Huawei Watch D3 vs Blutdruckmessgerät: Was lohnt sich für wen?
Die Huawei Watch D3 ist Huaweis neueste Smartwatch, mit der man tatsächlich Blutdruck messen kann. Dafür integriert sie sogar ein Luftkissen inkl. Mikropumpe! Damit ist sie fast die einzige Uhr auf dem Markt, die diesen vitalen Wert tatsächlich messen kann – Apple, Samsung & Co. setzen nämlich nur auf einen PPG-Sensor. Aber wie schlägt sie sich im Vergleich mit einem herkömmlichen Blutdruckmessgerät?
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Inhalt
Huawei Watch D3: Luftkissen mit Mikropumpe!
Das absolute Alleinstellungsmerkmal der D-Serie bleibt natürlich der mechanische Airbag im Armband: Eine integrierte Mikropumpe bläst das Band auf und liefert euch medizinisch verwertbare Blutdruckwerte. Unter der Haube setzt Huawei hier auf eine münzgroße Piezoelektrik-Mikropumpe (gerade einmal 19 x 19 x 2,5 mm), die per Hochfrequenz-Vibration Luftdrücke von bis zu 299 mmHg (Einheit für Druck) aufbaut.
Damit das Ganze am Handgelenk nicht drückt, kommt ein zweilagiges Airbag-Design zum Einsatz. Es passt sich beim Aufpumpen perfekt der Handgelenksform an, was nicht nur den Tragekomfort steigert, sondern auch für präzisere Messwerte sorgt. Unterstützt wird das durch einen extrem stabilen Sandwich-Zugriemen aus Makromolekular-Materialien mit Fluor-Kautschuk, der ein Dehnen des Armbands verhindert. Auch die exzellente ambulante 24-Stunden-Blutdruckmessung (ABPM) ist bei der Watch D3 wieder an Bord und misst nachts vollautomatisch sowie flüsterleise.
Damit die Uhr dabei nachts beim Schlafen nicht wie ein Klotz am Handgelenk hängt, hat Huawei das Gehäuse verkleinert: Die Watch D3 ist mit 11,4 mm fast zwei Millimeter dünner als der Vorgänger. Trotz des schlankeren Gehäuses wächst das schicke AMOLED-LTPO-Display leicht auf 1,92 Zoll an.
Das Blutdruckmessgerät
Ein herkömmliches Blutdruckmessgerät benutzt ein sehr ähnliches Messverfahren wie die Huawei Watch D3. Wir haben zum Vergleich das beliebteste Modell auf Amazon geordert, das Beurer BM27, dessen Messgenauigkeit auch klinisch validiert ist und von der Hochdruckliga empfohlen wird. Im Gegensatz zur D3 messen die meisten Blutdruckmessgeräte an dem Oberarm und nicht am Handgelenk, die Pumpe kann aufgrund des größeren Geräts deutlich größer sein und die Manschette ist ebenfalls deutlich größer.
Es gibt natürlich auch dedizierte Blutdruckmessgeräte, die an dem Handgelenk messen, die Oberarmmessung ist aber noch deutlich populärer und wird von Ärzten bevorzugt. Das liegt daran, dass die Messung am Oberarm automatisch auf Herzhöhe liegt und dass die Arterie (Arteria brachialis) hier deutlich dicker ist, wodurch das Signal stärker sein sollte.
Huawei Watch D3 vs Beurer BM27: Das konnten wir testen
Vergleicht man beide Geräte, liegen die Unterschiede natürlich auf der Hand. Der erste ist dabei die schiere Größe: Ein klassisches Blutdruck-Messgeräte mit Manschette ist natürlich deutlich klobiger. Klar, es ist nicht schwer und somit portabel und theoretisch kann man es auch im Rucksack mit ins Büro oder in den Urlaub nehmen. Aber es ist jedes mal auch ein bewusster Vorgang die Manschette anzulegen. Die Huawei Watch D3 ist dagegen immer an deinem Körper, außer wenn sie lädt und du kannst die Messung sofort starten, wenn du möchtest.
In der Benutzung fällt auch auf, dass die Messung mit der Huawei Watch D3 etwas angenehmer ist. Ja, es entsteht logischerweise auch ein leichter Druck auf das Handgelenk, die Messung am Oberarm mit der Manschette ist aber deutlich fester und unangenehmer. Das kann man aber sicherlich in Kauf nehmen.
Das Beurer BM27 ist dabei natürlich ein dediziertes Gerät, bietet dabei aber immerhin auch sogar Profile und kann bis zu 30 Messungen speichern. Die Watch D3 bietet neben der Blutdruck-Messung aber noch die Messung diverser Vitalparemeter, über 100 Sportmodi, kontaktloses Bezahlen per Curve Pay, Musiksteuerung und Benachrichtigungen, um nur einige Funktionen zu nennen.
Am wichtigsten ist aber wohl vor allem die Frage: Wie genau messen denn beide Geräte? Wie hoch sind die Abweichungen. Dafür haben wir an einem Tag 12 Messungen durchgeführt und die Werte verglichen. Daraus ergibt sich eine prozentuale Abweichung von ca. 5% bei dem systolischen Wert, wobei dieser bei dem Beurer tendenziell höher ausfällt und 5% bei dem diastolischen Wert, der bei der D3 im Durchschnitt höher ausfällt. Das ist absolut im Rahmen, da es sich hier um respektive -6 mmHg und +4 mmHg handelt. Medizinische Blutdruckmessgeräte für Zuhause müssen eine technische Genauigkeit von +- 3 mmHg aufweisen.
Huawei Watch D3 kann sich lohnen
Beide Geräte haben ihre Vor- und Nachteile, wobei gerade der Preis wohl der entscheidende Faktor ist. Das Beurer BM27 bzw. generell Blutdruckmessgeräte kosten bei Amazon rund 20 bis 30€, die Huawei Watch D3 kostet da das 15-fache. Dafür bietet sie auch deutlich mehr Funktionen und einen kompakten Formfaktor. Wer gelegentlich mal seinen Blutdruck messen will und grundsätzlich gesund ist, dem reicht auch das stationäre Blutdruckmessgerät. Leute, die aber z.B. blutdrucksenkende Mittel nehmen oder Probleme mit dem Herzen haben, können sich mit der Huawei Watch D3 wirklich kontinuierlich bewachen und kriegen eine astreine Smartwatch.
Dafür ist der Startpreis von 449€ zwar etwas höher als bei anderen Smartwatches, dafür gibt es aber auch eine einzigartige, gut funktionierende Blutdruckmessung. Mit unserem Gutscheincode ACGQ3W20 bekommt ihr noch 20€ Rabatt und wahlweise die FreeBuds SE oder die Scale 3 Waage sowie das Huawei Care-Paket dazu.
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