Befreiungsschlag? Nothing Headphone (1) Pro ANC Over-Ears für 349€
Ist das Nothings Rettung? Mit den neuen Nothing Headphone (1) Pro muss der Hersteller erfolgreich sein, um die Zeiten von kappen Margen im Smartphone-Geschäfft überleben zu können. Idealerweise bräuchte es einen Hype wie ihn seiner Zeit „Beats by Dr. Dre“ ausgelöst haben. Das vielseitige Pro-Modell bringt im Test das Potenzial dafür mit und ist ein deutlicher Qualitätssprung im Vergleich zum Headphone (1).
- Nothing Headphone (1) Pro
Inhalt
Kurzfazit & Vor- und Nachteile
Der Nothing Headphone (1) Pro überzeugt im Test als gelungenes Upgrade. Er liefert ein edles Design, starkes ANC auf Flaggschiff-Niveau und spürbar verbessertem Sound mit neuem Triple-Treiber-Systems. Kritisch fällt vor allem das unpraktische „Form over Function“-Etui auf, das den weiterhin nicht einklappbaren Kopfbügel im Rucksack ungeschützt lässt. Bei einem Preis von 349 Euro ist der Over-Ear technisch zwar stark aufgestellt, aber kein rein pragmatischer Preis-Leistungs-Sieger gegenüber Konkurrenzmodellen von Anker oder Sony. Das Pro-Modell ist daher eine klare Empfehlung für Design-Enthusiasten, die sich in die extravagante Optik, die spielerische Bedienung und die haptische Verarbeitung verlieben können.
- ANC auf Flagship-Niveau
- Deutlich verbesserte Klangqualität
- Hochwertige Verarbeitung mit Glas
- Angenehmer Tragekomfort mit abnehmbaren Polstern
- Case schützt Bügel nicht
- Ohrmuscheln nicht klappbar
- Kopfbügel mit Kunststoffmantel
Form über Funktion: Extravagantes Case oder vorbei am Nutzen?
Neben den Kopfhörern findet man in der Verpackung ein USB-C-auf-USB-C-Ladekabel, ein 3,5 mm Klinkenkabel und eine Bedienungsanleitung. Die größte Kontroverse der Nothing Headphone (1) Pro ist jedoch das neu gestaltete Transport-Case.
Während der Vorgänger mit einem klassischen Hardcase kam, das den gesamten Kopfhörer schützte, geht Nothing beim Pro-Modell einen anderen Weg. Das Case besteht aus Hartplastik und erinnert auf den ersten Blick etwas an eine Brotdose. Über einen Druckknopf mit Schnappverschluss lässt sich das Case aufklappen. Im Inneren offenbart sich eine gummierte Einlage, die exakt an die Außen- und Innenseiten der Hörer angepasst ist. Die Ohrmuscheln sitzen darin wie angegossen und sind durch das Hartplastikgehäuse gut geschützt. Auf der Vorderseite prangt dezent ein kleiner „Nothing“-Schriftzug.
Ähnlich wie bei dem fragwürdigen Etui der AirPods Max umschließt auch das Nothing Case lediglich die Ohrmuscheln. An der Oberseite befinden sich zwei Aussparungen, aus denen der Kopfbügel herausragt. So lässt sich der Kopfhörer wie ein Handtäschchen am Bügel tragen. Nothing setzt hier auf den Design-Lifestyle-Faktor und möchte den Over-Ear auch als modisches Accessoire präsentieren.
Wenn man den Kopfhörer aber gerade nicht wie eine Handtasche trägt, sondern ihn unterwegs im Rucksack oder Koffer transportiert, bleibt der Kopfbügel ungeschützt. Auch wenn dieser nicht extrem anfällig wirkt, besteht im Reisegepäck durchaus die Gefahr einer Beschädigung.
Aus meiner Sicht sollte das Transport-Case den gesamten Kopfhörer sichern, gerade in der Preisklasse. Diese essenzielle Funktion erfüllt das neue Etui nicht. Es ist ein Fall von „Form over Function“, ein stylisches Statement, das am eigentlichen Nutzen eines Transport-Cases leider vorbeischießt.
Design mit Premium-Feinschliff
Die Nothing Headphone (1) Pro sind in Schwarz und Silber erhältlich. Das Gewicht liegt bei 327 Gramm bei leicht veränderten Maßen von 90,2 x 174,4 x 78 mm. Geblieben ist die IP52-Zertifizierung, wodurch der Kopfhörer weiterhin gegen das Eindringen von Staub und leichtes Spritzwasser geschützt ist.
