Drohnen-Piloten aufgepasst: Flugverbotszonen-App der Deutschen Flugsicherung

Als Drohnen-Pilot muss man mittlerweile ein paar Dinge beachten, wenn man sich beim Fliegen innerhalb der gesetzlichen Vorschriften bewegen will. Ein wichtiger Punkt sind Flugverbotszonen (z.B. um Flughäfen), in denen die Drohne am Boden bleiben muss. Als Hilfestellung veröffentlicht die Deutsche Flugsicherung jetzt eine kostenlose App – mit allerdings vernichtendem Feedback.

DFS Flugverbotszonen App

Als ich von der App las, war ich erst mal optimistisch, denn eine exakte Karte von offizieller Seite empfinde ich schon als hilfreich. Ja, dass ich nicht über einen Flughafen fliegen darf ist mir klar, aber wo genau ein Naturschutzgebiet beginnt oder welches einzelne Gebäude eventuell tabu ist, ist schon nicht mehr sofort zu erkennen.

Zusätzlich enthält die App Informationen zu Gesetzen und Vorschriften. So kann man im Zweifelsfall einfach noch mal schnell nachlesen, was erlaubt ist und was beachtet werden muss. Über eine Logbuch-Funktion werden alle absolvierten Flüge festgehalten.

Was bisher von vielen Nutzern heftig kritisiert wird, ist die Registrierungspflicht der App. Die kann nämlich nur genutzt werden, wenn man sich mit Vollnamen und Adresse anmeldet und den Nutzungsbedingungen der DFS zustimmt. Zusammen mit dem Tracking der einzelnen Flüge kommt da unter Umständen natürlich einiges an personenbezogenen Daten zusammen, was in den bisherigen Nutzerbewertungen hart abgestraft wird. Sowohl die Android-App als auch die iOS-Version der DFS-DrohnenApp kommen auf 1,5 von 5 Sternen.

Was meint ihr?

Wie steht ihr dazu? Empfindet ihr die Karte mit den Flugverbotszonen als hilfreich, oder haltet ihr sie für unnötig? Und ist die Registrierung ein No-Go oder ein zu verschmerzender Aufwand? Wir sind gespannt auf eure Meinungen.

Jens

Ich bin im Herbst 2015 zu China-Gadgets gestoßen, und habe mich seit dem vor allem in den Drohnen-Sport verliebt, und verfolge alles rund um Quadrocopter mit Leidenschaft. Und mein Handy ist sowieso schon lange ein „China-Phone“.

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13 Kommentare

  1. Profilbild von MichaelZ

    Das sehe ich auch so. Die Idee der App ist top, aber dass ein Verstoß damit demnächst automatisiert ein Ermittlungsverfahren einleiten könnte, ist bedenklich.

  2. Profilbild von Christo

    Nutze die App: UAV Forecast (Android), ist auch kostenlos und hat keine Registrierungszwang.

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  3. Profilbild von DSLR

    Anscheinend wurde die Anmeldung soeben geändert. Es reicht Name und Mailadresse.

  4. Profilbild von Ersthelfer112

    Ich würde die Seite benutzen https://map2fly.flynex.de/

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  5. Profilbild von Tez

    Die App ist wie schon in anderen Foren festgestellt wurde voller Fehler

  6. Profilbild von Prov94

    @Tez sehe ich genauso,
    habe meine Anmeldedaten vor 8 Stunden eingegeben, und bisher noch keine Bestätigungsemail bekommen.
    Das ist sehr verdächtigt und wird vermutlich manuell geprüft oder die App ist beschissen entwickelt worden.

  7. Profilbild von Gast

    Super! Bin ich froh, dass ich meinen Quadcopter verkauft hab. Am Anfang hat das noch alles Spaß gemacht. Einfach starten rumfliegen fertig. es kommen immer mehr Reglementierungen.
    Die diversen Einschränkungen gab es mit sicherheit vorher auch schon, es wusste nur keiner davon 😀

    • Profilbild von Jens
      Jens (CG-Team)

      Als so stark empfinde ich die Einschränkungen eigentlich nicht. Auf freien Flächen außerhalb von Stadtzentren kann man fast immer problemlos fliegen.

  8. Profilbild von Rockamring

    Selbst mit Name und Email kann man die Leute heranziehen, ebenso wie mit einem Youtube Account.

    @Jens: Die Adresse ist allerdings eine neuerung, welche richtig unverschämt ist. Das grenzt ja schon an „Vorverurteilung“, Nummer wie beim Auto wäre da besser gewesen.

    • Profilbild von Max

      Kann man aber auch verhindern. Allerdings kann der PC schon allein am Browser in Kombination mit der Bildschirmauflösung etc. eindeutig identifiziert werden, falls man nicht aufpasst zumindest.

  9. Profilbild von Max

    Nicht der richtige Weg, aber ohne Registrierungszwang und funktionabel wäre ich sicher dabei. Notfalls mit einem Mobilfon oder Tablet ohne Sim.
    Ich kaufe sogar lieber bei teuereren Händlern, als bei Händlern, bei denen ich immer gleich ein Profil anlegen muss, und da geht es noch um nichts.
    Das einzig Gute, bei steigendem Kontrollzwang, steigt endlich auch die aus Datenschutzsicht schon längst notwendige Quote an Tor Nutzern und anonymen Email-Konten.

    • Profilbild von Max

      UND: solange es Möglichkeiten gibt, seine Anonymität, wenn auch nur mit hohem Aufwand, komplett zu verschleiern, machen solche Registrierungen nur den ehrlichen Bürgern Probleme.
      Von daher ganz klare Absage. Aber das trifft ja auf viele Nutzungen im www zu.

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