Sony ULT Tower 5 Bluetooth Lautsprecher als „Mini PA“ für 399€
Der Sony ULT Tower 5 bringt mit Cinch, XLR-In sowie XLR-Out Anschlüsse, die man eher von der Bühne als von einer Gartenparty kennt. Aber schafft es der neue ULT Tower 5 auch klanglich zu überzeugen? Das klären wir in diesem Test.
- Sony ULT Tower 5
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Inhalt
Kurzfazit & Vor- und Nachteile
Der Sony ULT Tower 5 ist ein kraftvoller Hybrid aus klassischer Partybox und mobiler Mini-PA-Anlage. Mit seinen professionellen Anschlüssen und dem massiven Bass eignet er sich hervorragend für den weitreichenden Outdoor-Einsatz oder Karaoke-Abende. Wer das hohe Gewicht für den Transport in Kauf nimmt, erhält einen herausragenden und flexiblen Lautsprecher für große Feiern.
- Starker Bass
- Ungewöhnliche Anschlussvielfalt
- Hochwertige Verarbeitung & App
- Hohes Gewicht nur bedingt Transportabel
- Keine Audiokabel im Lieferunfang
- IPX4 nur bei vertikaler Ausrichtung
Großes Paket, minimaler Inhalt
Im Lieferumfang befindet sich lediglich das Netzkabel und eine Bedienungsanleitung. Dass Sony bei der Anschlussauswahl nicht zumindest ein Cinch-Kabel beigelegt hat, ist schade, aber man kann zumindest direkt starten.
Ein Brecher im schickem Look
Der Lautsprecher kommt in schlichtem Schwarz daher und besitzt ein Kunststoffgehäuse. Praktisch ist, dass man ihn sowohl vertikal als auch horizontal aufstellen kann, dafür gibt es an beiden Seiten entsprechende Gummifüße.
Die Maße liegen bei 358 x 534 x 280 mm, ein ordentlicher Brocken mit einem Gewicht von stolzen 12,7 kg. Man trägt den Lautsprecher nicht wirklich, man schleppt ihn eher. Für den kurzen Weg, zum Beispiel vom Auto in den Garten ist das okay. Alles, was über ein paar hundert Meter hinausgeht, wird schnell zu einer Qual. Damit ist er zwar grundsätzlich portabel, aber praktisch nur sehr bedingt. Dank Schutzklappe vor den Anschlüssen ist er mit IPX4 gegen Spritzwasser geschützt, allerdings nur bei vertikaler Aufstellung, nicht bei horizontaler.
An der Verarbeitung des Sony Ult Tower 5 habe ich nits zu beanstanden. Vor allem das große Metallgitter auf der Vorderseite sorgt für einen hochwertigen Look, ergänzt durch den prominenten ULT-Knopf mit Drehrad. Haptisch gibt es hier nichts zu meckern, alles wirkt solide und gut verarbeitet.
Sound des Sony ULT Tower 5
Die Basis bilden ein Woofer mit ca. 230 mm sowie zwei Hoch-/ Mitteltonlautsprecher mit jeweils ca. 60 mm. Diese sind schräg im Gehäuse verbaut und strahlen nach außen. Dadurch beschallt der Lautsprecher eine größere Fläche, statt den Sound nur starr geradeaus zu drücken. Laut Hersteller erreicht der Sony ULT Tower 5 eine maximale Ausgangsleistung von 300 Watt.
Im Test empfinde ich die Höhen als klar definiert, was dem gesamten Klangbild eine gute Struktur gibt. Beim Bass merkt man die Größe des Subwoofers deutlich. Er liefert spürbar mehr Punch in den tiefen Frequenzen als kleinere kompaktere Konkurrenten. Das Ergebnis ist ein druckvolles Fundament, das gerade bei elektronischer Musik seine Wirkung entfaltet.
Im Test in unserem eher kleinen Studio ist die Wirkung fast schon erschreckend. Schon mittlerer Lautstärke ist im Raum brachial laut. Aufgrund des massiven Basses hat alles gescheppert. Der Sony ULT Tower 5 ist definitiv als Outdoor-Lautsprecher konzipiert, das habe ich an dieser Stelle zu spüren bekommen.
Vergleicht man ihn mit dem Soundcore Rave 3S, ist der Sony ULT Tower 5 insgesamt überlegen. Er klingt aufgeräumter und hat mehr Kraft in den Tiefen. Der Abstand zwischen den beiden ist allerdings nicht so riesig, wie man es bei diesem Preisunterschied vielleicht erwarten würde.
Viele Knöpfe & Sound Connect App : So steuert man den Sony ULT Tower 5
Die Bedienung ist auf verschiedene Zonen verteilt. Auf der Oberseite finden sich die klassischen Tasten An/Aus, Bluetooth sowie Play/Pause Tasten.
Das Zentrum der Steuerung sitzt an der Vorderseite. Hier gibt es den ULT-Knopf, mit dem man die verschiedenen Equalizer-Modi umschaltet. Direkt darum herum ist ein Drehrad verbaut, über das die Lautstärke reguliert wird.
Die Rückseite ist funktionaler und wirkt fast schon wie ein kleines Mischpult aufgebaut. Ein weiteres Drehrad erlaubt den Wechsel zwischen den Eingangsmodi: Line 1, Line 2, USB-A, USB-C und Bluetooth. Daneben gibt es dedizierte Knöpfe für Multipairing, Stereo Pairing, die Stamina-Funktion sowie die Steuerung des RGB-Lichts. Für Karaoke-Einlagen stehen zudem Regler für Echo und Key Control bereit.