Das markante, transparente Element auf der Außenseite der Ohrmuscheln gibt es auch bei der Pro-Version. Doch dieses Mal setzt Nothing auf 9H Panda Glas anstelle von Kunststoff. Das ist ein gutes Upgrade, da der Kunststoff des Vorgängers im Alltag anfällig für Kratzer ist. Zudem hat das Element unter dem Glas nun mehr Tiefe. Beim Vorgänger wirkte das Innenleben flach und lag direkt am Kunststoff an. Hier gibt es nun ein rundes, hervorgehobenes Element in der Mitte mit einigen Millimetern Tiefe. Dieses runde Element sieht aus wie der 40-mm-Treiber, auch wenn unklar ist, ob man hier wirklich den Treiber selbst oder lediglich eine Kunststoffkappe sieht.
Auch der Aluminiumbody der Hörer wurde aufgewertet. Während das Kunststoffelement beim Headphone (1) noch in den flachen Aluminium-Body eingesetzt war, ist die Einfassung hier komplexer. Der Aluminium-Rahmen wölbt sich in einem 90-Grad-Winkel nach oben und fasst die flache Glasscheibe ein. Dieser höhere Fertigungsaufwand macht sich optisch und haptisch bemerkbar, wodurch der Kopfhörer auf mich noch einmal hochwertiger wirkt.
Nach meinem persönlichen, rein subjektiven Geschmack gefällt mir das schwarze Modell sehr gut, es sieht edel aus, wohingegen das silberne Modell etwas abfällt. Das Innenleben hinter dem Glas ist auch beim silbernen Modell schwarz gehalten und das sorgt in Kombination mit dem hellen Aluminium für einen harten Kontrast. Hier hätte ein helles Innenleben wie beim silbernen Vorgänger das Design meiner Meinung nach harmonischer abgerundet.
Weiterhin lassen sich die Hörer am Kopfbügel nur drehen und leider nicht einklappen. Dafür ist der Kopfbügel selbst minimal breiter geworden und die abnehmbaren Ohrpolster bestehen aus einem weicheren Schaumstoff. Dieser wirkt sich für Brillenträger positiv auf den Tragekomfort aus, dazu aber später mehr.
Ein Wermutstropfen bleibt
Einen kleinen Kritikpunkt gibt es bei den Materialien dennoch. Da das neue Transport-Case den Kopfbügel ungeschützt lässt, hätte ich mir gewünscht, dass der Bügel anstelle von Kunststoff mit Metall ummantelt ist, um mögliche Beschädigungen besser vorzubeugen. An der Verarbeitung als solches habe ich jedoch nichts auszusetzen.
Nothing Headphones (1) Pro mit Triple- statt Single-Treiber
Während die Nothing Headphone (1) mit einem dynamischen Treiber mit einem Membrandurchmesser von 40 mm ausgestattet sind, ist die Hardware zur Klangerzeugung des Pro-Modells komplexer. Auch hier kommt ein 40-mm-Treiber zum Einsatz, dieser wird jedoch um zwei weitere Treiber ergänzt.
Zusätzlich ist ein dynamischer Präzision-Treiber mit einem Membrandurchmesser von 13 x 8 mm verbaut, dessen Aufgabe es ist, Schwächen im Mitteltonbereich des Vorgängers auszugleichen. Ein weiterer xMEMS-Treiber mit den winzigen Maßen von 3,2 x 6,0 x 1,15 mm ist dediziert für die feinen Details in den Höhen zuständig.
Im direkten Vergleichstest der beiden Generationen fällt sofort der präsentere Mittelton des Pro-Modells auf. Stimmen und Teile von Instrumenten, gerade bei Rock und Pop, klingen deutlich präsenter. Auch im Hochton, bei der Darstellung feiner Details, ist die Verbesserung bei orchestraler Musik oder Live-Mitschnitten sofort hörbar. Insgesamt deckt der Kopfhörer ein spürbar größeres Frequenzspektrum ab, klingt voller, detailreicher und bietet eine weitere Bühne.
Neuer Flat-Modus & komplexe Equalizer Anpassungen
Besonders gut gefällt mir der neue Flat-Modus, bei dem das Klangbild nicht durch einen vorgeschalteten Equalizer verzerrt wird. Musik mit diesem Profil zu hören, macht mir vor allem bei Live-Mitschnitten im Bereich Pop, Rock sowie bei Film- und Orchestermusik viel Spaß. Die Wiedergabe ist natürlich und gerade der Bass überblendet hier keine feinen Details.
