Testbericht: DT No.1 F1 Fitness Tracker für 22,28€

Fitness Tracker werden immer beliebter und günstiger. Die Marke DT hat bei uns bereits gute Eindrücke hinterlassen, so dass wir uns gerne eines weiteren Modells annehmen. Rein von den technischen Daten ausgehend haben wir es hier definitiv mit einem konkurrenzfähigen Modell zum Xiaomi Mi Band 2 und weiteren Herstellern zu tun. Wir haben die Pros und Cons zum DT No.1 F1 Fitness Tracker für 22,28€ für euch in unserem Testbericht.

Youtube Video Preview
Name DT No.1 F1
Display 0,91 Zoll OLED
Verbindung Bluetooth 4.0
Unterstützte OS Android 4.4 und aufwärts, iOS 7 und aufwärts
Akku 230 mAh, Standby bis zu 100 Tage
Funktionen Schrittzähler, Schlafüberwachung, Pulsmesser, Wecker, Nachrichtenerinnerung
Gewicht 18,5 g (mit Armband)
Lieferumfang Fitness Tracker + Armband, USB-Ladekabel, Bedienungsanleitung (englisch/chinesisch)

Verarbeitung und Design

Rein optisch mussten wir schnell an das Xiaomi Mi Band 2 denken, wer sich hier von wem bedient hat ist unklar und sei mal dahingestellt. Wichtig ist nur: Die DT No.1 F1 ist hochwertig verarbeitet und lässt keinen Gedanken an billige Verarbeitung zu. Ein großes Manko ist allerdings der auf der Innenseite des Bandes verbaute Sensor, welcher für das Messen des Pulses zuständig ist. Dieser steht nämlich sehr heraus, drückt auf das Handgelenk und macht es somit schwierig, das Band lange schmerzfrei zu tragen. Somit muss das Band bei den meisten etwas lockerer getragen werden.

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Der innen angebrachte Sensor für die Pulsmessung leuchtet aktiv nicht nur grün, sondern tut auf Dauer ziemlich weh

Ansonsten sind am Silikon-Armband genügend Möglichkeiten, die Größe zu verändern und sollten an dünnen wie dickeren Handgelenken tragbar sein. Das Gehäuse des 24 cm langen und 18,5 g leichten Smartbandes ist aus Kunststoff verarbeitet.

Funktionen der DT No.1

Direkt vorab: Ein absoluter Pluspunkt des Smartbandes ist die IP68 Schutzklasse, wodurch das Smartband bei einer Tiefe bis zu 50 Metern wasserfest und zudem noch staubdicht ist. Da wir im Büro nicht bis zu 50 Meter tief tauchen können, haben wir das Smartband in Gläsern und Eimern Wasser untergetaucht, was zwar nicht an die ausgelobte Tiefe herankommt, es aber problemfrei überstanden hat. Somit hat man hier dann auch mal einen Fitness Tracker, mit dem man tatsächlich schwimmen gehen kann.

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Abgesehen von dem herausstehenden Sensor auf der Innenseite passt das Smartband an nahezu alle Handgelenke

Über Touchsensoren navigiert man durch das Menü, das Smartband reagiert sehr gut auf die Berührungen (im Video oben gut erkennbar). Das 0,91 Zoll OLED Display listet mit Uhrzeit, Kalender, Akkustand, Schrittzähler, Kilometerzähler und Herzfrequenzsensor alle wichtigen Features des Bandes auf. Einziger Nachteil: Das Display ist bei starker Sonneneinstrahlung etwas dunkel und die darauf stehenden Daten schwer ablesbar. Das kann sich gerade im Sommer am See oder beim Jogging als etwas störend erweisen, knallt die Sonne aber nicht voll drauf, gibt es keine Einschränkungen. Das Messen des Pulses und der Herzfrequenz sowie das Zählen der getätigten Schritte und gelaufenen Kilometer funktionierte in unserem Test einwandfrei.

