Nothing Phone (4a) Pro Test: So erfindet sich der Mittelklasse-König neu!
Mit dem Nothing Phone (3a) Pro hat der Hersteller letztes Jahr wohl sein beliebtestes Smartphone bisher veröffentlicht. Nachdem das Phone (3) als Flagship danach eher kontrovers betrachtet wurde, geht der noch junge Hersteller mit dem Phone (4a) Pro einen neuen Weg. Ein Metall-Unibody, das stark überarbeitete Glyph Matrix Display & der bisher größte Zoom in einem Nothing Phone lassen das Nothing Phone (4a) Pro wie eine echte Reinkarnation anfühlen. Es ist aber auch teurer geworden – ob sich der Aufpreis trotzdem lohnt, klärt unser Test.
- Nothing Phone (4a) Pro (8/128 GB)
- Nothing Phone (4a) Pro (12/256 GB)
Inhalt
Technische Daten zum Nothing Phone (4a) Pro
| Display | 6,83″ LTPS flexible AMOLED, 1260 x 2800 px (440 PPI), 30 Hz bis 120 Hz adaptiv (Spitze bis 144 Hz), 5000 nits Peak-Helligkeit, Corning Gorilla Glass 7i |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 7 Gen 4 @ bis zu 2,8 GHz |
| Grafikchip | Qualcomm Adreno (integriert) |
| Kamera | Hauptkamera: 50 MP (Sony LYT-700C), ƒ/1.88, 1/1.56″, AF (PDAF), OIS & EIS Telekamera: 50 MP (Samsung JN5) Periskop, ƒ/2.88, 3,5x opt. Zoom, 140x AI Ultra Zoom, OIS Ultraweitwinkel: 8 MP (Sony IMX355), ƒ/2.2, 120° FOV |
| Frontkamera | 32 MP (Samsung KD1), ƒ/2.2, 1/3.42″ |
| Speicher | 128 / 256 GB UFS 3.1 (nicht erweiterbar) |
| Arbeitsspeicher | 8 / 12 GB LPDDR5X |
| Akku | 5080 mAh / 5400 mAh (Indien), 50 W Fast Charging (kein Wireless Charging) |
| Features | Glyph Matrix Display (137 LEDs), IP65 (getestet auf 25cm Untertauchen), opt. Fingerabdrucksensor, Stereo-Speaker |
| Konnektivität | Dual-SIM (eSIM), 5G, Bluetooth 5.4, WiFi 6, NFC, GPS |
| Betriebssystem | Nothing OS 4.1 (Android 16), 3 Jahre Updates & 6 Jahre Sicherheitspatches |
| Abmessungen / Gewicht | 163,66 x 76,62 x 7,95 mm / 210 g |
| Farben | Schwarz, Silber, Pink |
Wer schreibt diesen Test?
Hi, ich bin Thorben! Ich habe eigentlich so gut wie jedes Smartphone, insbesondere jedes Xiaomi-Smartphone, in der Hand und darf diese auf Herz & Nieren testen!
Kurzfazit zum Nothing Phone (4a) Pro
Das Nothing Phone (3) kriegt 2026 keinen Nachfolger, das Phone (4a) Pro ist also das stärkste Smartphone, das sie dieses Jahr veröffentlichten. Und die Aufgabe nimmt Nothing ernst: Der längste Zoom und der größte Akku in einem Nothing Phone bisher! Dazu kommt ein ganz neues Design, ein komplett verbessertes Display und Nothing OS mit drei Jahren Updates. Ganz ehrlich: Das Nothing Phone (4a) Pro ist bisher mein Favorit unter den Smartphones des Herstellers, das hat mir richtig Spaß gemacht.
Aber zur Wahrheit gehört auch, dass das Nothing Phone (4a) sehr nah dran und deutlich günstiger ist. Das Herz sagt „(4a) Pro“ aber der Verstand sagt „(4a)“.
