Motorola Signature 27: 12.000 Nits und ein echter Preisschock
Korrektur: Das Motorola Signature 27, welches in Kürze auf motorola.de verkauft werden wird, hat zum Glück doch einen 7.000 mAh Akku und nicht wie zuerst berichtet einen 5.500 mAh Akku. Da wurde uns leider eine falsche Information mitgeteilt.
Das Motorola Signature 27 will gleich mehrere Dinge auf einmal sein: ein Kamera-Flaggschiff mit 200-MP-Periskopkamera, ein Smartphone mit besonders hellem Tandem-AMOLED-Display und ein Gerät, das dank Zusammenarbeit mit der GrapheneOS Foundation auch bei der Sicherheit neue Wege gehen soll. Dazu kommt ein neuer Snapdragon-Flaggschiff-Chip. Aber auch der Preis von 1.899 Euro ist eine echte Ansage.
Inhalt
Technische Daten des Motorola Signature 27
| Display | 6,78 Zoll AMOLED Duo, 1,5K-Auflösung, bis zu 120 Hz, 12.000 Nits Spitzenhelligkeit, Gorilla Glass Ceramic 3 |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 |
| Grafikchip | Adreno GPU |
| Kamera | 50 MP Sony LYTIA L910 Hauptkamera (ƒ/1.6, OIS), 200 MP Periskop-Telekamera (3-facher optischer Zoom, OIS, bis zu 100-facher KI-Zoom), 50 MP Ultraweitwinkelkamera (122°), EVS-Action-Sensor, bis zu 8K-Video |
| Frontkamera | 50 MP (ƒ/1.9), PDAF, 4K-Video |
| Speicher | 256 GB / 512 GB UFS 4.1 |
| Arbeitsspeicher | 12 GB / 16 GB LPDDR5X |
| Akku | 7.000 mAh, 90 W kabelgebundenes Laden, 50 W kabelloses Laden, 4,5 W Reverse Charging per Kabel, 5 W Reverse Wireless Charging |
| Features | GrapheneOS-Unterstützung, IP68/IP69, MIL-STD-810H, Lautsprecher von Bang & Olufsen |
| Konnektivität | eSIM + Nano-SIM, 5G, 4G LTE, 3G, 2G, Wi-Fi 8, GPS, Galileo, GLONASS, BeiDou, NavIC, QZSS |
| Betriebssystem | Android 17, 7 Betriebssystemupdates, bis zu 7 Jahre Sicherheitsupdates |
| Abmessungen / Gewicht | 162,01 × 77,04 × 7,99 mm, 227 g |
| Farben | PANTONE Coal Smoke, PANTONE Capulet Olive |
| Preis | 1.899 Euro (UVP) |
Ungewöhnliches Kameradesign und eine 200-MP-Periskopkamera
Das auffälligste Merkmal auf der Rückseite ist zweifellos das neue Kameramodul. Die ungewöhnliche Anordnung erinnert an alte iPhone-Memes, in denen die Kameras immer größer und auffälliger wurden. Motorola setzt hier auf einen eigenständigen Look – ob der gefällt, ist natürlich Geschmackssache.
Technisch ist die Kameraausstattung durchaus interessant. Die Hauptkamera nutzt einen 50-MP-Sensor vom Typ Sony LYTIA L910 mit ƒ/1.6-Blende und optischer Bildstabilisierung. Dazu kommt eine 200-MP-Periskopkamera mit dreifachem optischem Zoom. Die dritte Kamera auf der Rückseite ist eine 50-MP-Ultraweitwinkelkamera mit einem Sichtfeld von 122 Grad. Durch Pixel-Binning entstehen bei normalen Aufnahmen allerdings 12,5-MP-Bilder. Auf der Vorderseite sitzt eine 50-MP-Selfiekamera, die auch 4K-Videos aufnehmen kann.
Eine Besonderheit ist der zusätzliche Action Sensor. Er misst unabhängig von den Kameras Veränderungen der Lichtintensität auf Pixelebene und soll so bei schnellen Bewegungen helfen. Zusammen mit der Action-Shot-Funktion soll das für schärfere Aufnahmen sorgen. Motorola verweist außerdem auf das Gold-Label von DXOMARK. Das ist ein netter Hinweis, ersetzt aber natürlich keinen eigenen Test.