Darüber hinaus bietet die zugehörige App, wie auch schon beim Vorgänger, weitreichende Anpassungsmöglichkeiten. Man kann einen einfachen oder komplexen Equalizer anwenden sowie Presets von anderen Nutzern herunterladen, um das Klangbild exakt nach dem persönlichen Geschmack abzustimmen. Dabei zeigt sich der Nothing Headphone (1) Pro vielseitiger als sein Vorgänger.
Im Vergleich zum Vorgänger hat Nothing hier einen deutlich spürbaren Sprung in der Klangqualität und Vielseitigkeit hingelegt, was einem Pro-Modell aus meiner Sicht gerecht wird.
Nothing Headphone (1) Pro vs. Sony WH-1000XM6
Dass eine komplexe Triple-Treiber-Architektur nicht zwingend besser klingen muss, als ein klassisches Single-Treiber-System, zeigt der direkte Vergleich zwischen den Nothing Headphone (1) Pro und den Sony WH-1000 XM6.
Zwar kann der Nothing-Kopfhörer im Tieftonbereich mit den entsprechenden Equalizer-Einstellungen einen etwas wuchtigeren und übertriebeneren Bass generieren. Bei hochwertigen orchestralen Live-Mitschnitten fällt es mir mit dem Sony-Kopfhörer aber spürbar leichter, einzelnen Instrumenten zu folgen und diese separat herauszuhören. Beim Nothing Headphone (1) Pro ist diese Separation schwieriger. Das Klangbild wirkt im direkten Vergleich also ein klein wenig verwaschener, während der Sony-Kopfhörer dementsprechend noch etwas klarer auflöst.
ANC mit Sony Flagship-Niveau vergleichbar
Die Nothing Headphone (1) Pro sind mit fünf Mikrofonen pro Hörer ausgestattet, die Umgebungsgeräusche erfassen und einen Antischall erzeugen. Das gelingt den Nothing-Kopfhörern im Test sehr gut. Sie reduzieren Umgebungsgeräusche auf einem ähnlichen Niveau wie die Sony WH-1000 XM6.
Für mein Empfinden werden alltägliche Störgeräusche wie normale Gespräche oder das Klicken einer Tastatur von den Nothing-Kopfhörern sogar noch einen Hauch besser isoliert. Dafür dringen höhere Töne, wie beispielsweise das Schreien von Kleinkindern, beim Nothing-Modell etwas mehr durch als beim Sony-Kopfhörer.
Insgesamt performen beide Kopfhörer hier aber auf einem sehr starken Niveau. Gerade wenn noch eine Musiklautstärke von etwa 20 % bis 30 % hinzukommt, lässt sich die Umgebung bei beiden Modellen eigentlich vollständig ausblenden.
Headset und toller Tragekomfort
Bei unseren Test-Telefonaten mit den Nothing Headphone (1) Pro klingen Stimmen okay und sind für den Gesprächspartner gut verständlich. Es ist sicherlich nicht das klarste Headset auf dem Markt, aber alltägliche Umgebungsgeräusche werden solide herausgefiltert. An den Anker Space 2 Pro, der selbst bei Umgebungslautstärken von bis zu 90 dB noch problemlos Telefonate ermöglicht, reicht die Reduzierung der Umgebungsgeräusche hier nicht heran.
Etwas schwer tut sich die Geräuschunterdrückung, wenn die Umgebungskulisse primär aus anderen Stimmen besteht, wie beispielsweise in einem Café. In solchen Situationen fällt es der Software hörbar schwer, sauber zwischen den Umgebungsstimmen und der eigenen Stimme zu unterscheiden. Das kann gelegentlich zu Störgeräuschen führen. Insgesamt bleibt es aber ein solides Headset.

Dazu bieten die Kopfhörer einen angenehmen Tragekomfort. Da sie nicht zu den leichtesten Modellen gehören, eignen sie sich meiner Meinung nach nur bedingt für den Sport, wofür sie trotz IP52-Zertifizierung ohnehin nicht primär gedacht sein dürften. Dafür umschließen die weicheren, abnehmbaren Ohrpolster die Ohren sehr sanft. Im Test hatte ich auch bei längerem Tragen trotz Brillenbügeln keinerlei Druckstellen oder Ähnliches.
