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Nothing Headphone (a) Für 159€ im Test: Schickes Design zum günstigeren Preis

Mit den Nothing Headphone (a) hat Nothing eine günstigere Variante der Nothing Headphone (1) vorgestellt. Ähnliches Design, farbenfrohere Varianten und ein attraktiverer Preis bei gleicher innovativer Bedienung. Worauf muss man im Vergleich zum teureren Modell verzichten? Das klären wir hier.

Nothing Headphone a Titel

Kurzfazit & Vor- und Nachteile der Nothing Headphone (a)

Die Nothing Headphone (a) richten sich an junge, hippe stilbewusste Menschen. Das Design ist sicherlich Geschmackssache, aber mit dieser günstigeren Version der Headphone (1) nun etwas erschwinglicher und mit größerer Farbauswah versehen. Technisch ist der Kopfhörer solide, man muss ein paar kleinere Abstriche im Vergleich zur teureren Variante machen und auch aus dem eigenen Haus gibt es mit dem CMF Headphone Pro eine Preis-Leistung technisch bessere Alternative. Man muss dieses Design schon wollen, damit der Kopfhörer zu empfehlen ist.

  • Design wie teureres Modell
  • Farbauswahl
  • Bedienung
  • Nicht beste Preis-Leistung
  • Aufpreis für Design

Lieferumfang: Leicht abgespeckt

Im Vergleich zu den Nothing Headphone (1) kommt das günstigere Modell Headphone (a) mit einem deutlich reduzierten Schutz für unterwegs daher. Statt der stabilen Transportbox gibt es hier nur eine dünne Transporttasche, die die Kopfhörer zwar vor Kratzern bewahrt, aber kaum Schutz vor Stößen bietet.

Nothing Headphone a Lieferumfang

Während die Box des teureren Modells den Kopfhörer sicher umschließt und selbst bei heftigen Stößen Schäden verhindert, wirkt die Tasche des (a)-Modells eher wie eine einfache Einkaufstüte. Ansonsten bleibt der Lieferumfang identisch: Ein USB-C-zu-USB-C-Ladekabel, ein Klinkenkabel für die kabelgebundene Nutzung sowie eine Bedienungsanleitung sind ebenfalls enthalten.

Design: Ähnliches Design zum günstigeren Preis

Wer das Design der Nothing Headphone (1) attraktiv findet, aber nicht den vollen Preis zahlen möchte, bekommt mit den Nothing Headphone (a) ein fast identisches Modell. Kopfbügel, Ohrpolster und die Form des Hörerkorpus sind gleichgeblieben.

Nothing Headphone a und 1

Der einzige optische Unterschied besteht in der Rückseite der (a)-Variante. Sie ist nicht transparent mit den typischen Nothing-Design-Elementen, sondern einfach weiß bzw. undurchsichtig, dafür aber in den Farben Gelb, Rosa, Schwarz und Weiß erhältlich, während die (1) nur in Schwarz und Weiß kommt.

Mir persönlich gefällt, dass die Kopfhörer nicht großartig auftragen und sehr flach am Ohr anliegen, sodass der Kopf nicht unnötig breiter wirkt, ähnlich wie bei den Apple AirPods Max. Materialtechnisch besteht der Hörerkorpus der (1) aus Metall, was hochwertiger wirkt, während die (a)-Variante komplett aus Kunststoff gefertigt ist.

Nothing Headphone a Metallbuegel

Am Drehscharnier kommt jedoch bei beiden Modellen Metall zum Einsatz, was für eine lange Haltbarkeit spricht. An der Verarbeitung habe ich nichts auszusetzen. Natürlich ist Design immer auch eine Frage des Geschmacks, aber beide Varianten machen optisch einen soliden Eindruck.

Sound: Ausgewogene Abstimmung mit kleinen Kompromissen

Die Nothing Headphone (a) sind mit 40-mm-dynamischen Treibern ausgestattet, genau wie die teurere (1)-Variante und auch die CMF Headphone Pro.

