Mammotion zeigt Kante: Luba 4 AWD und SPINO S1 Pro gehen ans Äußerste
Zur diesjährigen IFA legt Mammotion nach und erweitert das hauseigene Portfolio nicht nur um eine neue Mähroboter-Generation, sondern wagt auch den Schritt ins nasse Element. Vor allem der angekündigte Luba 4 AWD lässt aufhorchen: Statt kleinerer Detailanpassungen packt der Hersteller nahezu jede Sensortechnologie hinein, die der Markt aktuell hergibt. Wir haben uns die technischen Daten und Versprechungen der Pressemitteilung genauer angesehen und ordnen die Neuheiten für euch ein.
Inhalt
Mammotion Luba 4 AWD: Drei Navigationstechnologien gegen den Signalverlust
Wer sich in den letzten Jahren mit kabellosen Mährobotern beschäftigt hat, kennt das Dilemma: Reine RTK-Systeme scheitern gern mal unter dichten Baumkronen, kamerabasierte Lösungen schwächeln bei Dämmerung oder diffusen Lichtverhältnissen, und reine LiDAR-Geräte haben ihre eigenen Tücken. Mammotions Antwort darauf im Luba 4 AWD nennt sich schlicht „Tri-Fusion Navigation“.
- Surround Quad-Vision: Ein 4-Kamera-System für eine lückenlose Rundumsicht.
- 360° LiDAR: Zur präzisen Laser-Distanzmessung und Hinderniserkennung in Echtzeit.
- NetRTK: Die satellitengestützte Positionierung, ergänzt durch Netzwerk-Korrekturdaten.
Auf dem Papier verspricht diese Fusion eine Positionierung völlig ohne Funkschatten und eine 360-Grad-Hindernisvermeidung. Ob die Software die Flut an Sensordaten im realen Gartenalltag verzögerungsfrei verarbeitet, wird erst ein ausführlicher Praxistest zeigen müssen. Dass Mammotion hier technisch aufrüstet, ist allerdings eine direkte Ansage an die Konkurrenz rund um den Dreame Roboticmower A3 (LiDAR + Kamera) oder Modelle wie den Segway Navimow i2.
Neues Fahrkonzept: Vorwärts, rückwärts, rasenschonend
Interessant ist das überarbeitete Antriebskonzept. Der Luba 4 AWD verfügt über einen echten Allradantrieb mit unabhängiger Vorderradlenkung („Zero-Turn“). Der Clou: Das Gerät arbeitet bidirektional. Der Roboter muss am Ende einer Mähbahn keine 180-Grad-Wende mehr vollziehen, die auf Dauer den Rasen an den Rändern zerwühlt, sondern wechselt einfach die Fahrtrichtung. Das spart Zeit und schont vor allem strapazierte Grasnarben bei nassem Untergrund.
- Luba 4 AWD (3000F / 6000F): Ausgelegt für 3.000 bzw. 6.000 Quadratmeter. Ausgestattet mit einem Doppel-Mähscheiben-System (440 mm Schnittbreite) und der Option auf ein separates Kanten-Trimm-Modul. Gerade letzteres könnte das leidige Nacharbeiten an Begrenzungsmauern endlich minimieren.
- Luba 4 AWD (12000F): Das Modell für parkähnliche Grundstücke bis 12.000 Quadratmeter setzt auf drei Mähscheiben mit satten 530 mm Schnittbreite.
SPINO S1 Pro: Mammotion traut sich ins Wasser
Mähroboter-Hersteller entdecken den Poolmarkt für sich – nach Beatbot und diversen anderen Brands bringt nun auch Mammotion einen kabellosen Poolreinigungsroboter namens SPINO S1 Pro auf die IFA-Bühne.
Technisch sticht vor allem ein Detail hervor: das AutoShoreCharge™-System. Der SPINO S1 Pro reinigt bis zu 300 m² große Pools völlig kabellos, fährt nach getaner Arbeit eigenständig an den Beckenrand, klettert aus dem Wasser und dockt auf einer externen Plattform am Beckenrand an, um sich wieder aufzuladen. Das Ganze soll über eine stabile Unterwasser-Kommunikation gesteuert werden.
Für die Navigation setzt das Gerät auf „ZonePilot™ AI Vision Mapping“ sowie Multi-Sensor-Fusion, um Verschmutzungen gezielt zu erkennen. Ein duales Walzensystem samt adaptiver Saugleistung soll Schmutz an Wänden und an der sensiblen Wasserlinie lösen.
Der Gedanke, einen Poolroboter nicht mehr nach jedem Zyklus per Hand aus dem Wasser fischen und an das Ladekabel hängen zu müssen, klingt verlockend. Premium-Geräte wie der Beatbot AquaSense Pro tauchen nach dem Reinigen immerhin an die Oberfläche auf – das komplette Verlassen des Beckens stellt mechanisch jedoch eine ganz andere Herausforderung dar. Hier wird sich zeigen müssen, wie zuverlässig das Andockmanöver bei unterschiedlichen Poolrandkonstruktionen im Langzeitbetrieb funktioniert.
Einschätzung
Mammotion liefert auf dem Papier genau das ab, was Enthusiasten fordern: Mehr Redundanz bei der Sensorik gegen die typischen Aussetzer im Schatten von Gebäuden und Bäumen sowie mechanische Verbesserungen gegen Rasenverschleiß.
Der Luba 4 AWD könnte bei gelungener Software-Abstimmung ein echter Maßstab für anspruchsvolle Grundstücke werden. Beim SPINO S1 Pro steht und fällt der Komfort mit der Zuverlässigkeit der automatischen Ausstiegs- und Dockingfunktion. Wir behalten die Geräte im Auge, konnten sie aber bisher nicht testen und uns nur auf der IFA Messe in Berlin genauer anschauen.
Quelle:
- Mammotion Pressemitteilung
Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.







Kommentar schreiben