MGCOOL Explorer 2C: Action Cam mit 2″ Touchscreen für 72,05€

Die Firma GoPro ist mit ihrer Action Cam mittlerweile in der sechsten Generation. Der Markt scheint mehr als gesättigt und trotzdem gesellen sich jeden Monat weitere Kameras hinzu. Kürzlich hat SJCAM die SJ8 vorgestellt und bringt damit ein neues Top-Modell heraus. In der Mittelklasse siedelt sich dagegen die MGCOOL Explorer 2C an.

MGCOOL Explorer 2C Action Cam

Technische Daten

Video Auflösung (NTSC) 4K (24 fps), 2K (30 fps), 1080p (30/60 fps), 720 p (30/60/120 fps)
Chipset Novatek 96660
Bildsensor/Typ/Format Sony IMX078
Aufnahmewinkel 170°
Bildstabilisierung digital
Display 2″ LTPS Display; Touchscreen, 320 x 240 p
Konnektivität Wi-Fi
Speicher microSD bis 64 GB
Akku/Laufzeit 1050 mAh; 80 min. Filmzeit, 2 h Ladezeit
IP Zertifizierung 30 m Wassertiefe mit Unterwassergehäuse
Abmessungen 6 x 4,11 x 3,08 cm
Gewicht  55 g
Lieferumfang Kamera, Wasserdichtes Gehäuse, Akku, USB Kabel, Helm-Mount, Fahrrad-Mount, Verbindungsstück mit Schraube, englische Bedienungsanleitung
Features Slow-Motion, Lightdrawing

Design & Verarbeitung

Bezüglich der äußeren Erscheinung der MGCOOL Explorer 2C hat sich der Hersteller um eine outdoor-gerechte Optik bemüht. Keine Seite der Action Cam ist komplett glatt, vielmehr ist besonders der Rand geriffelt, wodurch ein verbesserter Grip möglich ist. Zwar ist die Vorderseite größtenteils matt, was allerdings durch eine kleine schraffierte Fläche an der Unterseite wieder aufgehoben wird. Die Rückseite besteht zum größten Teil aus dem 2 Zoll LTPS Touchscreen.

MGCOOL Explorer 2C Action Cam

Trotz Touchscreen bietet die kleine Kamera insgesamt noch vier Funktionstasten. Die Vorderseite ist mit dem obligatorischen Power-Button ausgestattet und die Oberseite bietet den Auslöser, welcher auch mit entsprechendem Kamerasymbol verziert ist. Auf der rechten Seite befinden sich zwei Navigationstasten. Die obere davon fungiert auch als Wi-Fi-Taste. Die linke Seite ist für die Anschlüsse vorgesehen. So gibt es neben Micro-USB zum Aufladen der Action Cam noch eine Micro-HDMI Schnittstelle. Ebenfalls an dieser Position befindet sich der microSD-Slot, in welchem microSD Karten mit einer maximalen Kapazität von 64 GB benutzt werden können.

MGCOOL Explorer 2C Display

Hardware

Das wichtigste Feature bei einer Action Cam scheint mittlerweile eine 4K-Auflösung zu sein. Zwar wird die MGCOOL Explorer 2C als eine 4K-Action Cam beworben, trägt dieses Feature aber zum Glück nicht in ihrem Namen. Denn, wie bei vielen Kameras dieser Preisklasse, gibt es hier keine native 4K-Auflösung auf die Augen, sondern nur eine hochgerechnete Auflösung von 4096 × 2160 Pixel. Mehr ermöglicht der Novatek 96660 Chipset in Kombination mit dem Sony IMX078 Sensor einfach nicht. Dieses Zusammenspiel kommt auch in der Hawkeye Firefly 6K vor. Diese interpolierten 4K werden „nur“ mit 24 fps wiedergegeben. Dafür schafft sie 60 frames mit einer Full HD Auflösung. Das ist meines Erachtens für Heimvideos oder sogar semi-professionelle Videos immer noch mehr als ausreichend. Wer eine 4-fache Verlangsamung seiner Aufnahmen benötigt, muss auf die 1280 x 720 p Auflösung zurückgreifen.

Der typische „Action Cam Look“ wird durch die ultraweitwinklige Perspektive erzeugt. Dafür setzt MGCOOL hier auf einen Aufnahmewinkel von 170°. Gerade in actionreichen Szenarien ist das praktisch, genau wie die eingebaute digitale Bildstabilisierung per Gyroskop. Um die volle Kreativität des Anwenders zu entlocken, kann man sich am Time-Lapse- oder am Slow-Motion-Modus versuchen. Noch kreativer kann man allerdings mit dem Lightdrawing-Modus werden. Dabei wird die Verschlusszeit soweit verlängert, dass man bei dunklen Lichtverhältnissen mit einem Licht quasi in den Bildausschnitt malen kann.

MGCOOL Explorer 2C Lightdrawing
Die Action Cam ermöglicht es, mit „Licht zu malen“.

Einschätzung

Soviel erst einmal zur MGCOOL Explorer 2C. Wie für diese Preisklasse typisch, kriegt der Kunde hier kein natives 4K serviert. Warum man sich für diese und nicht für eine andere Action Cam entscheiden soll? Schwer zu sagen! Die Explorer 2C gefällt mir persönlich vom Design besser als Konkurrenzmodelle, allerdings rechtfertigt das nicht den teilweise doch etwas großen Preisunterschied. Interessant ist für mich zudem der Lightdrawing-Modus und das umfangreiche Zubehör, welches direkt mitgeliefert wird. Allerdings kann man bei der bereits angesprochenen Firefly 6K fast das gleiche bekommen und muss deutlich weniger bezahlen. Will man natives 4K greift man in dieser Preisklasse wohl lieber zur ThiEYE T5e. Trotzdem werden wir die MGCOOL Explorer 2C testen, da der Gesamteindruck eigentlich stimmt. Worauf sollen wir im Test besonders achten?

Thorben

Seit Sommer 2017 bei CG und sehr begeistert von allen technischen Spielereien! Besonders interessiert an Audio- und Videoequipment. 

6 Kommentare

  1. Profilbild von ebola

    Orange????
    Echt jetzt????

  2. Profilbild von Marty

    @ebola:
    Ja voll genial fand ich auch! Endlich Mal was anderes als immer schwarz oder weiß.

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  3. Profilbild von PaulN

    30 m wasserdicht? Also ich nehme definitiv lieber diese Cam als eine 400€ GoPro mit zum Tauchen.

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  4. Profilbild von iog_stefan

    Anstatt Firefly 6s lieber gleich die 8s nehmen. Im Angebot gern für 75 €…

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.

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