12.000 Nits: Das Display klingt beeindruckend
Das Display gehört zu den großen Highlights des Motorola Signature 27. Motorola verbaut ein 6,78 Zoll großes AMOLED Duo Tandem mit 1,5K-Auflösung und einer Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Die Tandem-Technik soll für eine höhere Helligkeit und Effizienz sorgen.
Als Spitzenwert nennt der Hersteller bis zu 12.000 Nits. Das klingt zunächst absurd hell, ist aber ein Wert, den man einordnen muss: Er wird nur bei einem sehr kleinen Bildbereich von einem Prozent erreicht. Auf dem gesamten Display ist diese Helligkeit nicht zu erwarten.
Auch beim Sound will Motorola in der Oberklasse mitspielen. Die Lautsprecher wurden in Zusammenarbeit mit Bang & Olufsen abgestimmt und unterstützen Dolby Atmos sowie Hi-Res Audio. Fünf Mikrofone sollen für eine gute Sprachaufnahme sorgen.
Neuer Snapdragon-Chip und großer Akku
Im Motorola Signature 27 steckt der Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6. Damit setzt Motorola auf einen aktuellen High-End-Chip von Qualcomm. Beim Speicher gibt es je nach Version 12 oder 16 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher sowie 256 oder 512 GB UFS-4.1-Speicher. Für die Kühlung setzt Motorola auf ein Wärmeleitgel und eine Vapor Chamber.
Ursprünglich haben wir über einen kleineren 5.500 mAh Akku in Deutschland berichtet. Dabei handelte es sich um einen Fehler in der Pressemitteilung von Motorola. Auch das bei motorola.de verkaufte Motorola Signature 27 wird einen 7.000 mAh bieten. Geladen wird kabelgebunden mit bis zu 90 Watt und kabellos mit bis zu 50 Watt.
GrapheneOS-Unterstützung ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal
Eine der spannendsten Neuerungen ist die angekündigte Zusammenarbeit mit der GrapheneOS Foundation. Das Motorola Signature 27 soll künftig GrapheneOS unterstützen. Das alternative Android-System legt besonderen Wert auf Datenschutz und Sicherheit und ist bislang vor allem mit Google-Pixel-Smartphones verbunden.
Wichtig ist allerdings: GrapheneOS ist nicht ab Werk installiert. Motorola hat auch noch keinen konkreten Zeitplan für die Verfügbarkeit genannt. Weitere Details sollen in den kommenden Monaten folgen. Das ist ein interessantes Versprechen, aber zum Verkaufsstart noch kein fertiges Kaufargument.

Ab Werk läuft Android 17. Motorola verspricht sieben große Android-Updates und Sicherheitsupdates für bis zu sieben Jahre. Endlich bietet auch Motorola eine lange Softwareunterstützung.
1.899 Euro: Motorola verlangt richtig viel Geld
Das Motorola Signature 27 soll in Deutschland in den kommenden Wochen auf den Markt kommen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 1.899 Euro. Und das ist wirklich mal eine Ansage.
Auf dem Papier bringt das Signature 27 einiges mit: einen neuen Snapdragon-Flaggschiff-Chip, eine vielseitige Kameraausstattung mit 200-MP-Periskopkamera, ein sehr helles Tandem-AMOLED-Display und eine ungewöhnlich spannende Perspektive durch die angekündigte GrapheneOS-Unterstützung. Auch die lange Update-Garantie ist ein Pluspunkt. Aber ganz ehrlich: Lange Updates bietet auch die Konkurrenz und GrapheneOS dürfte den Alltagsuser eher weniger interessieren. Die 12.000 Nits beim Display sind ein Spitzenwert unter speziellen Messbedingungen und kein Versprechen für den normalen Alltag.
Zum Glück war die 5.500 mAh Akkukapazität ein Fehler und man bekommt auch in Deutschland den großen 7.000 mAh Akku. Bleibt abzuwarten wie sich das Smartphone in der Praxis schlägt.
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