- Display in jedem Punkt zum Vorgänger verbessert
- Gute Performance dank SD 7 Gen 4 & Nothing OS
- Neue Aluminium-Optik mit Rückeiten-Display
- Kamera absolut „städtetriptauglich“
- kein kabelloses Laden
- Akku nicht so groß wie bei Konkurrenz
- 90€ teurer als Vorgänger
- relativ nah an Phone (4a)
Design: Mut zum Aluminium
Mit dem ersten Nothing Phone hat der Hersteller, dessen Mitbegründer Carl Pei auch schon Mitgründer von OnePlus war, das Schlagwort „Transparenz“ auf dem Markt etabliert. Doch Zeiten ändern sich: Das Nothing Phone (4a) Pro verabschiedet sich größtenteils von der komplett transparenten Rückseite und setzt auf einen Metall-Unibody aus Flugzeug-Aluminium. Zur Auswahl stehen Schwarz, Silber und als neue Hero-Farbe ein schickes Pink. Mit 7,95 mm ist es das bisher dünnste Nothing Phone. Zwar ist es damit noch kein ausgewiesenes „Air“-Smartphone, liegt aber fantastisch in der Hand.

Ist das Design ein Rückschritt? Im Gegenteil. Für mich ist es das schönste Nothing Phone bisher. Es fühlt sich unheimlich wertig an und erinnert durch das markante Kameramodul fast ein wenig an das Xiaomi 17 Pro Max. Transparenz findet man nämlich nur noch genau dort: Das Kameramodul wirkt so, als ob man es mit Epoxidharz verewigt hätte, besteht aber einfach aus transparemten, gewölbtem Kunststoff. Optik ist natürlich zu 100 % Geschmackssache, aber nach dem etwas unglücklichen Design des Phone (3) bringt das 4a Pro definitiv den Premium-Faktor zurück.
Einziger kleiner Wermutstropfen: Es gibt nur ein IP65-Rating. Ein kurzes Tauchbad von bis zu 25 cm im Waschbecken oder der rettende Griff in die Pfütze sind laut Hersteller aber abgedeckt.
Ebenfalls im Kameramodul sitzt die neue Glyph Matrix. Die fällt stolze 57 % größer aus als zuletzt und integriert 137 Mini-LEDs, die mit bis zu 3.000 nits ordentlich strahlen. Fun Fact aus dem Alltagstest: Trägt man das Handy in der Bauchtasche, wird diese bei Benachrichtigungen leicht mit ausgeleuchtet. Spielereien wie „Flaschendrehen“ hat Nothing gestrichen, dafür konzentriert man sich auf nützliche Glyph Tools: Timer, Sonnen- und Mondposition, Akkustand oder die praktische Uhrzeit-Anzeige. Auch die „Essential Notifications“ sind an Bord – so leuchtet beispielsweise ein kleines Herz auf, wenn der Partner oder die Partnerin anruft.
Größeres, schnelleres & helleres Display
Beim Display gibt es objektiv wenig zu meckern, denn hier wurde fast jede Disziplin verbessert. Der Bildschirm wächst leicht auf 6,83 Zoll und bietet eine knackig scharfe Auflösung von 2800 x 1260p (440 ppi). Das smarte LTPS AMOLED-Panel regelt die Bildwiederholrate adaptiv auf bis zu 30 Hz herunter, um Strom zu sparen, und pusht bei Bedarf auf butterweiche 144 Hz. Hand aufs Herz: Den Unterschied zwischen 120 Hz und 144 Hz wird im Alltag kaum jemand sehen, aber die Animationen laufen absolut flüssig.
Besonders spürbar ist das Helligkeits-Upgrade. Mit 5.000 nits Peak-Helligkeit (bei HDR-Content), 1.600 nits Outdoor-Helligkeit und typischen 800 nits kann man das Display auch in der Frühlingssonne problemlos ablesen. Geschützt wird das 10-Bit-Display von Corning Gorilla Glass 7i – einem soliden Mittelklasse-Schutz. Der optische Fingerabdrucksensor sitzt unter dem Bildschirm. Für meinen Geschmack ist er etwas zu weit unten platziert, funktionierte nach anfänglichen Software-Rucklern (die ein Neustart behob) im Testzeitraum aber zuverlässig.
Die Kameras: Ein Städtetrip-Traum (mit einer Ausnahme)
Wir konnten die Kamera direkt mit auf einen Städtetrip nach London nehmen. Klar, die britische Hauptstadt sieht auf Fotos fast immer spektakulärer aus als der heimische Nieselregen in Leverkusen (sorry, Leverkusen!), aber das Phone (4a) Pro hat hier als Point-and-Shoot-Kamera extrem viel Spaß gemacht.
