Sage & Ninja im Visier: Xiaomi zeigt Edel-Siebträger!
Xiaomi macht ja bekanntlich alles und dazu gehören auch Siebträgermaschinen. Davon hat Xiaomi sowohl in China als auch in Europa aber schon Budget-Modelle rausgebracht, die aber eher in der günstigen Preiskategorie mit erheblichen Nachteilen gespielt haben. Im Rahmen des Stars des Xiaomi 18 Pro Max hat man auch die neue „Xiaomi Mijia Semi-Automatic Espresso Machine Pro“ vorgestellt. Ist das ein möglicher Ninja- oder sogar Meraki-Killer?
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Xiaomi macht jetzt auch Premium!
Wer sich fragt, warum Xiaomi auch Siebträgermaschinen macht: In China gibt es seit einigen Jahren einen regelrechten Kaffee-Boom, der in den nächsten 5 Jahren sogar noch stärker ausfallen soll. Da will auch Xiaomi ein Stück vom Kuchen, fokussiert sich mit der Espresso Machine Pro jetzt aber auf das Premium-Segment. Das sieht man schon am Design: Statt billigem Kunststoff gibt es eine hochwertige Optik mit gebürstetem Edelstahl. Dazu setzt der Hersteller auf Akzente aus Nussbaum-Holz, sowohl beim Siebträger als auch bei dem Hebel für die Dampflanze.
Das kombiniert man mit einer integrierten LED-Anzeige für die wichtigsten Brühparameter und mit vier haptischen Tasten unter dem Manometer. Damit erinnert sie mich optisch vor allem an die E2 und T2 des Schweizer Herstellers Zuriga. Im Gegensatz zu diesen Siebträgermaschinen handelt es sich hier aber um ein 2-in-1 Gerät, sprich Xiaomi integriert die Mühle ins Gehäuse und kommt auf Abmessungen von 319 x 343 x 428 mm bei einem Gewicht von 11,34 Kg.
Xiaomi versucht einem den Einstieg in die Heimbaristawelt zudem einfacher zu machen, denn der Lieferumfang fällt üppig aus. Es gibt ein Siebe für Single- und Doppel-Shots, einen Doppelausguss, Milchkännchen, Tamper sowie einen Dosierring, Distributor, Bariasta-Mikrofasertuch, Reinigungsbürste, Reinigungsnadel sowie eine Tamping-Ablage. Da fehlt eigentlich nur noch eine Waage, die ist aber tatsächlich in der Maschine integriert.
Bedienung per Drehknopf
Man bedient das Ganze wahlweise über einen farbigen TFT-Drehknopf/Manometer an der Front oder natürlich über die Mijia-App. Darüber könnt ihr satte neun Brühparameter wie Pre-Infusionszeit, Extraktionsmenge oder Temperatur feinstufig anpassen und auf über 100 abrufbare Rezepte zugreifen. Die Bedienung erinnert mich dabei irgendwie an meinen Xiaomi Air Fryer.
Xiaomi Mijia Pro Espressomaschine hat integrierte Waage
Statt ein Vollautomat zu sein, der euch auf Knopfdruck einfach ein Getränk ausspuckt, versteht sich die Mijia Pro eher als smarte Assistenz für die manuelle Espresso-Zubereitung. Mit an Bord ist eine intelligente Druckkurven-Analyse: Das System überwacht den Brühdruck in Echtzeit und spuckt euch nach jedem Bezug einen übersichtlichen Graphen aus.
Anhand der Daten erkennt die Maschine direkt, ob euer Espresso unter-, über- oder perfekt extrahiert ist. Passend dazu gibt es Tipps für den nächsten Shot – zum Beispiel den Mahlgrad nachzujustieren oder den Druck beim Tampern zu anzupassen. Als jemand, der Monate brauchte um Espressozubereitung zu verstehen, finde ich das eine praktische Starthilfe. Für viele waschechte Baristas ist die integrierte Mühle aber sicher ein Kritikpunkt – Stichpunkt: Reparierbarkeit. Das Scheibenmahlwerk aus 420er Edelstahl misst die Kaffeemenge aber direkt auf 0,1 Gramm genau ab.
Fast schon ungewöhnlich für das Preissegment ist, dass unter der Haube ein echtes Dual-System mit zwei separaten Pumpen und zwei Heizblöcken werkelt. Der riesige Vorteil: Ihr könnt gleichzeitig Espresso beziehen und Milch aufschäumen, was so bei einer Thermoblock-Maschine wie meiner Sage Barista Express nicht möglich ist. Fünf NTC-Sensoren an den wichtigsten Stellen (inklusive Brühkopf und Wassertank) sollen zusammen mit einem PID-Algorithmus für eine gute Temperaturstabilität während der Extraktion sorgen.
Zudem gibt es ein automatisches Milchschäumsystem, auch für Milchalternativen, damit vielleicht sogar direkt zum Start die Latte Art gelingt. Ungewöhnlich ist nicht nur der separate Heißwasserausguss, sondern auch der Wasserkreislauf für „Kaltgetränke“, womit die Maschine wohl auch Cold Brew brühen kann.
Kommt die Xiaomi Mijia Espressomaschine Pro nach Europa?
Der Markt für Siebträgermaschinen boomt – öffnet nur mal euer Instagram – und jahrelang ging es eigentlich um die klassischen Italiener: Rocket, Lelit, Bezzera oder La Marzocco. Seit ein oder zwei Jahren gibt es aber auch immer mehr neue Hersteller und semi-automatische Lösungen wie die Meraki Espressomaschine, Ninjas Luxe Premier Café oder die nunc. Espressomaschine. Und genau siedelt sich auch Xiaomi an, die mit der Xiaomi Mijia Pro Espressomaschine eine wirklich interessante Option veröffentlichen. Bisher allerdings nur in China und dort auch schon für einen stolzen Preis von 4999 Yuan, was ca. 650€ entspricht.
Wir versuchen irgendwie ein Testexemplar zu besorgen, aber bezweifeln, dass es die Maschine jemals auf den deutschen Boden schaffen wird. Denn bei so einem Investment erwarten Kunden natürlich auch Garantie und eine gute Reparierbarkeit, was schwer werden könnte. Andererseits: Der Xiaomi Cooking Robot hat es auch irgendwie hier her geschafft.
Schlägt euer Barista-Herz für diese Maschine?
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