Nothing Headphone a und CMF Headphone Pro

Im Test zeigen sich klangliche Ähnlichkeiten zwischen den (a) und den CMF Headphone Pro, allerdings betont die (a)-Variante die Mitten etwas stärker. Während die CMF Headphone Pro mit einem typischen „Badewannen-Equalizer“ (starker Bass, zurückgefahrene Höhen) aufwarten und damit besonders für Hip-Hop, R’n’B oder elektronische Musik Spaß machen, wirkt der Klang der (a) ausgewogener. Das gefällt mir persönlich besser für Pop, Rock oder klassische Musik.

Nothing Headphone a und 1 gestaplt

Im direkten Vergleich zu den Nothing Headphone (1) ist die klangliche Abstimmung zwar ähnlich, doch die (1) bieten eine etwas größere Soundbühne und eine detailreichere Abbildung einzelner Frequenzen. Dass der günstigere Kopfhörer klanglich nicht ganz an das teurere Modell heranreicht, war zu erwarten. Dennoch kann man mit dem Sound der (a) durchaus zufrieden sein – für den Preis ein fairer Kompromiss.

Aktive Geräuschunterdrückung: Überraschend nah an der teureren Variante

Nothing gibt für die Headphone (a) eine Geräuschunterdrückung von bis zu 40 dB an, während die (1)-Variante mit bis zu 42 dB wirbt. Ein Unterschied, der auf dem Papier marginal wirkt, trotz logarithmischer Skalierung, und das bestätigt sich auch in der Praxis. Zwischen beiden Modellen ist es für mich äußerst schwer, nennenswerte Unterschiede bei der ANC-Leistung herauszuhören. Lediglich bei Umgebungsgeräuschen mit schwankenden oder hohen Frequenzen hat die (1)-Variante die Nase ganz leicht vorn, aber der Unterschied ist kaum spürbar.

Nothing Headphone a stehend auf tisch

Im Vergleich zu den CMF Headphone Pro kann ich überhaupt keinen Unterschied in der Geräuschunterdrückung feststellen. Alle drei Modelle bieten im Endeffekt eine nahezu identische ANC-Leistung – sowohl im Test als auch laut Datenblatt.

Tragekomfort und Headset: Stabiler Sitz, aber mit kleinen Einschränkungen

Der Tragekomfort der Nothing Headphone (a) ist identisch zu dem der (1)-Variante. Die Hörer sitzen eng und stramm am Ohr. Das hat den Vorteil, dass sie selbst bei schnellen Bewegungen, etwa beim Sprinten oder Sport, stabil bleiben. Allerdings spüre ich als Brillenträger die Brillenbügel durch die Ohrpolster schon etwas. Es ist nicht schmerzhaft, aber spürbarer als bei anderen Modellen wie den CMF Headphone Pro. Für Brillenträger sind die Kopfhörer daher vielleicht nicht die beste Wahl, aber grundsätzlich überwiegt für mich der feste Sitz als positiver Aspekt.

Nothing Headphone a Tragekomfort

Das Headset liefert in ruhigen Umgebungen eine solide Leistung, kommt aber nicht an branchenführende Modelle heran. In lauten Umgebungen – etwa in der Innenstadt – dringen Umgebungsgeräusche jedoch zu stark durch, was Telefonate unangenehm machen kann. In ruhigen Situationen funktioniert die Sprachübertragung dagegen problemlos, auch wenn die eigene Stimme durch den Kopfhörer etwas blechern klingt. Alles in allem ist die Headset-Funktion für einen Over-Ear-Kopfhörer dieser Preisklasse in Ordnung, bietet aber noch Luft nach oben.

Bedienung: Innovative Regler und flexible Anpassung per Nothing X App

Die Bedienung der Nothing Headphone (a) wurde komplett von den (1) übernommen und das ist gut so. Die Kombination aus Schaltern und Reglern macht die Steuerung nicht nur einfach, sondern auch intuitiv. Jedes Element hat klar definierte Funktionen, was im Alltag für eine angenehme Nutzungserfahrung sorgt.

Nothing Headphone a Knoepfe

Am rechten Hörer befindet sich ein separater Pairing-Knopf, der etwas versteckt in der Innenseite sitzt. Auf der Rückseite ist ein Drehregler verbaut, der zusätzlich gedrückt werden kann. Drehen ändert die Lautstärke, kurzes Drücken pausiert oder startet die Musik, langes Drücken wechselt zwischen den ANC-Modi. Ein Kippschalter ermöglicht das Vor- und Zurückspringen von Titeln, und ein An-/Aus-Schiebeschalter rundet die physische Bedienung ab. Letzterer ist für mich persönlich etwas gewöhnungsbedürftig, da ich ihn oft vergesse umzulegen – aber das ist wohl eine Frage der Gewohnheit.