Spielerische Bedienung & Nothing X App
In Sachen Bedienung hat sich Nothing schon bei den Headphone (1) etwas Besonderes ausgedacht. Dieses bewährte Konzept wird beim Pro-Modell fortgeführt und sinnvoll ergänzt.
Bedienelemente an den Kopfhörern:
- Drehregler
- Kippschalter
- Bluetooth-Pairing-Knopf
- Sprachassistent-Knopf
- Flat-Schalter
Damit ist die Bedienung der Nothing Headphone (1) Pro genauso spielerisch intuitiv wie bei seinem Vorgänger und wurde aus meiner Sicht sinnvoll durch den Flat-Modus-Schalter ergänzt. Zudem gibt es nun auch einen Näherungssensor im Hörer, mit dem Musik automatisch pausiert, wenn man den Hörer abnimmt, bzw. fortsetzt, wenn man ihn aufsetzt.
Funktionen der Nothing X App:
- ANC-Steuerung: Wechsel zwischen aktiver Geräuschunterdrückung (vier Intensitätsstufen), Transparenzmodus und ausgeschaltetem ANC.
- Räumliches Audio: Aktivierung von räumlichem Audio in fünf individualisierbaren Modi.
- Umfangreicher Equalizer: Wahl zwischen einem einfachen und einem komplexen Equalizer zur Anpassung.
- Personalisierter Sound: Erstellung eines individuellen Equalizer-Profils basierend auf einem Hörtest.
- Audio Broadcast: Einschalten der Auracast-Technologie.
- Individualisierung: Tastenbelegungen der Bedienelemente können teilweise in ihren Funktionen individualisiert werden.
- Weitere Features: Niedriglatenzmodus, Aktivierung der dualen Geräteverbindung, Trageerkennung einschalten, „Kopfhörer finden“ per Signalton und Firmware-Updates.
Damit bieten die Kopfhörer eine vollständige Bedienung direkt an den Hörern mit diversen verschiedenen Knöpfen und Schaltern. Dazu bietet die App einen guten Funktionsumfang mit einem der am präzisesten regulierbaren Equalizer, den ich in einer Audio-App bisher gesehen habe.
Bluetooth-Reichweite & kabelgebundene Nutzung per Klinke und USB
Die Nothing Headphone (1) Pro sind mit einem aktuellen Bluetooth 6.1 Chipsatz ausgestattet. Dieser unterstützt neben den Standard-Audiocodecs AAC und SBC auch den hochauflösenden LDAC-Codec.
Im Praxistest zeigte sich die Bluetooth-Verbindung auf freier Fläche bis zu einer Distanz von etwa 12 Metern stabil. Das ist solide, aber auch nicht bahnbrechend. Innerhalb eines Raumes hat man keine Probleme mit der Verbindung. Geht man darüber hinaus, hängt die Reichweite maßgeblich davon ab, wie massiv die Hindernisse sind, die das Bluetooth-Signal überwinden muss.
Ein sehr praktisches Feature ist die duale Geräteverbindung. So kann der Kopfhörer beispielsweise gleichzeitig mit dem Handy und einem Laptop gekoppelt sein. Zusätzlich zur kabellosen Übertragung ist auch eine kabelgebundene Nutzung möglich. Hierfür steht nicht nur der klassische 3,5-mm-Klinkenanschluss zur Verfügung, sondern Audio lässt sich auch über den USB-C-Port übertragen.
Gute aber nicht überragende Akkulaufzeit
Die Akkukapazität der Nothing Headphone (1) Pro ist von 1040 mAh beim Vorgänger auf 1060 mAh gewachsen. Es dauert etwa zwei Stunden, um den Akku via USB-C vollständig aufzuladen. Mit dem Fast Charging Modus sollen laut Hersteller fünf Minuten Laden schon für bis zu vier Stunden Wiedergabe ohne ANC und bis zu zwei Stunden mit ANC ausreichen. Unter Verwendung des AAC-Codecs konnte ich im Test nach 5 Minuten Laden eine Musikwiedergabe von ungefähr anderthalb Stunden mit aktiviertem ANC erreichen.