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Mit den Funktionen Kalender, Akkustand, Schrittzähler, Kilometerzähler und Herzfrequenzsensor alles auf einen Blick

Über Bluetooth 4.0 verbindet man den Fitness Tracker mit dem Smartphone. Die Vibration, die einen durch Push-Benachrichtigungen vom Smartphone aus auf den Fitness Tracker erreicht, ist recht schwach. Dadurch läuft man Gefahr, etwas nicht mitzubekommen (Wecker), falls man das Handy nicht am Körper trägt. Andererseits kann eine schwächere und dadurch auch leise Vibration auch seine Vorteile haben, wenn man beispielsweise gerade bei einer Präsentation des Chefs im Konferenzraum sitzt.

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Über den Powerbutton auf der rechten Seite schaltet man den Fitness Tracker ein und aus

Neben weiteren Standard-Funktionen wie Schlaftracker, Kalorienzähler und Zielsetzung (bspw. 10000 Schritte am Tag) gibt es noch eine Funktion, die mir immer noch viel Freude bereitet. Bei zu langem Sitzen ertönt ein Alarm, der einen darauf hinweist, dass man sich mal wieder bewegen sollte. Definitiv eine sehr schlaue Idee vonseiten des Herstellers. Hin und wieder sollte man – wie bei allen Fitness Trackern – den Display abwischen um die Fingerabdrücke zu entfernen.

App

Über die App lassen sich die einzelnen Funktionen sowie die Zielsetzungen des Nutzers nachvollziehen, hierzu lassen sich die Ergebnisse in Diagrammen und Statistiken für längere Zeitspannen darstellen. Die App ist übersichtlich gestaltet und gibt es für Android und iOS.

Das Smartband lässt sich natürlich auch ohne App nutzen, Push-Benachrichtigungen und Zielsetzungen fallen dann aber weg. Am Screenshot oben rechts zum Diagramm der gezählten Schritte erkennt man gleich auf einen Blick die zurückgelegte Distanz, verbrauchte Kalorien, wie nahe man seinem zu erreichenden Ziel ist und bekommt dafür auch gleich eine Bewertung seiner Leistung, für mich gilt für heute in diesem Fall noch deutlich mehr bewegen.

Der Herzfrequenzsensor zeigt im Verlaufe eines Tages sowohl den aktuellen Puls als auch den niedrigsten und höchsten Wert an. Über den Kalender lassen sich die einzelnen Statistiken zu Puls, gemessenen Schritten und Weiteres im Verlauf anzeigen lassen. Die Anti-Lost-Funktion sorgt dafür, dass euer Smartphone klingelt sobald dieses sich zu weit vom Smartband entfernt. Wie so ziemlich alle Funktionen lässt sich das aber auch ausschalten und wird dadurch auf Dauer nicht nervig. Insgesamt macht die App einen sauberen und soliden Eindruck, alle Funktionen lassen sich gut und schnell nachvollziehen.

Akkulaufzeit

Ein Pluspunkt, der das Band von der Konkurrenz abhebt, ist der mit 230mAh sehr große Akku, der damit auch nochmal länger als das Mi Band 2 (70mAh für ca. 20 Tage im Standby) durchhält. Laut Datenblatt soll der Akku damit im Standby-Modus bis zu zwei Monate durchhalten können. Der Akku lässt sich, wie für Smartbänder üblich, nicht austauschen.

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Als Anschlussmöglichkeiten gibt es einen 2-Pin-Connector, was wir bereits von anderen DT-Modellen kennen und nicht besonders schön finden. Dieses spezielle Kabel wackelt leider etwas, unterbricht im Zweifel den Ladevorgang und ist daher keine so optimale Lösung wie beispielsweise ein Micro-USB-Anschluss. Dennoch: Der Akku ist eine der großen Stärken des Smartbandes.

Fazit

  • Verarbeitung
  • Performance
  • Preis
  • Akkulaufzeit
  • Tragekomfort
  • Vibration etwas schwach

Tim

Seit September 2016 in der China-Gadgets-Redaktion angekommen und für euch auf der Suche nach den feinsten Gadgets aus Fernost. Nebenher habe ich mich zuhause der Staubbekämpfung mit meinem Saugroboter angenommen und mein Smartphone ist selbstredend auch ein China-Handy.