Das Highlight ist erneut die Periskopkamera, die in dieser Preisklasse eine echte Rarität bleibt. Sie liefert nun einen 3,5-fachen optischen Zoom – den weitesten, den es je in einem Nothing Phone gab. Architekturdetails in London ließen sich damit gestochen scharf einfangen. Auf dem Datenblatt prahlt Nothing zusätzlich mit einem 140-fachen „Ultra AI Zoom“ und übertrifft damit nominal sogar ein Xiaomi 17 Ultra. In der Praxis gilt aber: Länge ist nicht alles. Das 140x-Feature reicht aus, um weit entfernte Straßenschilder zu entziffern, ist für den Instagram-Feed aber unbrauchbar. Der optische 3,5x-Zoom hingegen ist Gold wert.
Der Hauptsensor ist der bewährte Sony LYT-700C (50 MP) mit optischer Bildstabilisierung (OIS). Die Bilder punkten mit einer tollen, sehr lebensechten Farbwiedergabe. Im direkten Vergleich pumpt selbst ein iPhone oft mehr künstlichen Kontrast in die Bilder. Ein Quäntchen mehr Grundschärfe wäre zwar manchmal nett und die hellen Bereiche (Highlights) reißen etwas zu schnell aus, aber das Farbprofil lässt viel Spielraum für die Nachbearbeitung. Bei Low-Light-Bedingungen merkt man dann jedoch, dass der Sensor eher aus der Mittelklasse stammt; hier nimmt die Qualität sichtbar ab.
Richtig gut gelungen sind die integrierten Filter, die man mit einem einfachen Wisch nach oben aufruft. Hier gibt es Voreinstellungen für Looks und Brennweiten, die stark an die extrem beliebten Filmrezepte von Fujifilm erinnern. Eine echte Kamera-Kooperation zwischen Nothing und Fuji würde hier eigentlich passen wie die Faust aufs Auge. Auch Schnappschüsse aus dem wackelnden Boot auf der Themse waren dank der schnellen Auslösezeit kein Problem. Die 32-MP-Selfiekamera liefert ebenfalls sehr ansehnliche Ergebnisse ab. Einzig die 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera fällt qualitativ stark ab: Weiche Ränder, fehlender Fokus und zu wenig Auflösung. Sie taugt eigentlich nur, wenn man den Fish-Eye-Effekt erzwingen will.
Performance & Akku: Schnell, aber mit Luft nach oben
Unter der Haube arbeitet der neue Qualcomm Snapdragon 7 Gen 4 Acht-Kern-Prozessor (bis zu 2,8 GHz). Auch wenn uns Nothing vor dem Release noch keine synthetischen Benchmarks durchführen ließ, zeigt die Praxis: Die Performance liegt geschätzt rund 10 % über dem 7s Gen 4 aus dem normalen Phone 4a. Das System läuft flüssig, Mikroruckler blieben völlig aus. Flankiert wird der Chip von 8 oder 12 GB LPDDR5X RAM sowie 128 oder 256 GB UFS 3.1 Speicher (nicht erweiterbar). Eine Runde Zocken oder etwas Bild- und Videobearbeitung sind absolut drin, lediglich bei den Exportzeiten merkt man den Unterschied zu Flaggschiff-Prozessoren.
Etwas Kritik muss sich Nothing beim Akku gefallen lassen. 5.080 mAh sind zwar der bisherige Bestwert für ein Nothing Phone, doch die asiatische Konkurrenz (Xiaomi, Honor etc.) verbaut dank moderner Silizium-Karbon-Technik in ähnlich dünnen Gehäusen oft mehr. Auch Nothing setzt hier auf Silizium-Karbon und verspricht immerhin eine Langlebigkeit von 90 % Restkapazität nach satten 1.200 Ladezyklen (etwa 3 Jahre Nutzung). Man kommt entspannt durch den Tag, verpasst kapazitätsmäßig aber etwas den Anschluss an den aktuellen Marktstandard. Indische Kunden bekommen übrigens 5.400 mAh spendiert. Geladen wird zügig mit 50 Watt (knapp eine Stunde für eine volle Ladung). Wichtig: Durch die Aluminium-Rückseite ist kabelloses Laden (Qi) bei diesem Modell nicht möglich.
Nothing OS mit leichten Anpassungen
Eines der stärksten Verkaufsargumente bleibt das Betriebssystem. Nothing OS 4.1 auf Basis von Android 16 verfeinert das bekannte „Digital Detox“-Design. Die monochromen Icons mögen anfangs ungewohnt oder gar anstrengend wirken, lenken im Alltag aber deutlich weniger ab – genau das ist das Ziel. Auf Community-Feedback wurde gehört: Es gibt nun unter anderem unterschiedliche Klingeltöne für Dual-SIM-Nutzer.
