone raus, Werbung weg, Smartphone wieder rein, Brille wieder auf. Komplett doof sowas… Habe ich da was übersehen oder geht euch das auch so?

    Und dann gibt es noch Apps, die liefern, obwohl es Cardboard Apps sind, Bilder, die niemals passen können. Im Store wird das von einigen bemängelt, einige Bewerter finden sie aber toll. Kann man da was falsch machen? Die Bilder sind zum Teil so unterschiedlich, die können bei keinem Abstand passen.

  8. Profilbild von Aeronz

    Hallo was sagt ihr zu der vr box die gibt’s bei Amazon für ca 20 Euro und man kann sie auch verstellen.
    http://www.amazon.de/gp/aw/d/B00ZOFU4DY

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für iOS.
    • Profilbild von curry

      Das Sichtfeld (FOV) ist typisch für die VR-Brillen aus China gering, da deren Brillen auf Filme schauen ausgelegt sind. Ein echtes VR feeling kommt da kaum auf. Jedes Cardboard Modell liefert bessere Ergebnisse. Ausserdem hat sie eine auf die offenbar kleinen chinesischen Nasen zugeschnittene ungepolsterte Nasenaussparung und drückt somit nach kürzester Zeit unangenehm auf meinen Riechkolben.

      Du kannst meine für nen Zehner haben. Ist nur für ca. 20 Minuten benutzt worden.

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