Redmi Band 4: Fitnesstracker für 22€ mit 21 Tagen Akku
Xiaomi bringt mit dem Redmi Band 4 einen neuen günstigen Fitnesstracker auf den Markt. Das Wearable kostet in China umgerechnet rund 22€, zeichnet 50 Sportarten auf und soll bis zu 21 Tage durchhalten. Dafür müsst ihr allerdings auf GPS und ein AMOLED-Display verzichten. Lohnt sich der günstige Einstieg?
Inhalt
Technische Daten des Redmi Band 4
| Display | 1,47 Zoll, IPS, 320 × 172 Pixel, 60 Hz, bis 450 Nits |
| Akku | 300 mAh, bis zu 21 Tage im Stromsparmodus, etwa 8 Tage bei regelmäßiger Gesundheitsüberwachung |
| Sportmodi | 50 |
| Gesundheit | Herzfrequenzmessung, SpO₂, Schlaf- und Stressüberwachung, Zyklusaufzeichnung |
| Konnektivität | Bluetooth 5.3 |
| GPS | Kein integriertes GPS |
| NFC | Nicht vorhanden |
| Wasserschutz | 5 ATM |
| Gewicht | 18 g ohne Armband |
| Dicke | 10,2 mm |
| Preis | 169 Yuan (umgerechnet rund 22€, China) |
| Deutschlandstart | Noch nicht bestätigt |
Redmi Band 4: Bekanntes Konzept, kleiner Preis
Das Redmi Band 4 ist kein Wearable, das die Fitness-Tracker-Welt neu erfinden will. Xiaomi setzt auf ein schmales Armband mit rechteckigem Display, Gesundheitsüberwachung und den üblichen Funktionen für den Alltag. Optisch erinnert das Modell stark an das Xiaomi Smart Band 11 Active. Der Rahmen wirkt metallisch, das Displayglas ist an den Kanten leicht abgerundet. Das Armband besitzt eine strukturierte Oberfläche.
Mit 18 Gramm ohne Armband und einer Gehäusedicke von 10,2 Millimetern fällt das Redmi Band 4 kompakt aus. Xiaomi bietet das Modell in China für 169 Yuan an, umgerechnet etwa 22€. Damit richtet es sich vor allem an alle, die ihre Aktivitäten aufzeichnen möchten, ohne viel Geld für eine Smartwatch auszugeben.
Display: Hier spart Xiaomi
Das Display misst 1,47 Zoll und löst mit 320 × 172 Pixeln auf. Die Bildwiederholrate liegt bei 60 Hz, die maximale Helligkeit bei 450 Nits. Xiaomi verbaut ein IPS-Panel statt eines AMOLED-Displays.
Für Uhrzeit, Nachrichten und Fitnessdaten reicht das grundsätzlich. Wer kräftige Farben, hohe Kontraste und ein besonders hochwertiges Display erwartet, sollte seine Ansprüche aber an den Preis anpassen. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung dürfte ein helleres Display Vorteile bieten.
50 Sportmodi und Gesundheitsfunktionen
Beim Funktionsumfang fällt der Rotstift weniger deutlich aus. Das Redmi Band 4 überwacht die Herzfrequenz und misst die Sauerstoffsättigung im Blut (SpO₂). Dazu kommen Schlaftracking, Stressüberwachung und Funktionen zur Zyklusaufzeichnung. Insgesamt stehen 50 Sportmodi zur Auswahl, darunter typische Aktivitäten wie Laufen und Radfahren.
Wichtig ist die Einordnung: Das Band besitzt kein integriertes GPS. Wer eine Laufstrecke exakt aufzeichnen möchte, ist deshalb auf die Unterstützung des verbundenen Smartphones angewiesen. Für grundlegendes Aktivitätstracking und die Kontrolle der eigenen Gewohnheiten dürfte die Ausstattung dagegen ausreichen.

Auch beim Schwimmen müsst ihr das Band nicht unbedingt ablegen. Es ist bis 5 ATM wasserdicht. Das entspricht einer Wasserdichtigkeit, wie sie bei vielen Fitnessarmbändern üblich ist, und macht das Modell auch für Schwimmeinheiten interessant.
21 Tage Akkulaufzeit – aber nur unter bestimmten Bedingungen
Ein echtes Argument ist die Akkulaufzeit. Der 300-mAh-Akku soll bis zu 21 Tage durchhalten. Dieser Wert gilt allerdings für den Stromsparmodus. Werden Gesundheitsdaten regelmäßig erfasst, nennt Xiaomi eine Laufzeit von etwa acht Tagen. Das ist immer noch ordentlich, liegt aber deutlich unter der prominent beworbenen Maximalangabe.
Zur weiteren Ausstattung gehören mehr als 100 Zifferblätter, Wetterinformationen, Benachrichtigungen und die Steuerung der Musikwiedergabe auf dem Smartphone. Verbunden wird das Band über Bluetooth 5.3. Laut den vorliegenden Angaben funktioniert das sowohl mit Android-Smartphones als auch mit dem iPhone.
Auf NFC für kontaktloses Bezahlen müsst ihr verzichten. In China werden zwar QR-Code-Zahlungen über WeChat und Alipay unterstützt, das ist aber nicht mit kontaktlosem Bezahlen per NFC gleichzusetzen.
Redmi Band 4: Kommt der Fitnesstracker nach Deutschland?
Zunächst startet das Redmi Band 4 in China. Xiaomi verlangt dort 169 Yuan, was rund 22€ entspricht. Einen offiziellen Preis für Deutschland oder einen bestätigten internationalen Marktstart gibt es bislang nicht.
Interessant ist deshalb auch der Blick auf die Konkurrenz aus dem eigenen Haus: Das Xiaomi Band 11 Active ist hierzulande bereits für rund 33€ erhältlich. Es bietet ein sehr ähnliches Grundkonzept. Ob sich das Redmi Band 4 für deutsche Käufer lohnt, hängt damit nicht nur vom Funktionsumfang, sondern auch davon ab, ob und zu welchem Preis Xiaomi es international anbietet.
Unser erster Eindruck: Das Redmi Band 4 ist ein einfacher Fitnesstracker ohne große Experimente. 50 Sportmodi, Gesundheitsfunktionen, Wasserschutz und eine lange Laufzeit lesen sich für rund 22€ ordentlich. Das schwache Display und das fehlende GPS zeigen aber, wo Xiaomi gespart hat. Für den Einstieg könnte das reichen – wer mehr Komfort möchte, sollte auch das Xiaomi Band 11 Active im Blick behalten.
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