Der „Essential Key“ wanderte auf die linke Seite und ruft den Essential Space auf – ideal, um smarte Screenshots oder Sprachnotizen zusammenzufassen. Das ist Nothing Neuerung mit dem Vorgänger gewesen und auf dem Spektrum von dem was mit KI möglich ist, eher unspektakulär, aber ich muss sagen, dass es meine „Recherche“ nach einer möglichen neuen Kamera vereinfacht hat. Über den „Playground“ (aktuell in der Beta) lassen sich eigene „Essential Apps“ und Widgets per Chatbot-Prompt bauen oder Kamerafilter und Equalizer-Profile der Community laden. Updates gibt es branchenübliche 3 Jahre (Android-Versionen) und 6 Jahre (Sicherheitspatches).
Fazit: Manchmal darf man beim Handykauf irrational sein
Kommen wir zum Elefanten im Raum: dem Preis. Das Nothing Phone (4a) Pro startet bei 479 € für die 8/128 GB Version. Der Vorgänger kostete zum Start 459 € – hatte da aber bereits 256 GB Speicher verbaut. Möchte man das (4a) Pro mit 256 GB, werden 549 € fällig. Das ist ein happiger Aufpreis von 90€. Carl Pei hatte das aufgrund der aktuellen Speicher-Krise zwar frühzeitig kommuniziert, dennoch schmerzt es im Portemonnaie.
Objektiv und streng nach Datenblatt betrachtet, ist das parallel erschienene, normale Nothing Phone (4a) der vernünftigere Kauf. Es bietet ein sehr ähnliches Display, denselben 5080 mAh Akku, das identische OS und sogar die gleiche 3,5-fach-Zoom-Kamera – und man spart gut 120 €. Wer rein logisch entscheidet, greift zum Standardmodell.
Aber ein Smartphone ist eben kein reines Datenblatt. Es ist ein Gegenstand, den wir täglich stundenlang in der Hand halten. Die Verarbeitung, der kühle Aluminium-Unibody, das besondere haptische Feedback und dieser sehr eigenständige Look machen das Nothing Phone (4a) Pro zu einem Gerät, das man einfach gerne nutzt. Mir persönlich ist es den Aufpreis wert. Seht ihr das auch so, oder gewinnt bei euch die Vernunft? Schreibt es uns in die Kommentare!
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FAQ: Häufige Fragen zum Nothing Phone (4a) Pro beantwortet
💧 Ist das Nothing Phone (4a) Pro komplett wasserdicht?
Das Smartphone verfügt über ein IP65-Rating. Damit ist es zwar nicht vollständig gegen dauerhaftes Untertauchen geschützt, aber sehr widerstandsfähig gegen Spritzwasser. Laut Hersteller sind ein kurzes Tauchbad von bis zu 25 cm im Waschbecken oder der schnelle Griff in eine Pfütze abgedeckt.
📲 Unterstützt das Gerät Dual-SIM und eSIM?
Ja, das Nothing Phone (4a) Pro ist Dual-SIM-fähig und unterstützt auch die Nutzung einer eSIM. Eine praktische Neuerung in der Software (Nothing OS 4.1) ist zudem, dass Dual-SIM-Nutzer nun unterschiedliche Klingeltöne für ihre jeweiligen Nummern einstellen können.
⚖️ Was sind die Unterschiede zum günstigeren Nothing Phone (4a)?
Das normale Nothing Phone (4a) ist rund 120 € günstiger und teilt sich viele technische Daten mit dem Pro-Modell, darunter das ähnliche Display, den 5.080 mAh Akku, das Betriebssystem und sogar die Kamera mit dem 3,5-fachen optischen Zoom. Das Pro-Modell hebt sich durch eine etwa 10 % stärkere Performance (Snapdragon 7 Gen 4 statt 7s Gen 4) und vor allem durch sein Premium-Design ab: Der Metall-Unibody aus Flugzeug-Aluminium und die besondere Haptik machen hier den Unterschied.
🔋 Wie stark ist der Akku und gibt es kabelloses Laden?
Mit 5.080 mAh verbaut Nothing den bisher größten Akku in einem seiner Smartphones, der problemlos für einen intensiven Tag ausreicht. Geladen wird zügig mit 50 Watt per Kabel. Ein wichtiger Kompromiss des neuen Designs: Wegen der Aluminium-Rückseite unterstützt das Phone (4a) Pro leider kein kabelloses Laden (Wireless Charging).
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