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15 Kommentare

  1. Profilbild von Frage
    Hat noch jemand das Teil? Würdet ihr es empfehlen? Danke
    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
    • Profilbild von André
      Hi, ja – habe ich mir zu Weihnachten gegönnt, gab es bei den Black Friday-Aktionen so für ca. 14 EUR.
      Da es mein erstes Smartband ist, kann ich nicht groß vergleichen (nur mit dem ID107 was der Rest der Familie bekommen hat), bin aber zufrieden. Der dick herausstehenden Sensor ist mir auch etwas unangenehm aufgefallen, aber das Messen des Pulses geht auch wenn das Band etwas lockerer getragen wird.
      Positiv:
      – großer Akku,
      – speichert ohne App alle Daten für 7 Tage (war der Grund, dieses Band zu nehmen weil ich zum Mi Band gelesen habe dass dies einige Daten nur bei gekoppelter App aufzeichnet.
      – für mich ist die Ablesbarkeit des Displays sehr gut
      – wasserdicht, wie oben schon beschrieben, also einfach abwaschen wenn das Band mal staubig geworden ist
      – Verschluß einfacher schließbar und feiner verstellbar im Vergleich zum ID107
      – Anti-Lost – Feature beim Telefon, d.h. Smartphone klingelt wenn das Band zu weit weg ist (scheint laut Anleitung bei den ID107 allerdings beidseitig zu gehen – jedoch noch nicht getestet), ist aber auch abschaltbar da das auch nerven kann 😉

      Eher negative Punkte:
      – das F1 ist recht dick, d.h. bleibt immer innen am Ärmel hängen (ein ID107 ist dünner)
      – Displayanzeige nicht verdrehbar, d.h. am linken Arm getragen liest man immer über Kopf oder muß den Arm ausstrecken
      – App nicht mit Google FIT zu koppeln (geht bei der App der ID107, so dass die Daten von der Mi Scale kombinierbar sind)
      – in der App ist ein einfacher Lauftracker integriert, der aber nur auf einen chinesischen Kartenanbieter zurückgreift, und da ist keine Karte von Europa vorhanden

      Zusammenfassung: mit dem F1 Smartband bin ich zufrieden, das nächste Mal entscheide ich mehr nach der App.

      VG
      André

  2. Profilbild von derautologingehtnichtrichtig
    derautologingehtnichtrichtig
    Na da haben wir doch eins. Hat mich son fan Boy bei der Schnäppchen Seite mit dem Krokodil doch letztens echt angemacht das es ja nichts vergleichbares gibt zum mi Band. Naja so ein Blödsinn. Das Problem ist halt das niemand alle Geräte testen kann weil so viele sind hahah. Liest sich ja nicht schlecht aber ob die push Benachrichtigungen den vollen Text der Meldung zeigen hätte noch erwähnt werden können. Weil das wäre der relevante Vorteil zu mi Band und der Akku 0o
  3. Profilbild von FB_Till_Diegner
    FB_Till_Diegner
    Ip 68?
    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  4. Profilbild von Unionhorst
    Ich habe es gestern für 21,30 € bei Gearbest mal zum testen bestellt.
    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  5. Profilbild von Frage
    Vielen dank Andre für dein Feedback
    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  6. Profilbild von Zimbo
    Hi zusammen,
    Kann einer sagen ob man auch Musik steuern kann?
  7. Profilbild von JW
    Ich verstehe wirklich nicht, warum es keines von diesen Armbändern es schafft, auch die Nachricht anzuzeigen.
  8. Profilbild von Rudi
    Ich habe bei Gearbest bestellt und bekommen. Versand fast 2 Monate gedauert. Das ist mein zweiter Fitnessband. Erste war Sony SWR10, also ohne Display. Abgesehen davon war Sony besser. Vielleicht liegt es daran das ich Sony Smartphone habe und die beide sich besser verstehen. SWR10 ist im System integriert und bleibt besser im Verbindung als No1. Hier muss man nach einem Neustart App starten und im Hintergrund laufen lassen, sonst werden die Push Benachrichtigungen nicht weitergeleitet. Auch vibriert das Band manchmal grundlos. Material ist angenehmer als bei Sony und die Schnalle ist sicherer. Sony habe ich aus dem Grund verloren das die Schnalle sich gelöst hat und ich nicht bemerkt habe.
  9. Profilbild von Sargentpepper
    Gibts Aktuell in Schwarz bei Gearbest für Knapp 17 € mit kostenlosem Versand via Germany Priority Line

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