Wer das Gerät wirklich ausreizen will, muss in die Sound Connect App. Während man am Gehäuse nur grob umschaltet, bietet die App einen 10-Band-Equalizer, mit dem man einzelne Frequenzbereiche präzise anpassen kann, nützlich, wenn der Bass im Raum zu sehr dröhnt oder die Stimmen untergehen.
Auch die Beleuchtung ist hier deutlich flexibler: Man kann nicht nur Farben wählen, sondern verschiedene Lichtmodi einstellen und diese mit dem Rhythmus synchronisieren. Die App dient also weniger als Fernbedienung, sondern eher als Kontrollzentrum für das Fine-Tuning von Sound und Optik. Im Test funktioniert die Steuerung tadellos.
Sony ULT Tower 5: Konnektivität und Laufzeit
Neben dem Funkbetrieb bietet der Sony ULT Tower 5 eine beachtliche Auswahl an physischen Schnittstellen:
- Cinch-In
- XLR-In
- XLR-Out
- USB-A-Port
- USB-C-Anschluss
- Mikrofoneingang (6,3 mm).
Diese Ausstattung macht den Lautsprecher zu einer Art „Live-Equipment“. Während andere Partyboxen auf Playlisten beschränkt sind, lässt sich hier problemlos ein Mikrofon für Karaoke oder ein Instrument anschließen. Der XLR-Ausgang ermöglicht zudem die Weiterleitung des Signals an weitere Geräte.
Kabellos setzt Sony auf einen Bluetooth 5.3 Chipsatz, der neben den SBC- und AAC-Standard-Codecs auch den hochauflösenden LDAC-Codec unterstützt. Wer jedoch High-Res-Sound nutzt, muss einen Kompromiss eingehen, denn LDAC ist spürbar weniger energieeffizient als etwa AAC.
Laut Sony soll der Akku bis zu 20 Stunden durchhalten. Im Test zeigt sich, unter bestimmten Bedingungen, dass dieser Wert durchaus realistisch ist. Wer den Lautsprecher mit dem effizienteren AAC-Codec betreibt und die Lautstärke bei etwa 50 % hält, kommt in die Nähe dieser Laufzeit. Sobald man jedoch die Lautstärke hochdreht oder auf LDAC wechselt, sinkt die Betriebsdauer entsprechend.
Fazit: Ein echter „Live-Party-Lautsprecher“
Lohnt sich der Griff zum Sony ULT Tower 5? Wenn man eine reine Bluetooth-Box sucht, um gelegentlich Musik im Garten zu hören, ist dieser Bluetooth-Lautpsrecher eigentlich schon zu viel des Guten. Auch das Gewicht spielt dabei eine Rolle, weite Wege zu Fuß möchte man ihn nicht von A nach B schleppen.
Der Sony ULT Tower 5 besetzt eine interessante Nische zwischen klassischer Partybox und Mini PA-Anlage. Durch die XLR- und Cinch-Anschlüsse sowie den Mikrofoneingang ist er ein echter Live-Party-Lautsprecher, der weit über das bloße Abspielen von Spotify-Playlisten hinausgeht.
Klanglich liefert er im Test eine starke Performance. Er ist definierter als der Soundcore Rave 3S und besitzt einen brachialen Wumms, der in kleinen Räumen alles zum Beben bringt. Die Verarbeitung ist sehr gut, die App hat viele Funktionen und in Sachen Konnektivität vermisst man hier sowohl kabelgebunden als auch kabellos nichts.
Wer also einen Bluetooth-Lautsprecher sucht, der zwar eine Herausforderung beim Transport darstellt, aber klanglich und technisch die Grenze zum Semi-Pro-Equipment verwischt, bekommt hier ein extrem solides Paket. Für den Preis ist der Sony ULT Tower 5 auch eine Ansage an die Konkurrenz von JBL & Co.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Sony ULT Tower 5 beantwortet
🏋️♂️ Wie schwer und portabel ist der Sony ULT Tower 5?
Mit seinen 12,7 kg ist der Lautsprecher ein ordentlicher Brocken, der sich eher für kurze Transportwege eignet. Für längere Strecken zu Fuß ist er schlichtweg zu schwer.
💦 Ist der Sony ULT Tower 5 wasserdicht?
Dank IPX4-Zertifizierung ist der Lautsprecher gegen allseitiges Spritzwasser geschützt. Dieser Schutz gilt allerdings nur bei vertikaler Aufstellung, da sonst die Schutzklappe für die Anschlüsse ihre Wirkung verliert.
🔋 Wie lange hält der Akku des Sony ULT Tower 5?
Bei mittlerer Lautstärke und Nutzung des effizienten AAC-Codecs erreicht der Akku realistische 20 Stunden Laufzeit. Wer die Lautstärke voll aufdreht oder den hochauflösenden LDAC-Codec nutzt, muss mit einer kürzeren Betriebsdauer rechnen.
🔌 Welche Anschlüsse bietet der Lautsprecher?
Neben Bluetooth 5.3 bietet das Gerät Cinch-In, XLR-In, XLR-Out, USB-A, USB-C und einen 6,3 mm Mikrofoneingang. Damit lassen sich problemlos externe Geräte, Instrumente oder Mikrofone für Karaoke anschließen.
🎛️ Lässt sich der Klang individuell anpassen?
Ja, über den prominenten ULT-Knopf am Gehäuse können verschiedene Equalizer-Modi umgeschaltet werden. Für eine präzise Feinabstimmung bietet die Sound Connect App zudem einen vollwertigen 10-Band-Equalizer.
💡 Kann man die RGB-Beleuchtung steuern?
Ja, die Beleuchtung lässt sich über einen Knopf auf der Rückseite oder deutlich detaillierter per App anpassen. Dort können Farben und Lichtmodi ausgewählt und mit dem Musikrhythmus synchronisiert werden.
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