Was die Gesamtlaufzeit betrifft, gibt Nothing mit ausgeschaltetem ANC bei 50 % Lautstärke und AAC-Codec bis zu 68 Stunden an. Mit eingeschaltetem ANC sollen bis zu 30 Stunden möglich sein. Unter Verwendung des LDAC-Codecs sind mit ausgeschaltetem ANC 53 Stunden und mit eingeschaltetem ANC bis zu 28 Stunden angegeben. Mit einer angegebenen Laufzeit von 30 Stunden (ANC an, AAC) bewegt sich der Kopfhörer auf einem vergleichbaren Niveau mit anderen Flaggschiff-Modellen.
Im Test konnte ich bei einer gemischten Lautstärke mit dem AAC-Codec eine Laufzeit von etwa 28 Stunden erreichen und mit dem LDAC-Codec eine Laufzeit von etwa 25 Stunden. Das liegt etwas unterhalb der Herstellerangabe. Im Großen und Ganzen kann man festhalten, dass die Herstellerangabe schon in Ordnung geht und die Akkulaufzeit im Alltag in einem erwartbaren Maß davon abweicht.
Fazit: Rettet dieser Kopfhörer Nothing?
Mit dem neuen Nothing Headphone (1) Pro hat der Hersteller, mal abgesehen von dem wirklich enttäuschenden Transport-Case, ein aus meiner Sicht rundes, vielseitiges Gesamtkonzept abgeliefert. Der Kopfhörer punktet mit einem hochwertigeren Design sowie besseren Materialien und bleibt dabei seiner Linie treu, auch wenn ich die silberne Version mit den schwarzen Hörerrückseiten optisch nicht ganz so gelungen finde.
Der Sound wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert und der Kopfhörer ist dank des Flat-Modus vielseitig einsetzbar, auch wenn er nicht ganz an die Brillanz eines Sony WH-1000XM6 herankommt. Das ANC performt jetzt auf Flagship-Niveau, dazu gibt es eine solide Akkulaufzeit, eine alltagstaugliche Headset-Funktion und eine tolle App mit extrem detaillierten Equalizer-Anpassungsmöglichkeiten für maximale Individualisierung.
Schade finde ich, dass man den Kopfhörer nach wie vor nicht einklappen kann, dass Nothing kein vernünftiges, schützendes Case in den Lieferumfang gepackt hat und dass der Kopfbügel weiterhin nur mit Kunststoff verkleidet ist, anstatt auch hier auf ein hochwertigeres Material zu setzen.
Preislich ist das Pro-Modell definitiv eine Hausnummer und man hat in diesem Preisbereich eine riesige Auswahl. Am Ende ist er technisch gut für sein Geld, aber nicht so überragend, als dass man ihn uneingeschränkt jedem empfehlen könnte. Als Käufer muss man sich, explizit in das Design verlieben und genau diese Optik haben wollen, dann ist das dein Kopfhörer. Ansonsten gibt es zum ähnlichen Kurs viele andere Alternativen, die an der einen oder anderen Stelle vielleicht sogar noch etwas besser performen. Ein Preis-Leistungs-Knaller ist der Kopfhörer nicht. Wer das bestmögliche Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, ist mit dem Anker Soundcore Space 2 Pro einfach besser beraten.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu den Nothing Headphone (1) Pro
💶 Was kosten die Nothing Headphone (1) Pro?
Die Nothing Headphone (1) Pro Starten zu einem Preis von 349 Euro, ob es in der Zukunft bessere Angebote geben wird, muss sich zeigen.
🎒 Lassen sich die Nothing Headphone (1) Pro einklappen?
Nein, die Ohrmuscheln lassen sich am Bügel nur drehen, aber nicht platzsparend zusammenklappen.
🔇 Wie gut ist das Active Noise Cancelling (ANC)?
Das ANC arbeitet auf Flaggschiff-Niveau und reduziert Umgebungsgeräusche ähnlich stark wie Sony WH-1000 XM6.
💦 Sind die Nothing Headphone (1) Pro wasserdicht?
Die Kopfhörer haben eine IP52-Zertifizierung. Sie sind somit gegen Staub und leichtes Spritzwasser geschützt, sollten aber nicht komplett nass werden.
🔌 Kann man die Nothing Headphone (1) Pro auch mit Kabel nutzen?
Ja, das ist problemlos möglich. Die Musikübertragung funktioniert nicht nur kabellos, sondern auch kabelgebunden über den 3,5-mm-Klinkenanschluss oder den USB-C-Port.
🎵 Welche Audiocodecs werden unterstützt?
Die Nothing Headphone (1) Pro unterstützen neben den Standard-Codecs AAC und SBC auch den hochauflösenden LDAC-Codec.
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