Aus für PortaSplit? Midea äußert sich zum Verbot

Midea_PortaSplit_Nachfolger

Die Midea PortaSplit ist aufgrund der Hitzewelle der letzten Wochen wohl das mit Abstand beliebteste Gadget zur Zeit. Leute bauen sogar extra Websites, um die Verfügbarkeit in Shops minütlich zu aktualisieren. Aber es gibt ein Problem: Aufgrund der neuen EU-F-Gase-Verordnung 2024/573 wird die PortaSplit wohl verboten. Jetzt äußert sich der Hersteller aber und verspricht eine neue Version!

Warum wird die PortaSplit verboten?

Die besagte EU-F-Gase-Verordnung 2024/573 sorgt für einen schrittweisen Ausstieg von teilflourierten Kohlenwasserstoffen und für den Ausbau von klimafreundlicheren Alternativen. Die PortaSplit arbeitet mit dem synthetischen Kältemittel R32, welches ein Treibhauspotenzial von 675 aufweist. Ein Kilogramm davon schadet der Umwelt also so wie 675 kg CO2. Dieses Kältemittel ist somit bald nicht mehr erlaubt und dementsprechend dürfen Geräte wie die PortaSplit nicht mehr verkauft werden. Das Aus für die PortaSplit, wie wir sie kennen, ist also besiegelt.

Midea PortaSplit Buero

Alle, die bereits die PortaSplit besitzen, sind davon aber nicht betroffen. Es handelt sich hier nur um eine Regelung für Neugeräte. Bisher war aber unklar, als was für ein Gerät die PortaSplit aufgrund ihres Hybrid-Status eingestuft wird. Denn abhängig davon greift die neue Verordnung ab 2027 oder 2029. Jetzt hat sich Midea aber gegenüber MobiFlip geäußert und es scheint, als ob die Verordnung schon 2027 für Midea greift!

Midea plant mit nahtlosem Übergang

Wie Midea berichtet, werden aktuell noch weiter Midea PortaSplits produziert. Klar, die Nachfrage ist aktuell riesig und bis 2027 dürfen die Geräte noch importiert werden. Die Regelung gilt für erstmaligen Verkauf und Import auf dem EU-Markt. Lagerbestände können dann wohl doch noch verkauft werden, so Midea. Auch der Support, z.B. im Falle eines häufigen P1-Fehlers, bleibt für diese Modelle bestehen. Der Hersteller deutet auch direkt einen Nachfolger an, denn man „arbeitet an entsprechenden Lösungen mit natürlichen Kältemitteln für kommende Produktgenerationen“. Eine „Midea PortaSplit 2“ (kein offizieller Name) scheint also in Planung zu sein.

Wie der Hersteller aber auch zugibt, ist die Umstellung auf ein alternatives Kältemittel ein komplexer Prozess. Naheliegend wäre hier z.B. R290, also Propan. Das ist mit einem GWP von 3 (neuere Berichte reden sogar nur von 0,02 GWP) deutlich umweltfreundlicher und kommt auch schon oft bei z.B. Monoblock-Klimaanlagen zum Einsatz. Das Problem: Es ist aber auch hochentzündlich. Das verschärft die Sicherheitsvorkehrungen massiv, da man auch mindestens um die 300 g Propan bräuchte, um die bisherige Kühlleistung von 12.000 BTU zu erreichen. Durch die zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen würde die neue PortaSplit wohl definitiv spürbar teurer werden.

Was heißt das für euch?

Midea bleibt noch vage, schließlich will man potenzielle Kunden nicht beunruhigen und natürlich auch noch den aktuellen Hype mitnehmen. Wenn ihr eine Midea PortaSplit bekommt, könnt ihr also noch bedenkenlos zur aktuellen Generation greifen. Es sei denn natürlich, ihr stört euch persönlich an dem hohen GWP-Wert. Die PortaSplit wird wohl bald wieder verfügbarer sein, allerdings sicher auch nicht zu den Bestpreisen, die wir aus dem Anfang des Jahres gewohnt sind.

Wir aktualisieren Angebote zu der Midea PortaSplit hier. Dafür solltet ihr am besten auch unsere CG-App installiert haben, um die neusten Angebote nicht zu verpassen.

Quelle:

 

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Thorben

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