WowWee „Miposaur“ Roboter-Saurier für 67,62€

Kennt ihr das? Ihr seht ein cooles Gadget, und Logik und Vernunft verabschieden sich, während das innere Kind die Kontrolle übernimmt. Und der einzige Gedanke ist: „Ich will das haben!“ So ging es mir mit dem Miposaur. Klar, der Preis ist happig, aber er ist eines dieser Spielzeuge, das man Kindern schenkt, um dann selber damit spielen zu können. 😉 Warum ist Weihnachten nur noch so weit weg…

Wowee Miposaur Roboter

 

Den kleinen Roboter hatte ich ursprünglich bei GearBest (mittlerweile ausverkauft) entdeckt, und war bei aller Begeisterung erst mal vom Preis (180€!) erschlagen. Aber da, ein Blick zu Amazon ließ mich aufatmen, bei damals noch knapp 80€ kann man immerhin über einen Kauf nachdenken. Das Hongkonger Unternehmen WowWee ist kein unbekanntes, und spezialisiert sich auf (Spielzeug-)Roboter und ferngesteuerte Gadgets. Auch wir hatten vor einiger Zeit schon mal über einen ihrer Roboter berichtet. Nun also ein Dinosaurier. Der ist mit knapp 40cm Länge so groß wie ein kleiner Hund und verbindet Elemente ferngesteuerter Autos, von Minigames für Smartphones und eines Tamagotchis. Aber eins nach dem anderen.

Zunächst einmal kann der Miposaur über Gesten gesteuert werden. Bei vorgehaltener Hand stoppt er und dreht sich durch eine Wischgeste in die entsprechende Richtung; das funktionierte in unserem Test aber nur bedingt. Die Fortbewegung erfolgt auf zwei Rädern, dabei hält der Dino selbstständig die Balance. Auch Klatschen und ziehen am Schwanz des Dinos hat unterschiedliche Auswirkungen. Unterschiedlich deswegen, weil viele (Re-)Aktionen des Miposaur von seiner „Stimmung“ abhängen. Die erkennt man anhand der großen LED auf seinem Rücken, die entsprechend der Laune die Farbe wechselt. Beeinflussen kann man die unter anderem über die App, zu der ich gleich noch ein paar Worte verlieren werde. Ein genaue Auflistung aller Funktionen findet sich im deutschsprachigen Begleitheft.

Neben der selbstständigen Bewegung, die von der Grundstellung aus durch dreimaliges Klatschen aktiviert wird, verfügt der Miposaur über ein Trackball genanntes Accessoire. Der dient dem kleinen Dino wahlweise als Spielball, dem er nachjagt, oder er funktioniert im „Leash Mode“ wie eine Leine, an der euer Haustier euch folgt. Das klappt soweit gut, die Reichweite würde ich aber auf maximal fünf Meter schätzen, lauft dem Kleinen also nicht zu weit voraus.

WowWee Miposaur Trackball

Wie schon erwähnt gibt es auch eine eigene App zum Miposaur, diese ist für Android uns iOS erhältlich, und enthält nochmal einiges an Features und verschiedenen Minigames für den Saurier. So kann er mit verschiedenem digitalen Futter gefüttert und damit seine Stimmung beeinflusst werden (Fleisch: gut; alte Socken: schlecht). Sie bietet aber auch die Möglichkeit zur Fernsteuerung und dazu, Musik vom Smartphone abzuspielen, zu der er dann natürlich auch „tanzt“. Hat man einen zweiten Miposaur (oder einen anderen geeigneten Roboter des Herstellers) kann man auch Kämpfe austragen. Auch zur App gibt’s ein Video, in diesem Fall von WowWee selbst, das die Funktionen erklärt. Dreht aber vielleicht den Sound ein bisschen runter.

Youtube Video Preview

Zeit für ein Fazit, und da muss ich meine Begeisterung mal ein wenig zügeln. Ja, der Miposaur hat einen gewissen Charme, und macht durchaus Spaß. Gelegentlich fühlt man sich dabei ertappt, in seinem Verhalten ein denkendes Wesen zu erkennen – da spricht aber vielleicht auch der Nerd bzw. das Wunschdenken aus mir. Und leider hat der Dino auch so seine Macken. Nicht alle Funktionen funktionieren einwandfrei, und nicht alle sind wirklich unterhaltsam. Die 180€, die GearBest für ihn haben wollte, halte ich für absolut überteuert, die mittlerweile knapp 60€ sind da deutlich realistischer (zumal man auch in anderen deutschen Online-Shops durchweg um die 100€ zahlt). Wer bereit ist, das Geld auszugeben, weil er vielleicht Kinder hat, die auf Dinosaurier stehen, oder sich selbst den Kindheitstraum des Dinosaurier-Haustiers erfüllen will, wird an dem Dino seine Freude haben.

Jens

Ich bin im Herbst 2015 zu China-Gadgets gestoßen, und habe mich seit dem vor allem in den Drohnen-Sport verliebt, und verfolge alles rund um Quadrocopter mit Leidenschaft. Und mein Handy ist sowieso schon lange ein „China-Phone“.

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Ein Kommentar

  1. Profilbild von Lutsch-und Ruderverein Essen
    Lutsch-und Ruderverein Essen

    Hab mal zugegriffen, danke!

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