Trotz fester Funktionszuweisungen lässt sich die Bedienung in der Nothing X App teilweise anpassen. Hier gibt es einen 8-Band-Equalizer mit diversen Presets, mit dem sich individuelle Klangprofile erstellen und als Presets abspeichern lassen. Zudem bietet die App einen Bass-Boost, einen Niedriglatenzmodus, die Möglichkeit zur dualen Geräteverbindung und eine Signalton-Funktion, um die Kopfhörer wiederzufinden.

Der Funktionsumfang ist im Vergleich zu den (1) leicht abgespeckt, aber alle wichtigen Features sind vorhanden. Exklusiv für Nutzer eines Nothing Phones gibt es zudem den direkten Zugriff auf ChatGPT über die Kopfhörer, ein nettes Extra, das jedoch an die Hardware gebunden ist.

Bluetooth und Akkulaufzeit: Stabil und langlebig

Die Nothing Headphone (a) setzen auf einen Bluetooth-Chip der Version 5.4 und sind damit sogar etwas aktueller als das ältere (1)-Modell mit Bluetooth 5.3. Unterstützt werden die Codecs AAC, SBC und LDAC, was eine größere Übertragungsbandbreite und potenziell eine detailreichere Klangbühne ermöglicht.

Im Praxistest zeigt sich die Verbindung auf freier Fläche bis zu einer Distanz von etwa 15 Metern stabil. In geschlossenen Räumen hängt die Reichweite wie üblich von den Gegebenheiten ab, innerhalb eines Raums gibt es jedoch keine Probleme. Dank dualer Geräteverbindung lassen sich die Kopfhörer problemlos mit zwei Endgeräten gleichzeitig koppeln, etwa Smartphone und Laptop.

Nothing Headphone a Anschluesse

Mit einem 1060 mAh Akku ist die Kapazität nicht nur marginal größer als beim teureren Modell, sondern auch deutlich größer als bei den CMF Headphone Pro. Im Test erreiche ich bei gemischter Nutzung (50–70 % Lautstärke, ANC aktiv) eine solide Laufzeit von rund 65 Stunden erreichen, so ist bei moderater Nutzung ein wöchentliches Laden ausreichend. Nutzt man den LDAC-Codec, verkürzt sich die Laufzeit zwar aufgrund der höheren Übertragungsbandbreite, aber insgesamt bleibt die Akkuleistung überzeugend.

Fazit: Für Stilbewusste und Technikfans gedacht

Für wen eignen sich die Nothing Headphone (a)? Der größte Kompromiss liegt definitiv im Sound, denn im direkten Vergleich zum teureren Modell sind die Unterschiede hörbar, aber beide Kopfhörer bieten eine zufriedenstellende Klangqualität. Noch mehr als um die Leistung geht es hier jedoch um das Design – Nothing bietet mit den (a) die Möglichkeit, das innovative und außergewöhnliche Design der (1) zu einem günstigeren Preis zu ergattern.

Aus reiner Preis-Leistungs-Perspektive bleiben die CMF Headphone Pro aus dem eigenen Hause die bessere Option, was nicht überrascht. Die (a) richten sich an ein stilbewusstes, junges und hippes Publikum, das Wert auf Optik legt, aber auch an Technikbegeisterte, die die innovativen Bedienmöglichkeiten schätzen. Klanglich und in Sachen ANC bekommt man bei anderen Herstellern – und sogar im eigenen Sortiment – für weniger Geld durchaus mehr geboten. Hier zahlt man also auch für die Optik – und das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Die Farbauswahl unterstreicht die angestrebte Stilbewusstheit der Zielgruppe noch einmal.

Man kauft die (a) also nicht nur wegen ihrer Leistung, sondern auch, weil man sie einfach schön findet. Wir sind gespannt, wie sich der Preis in Zukunft entwickelt, und hoffen, dass wir den Kopfhörer bei kommenden Shopping-Events zu einem noch attraktiveren Preis sehen werden.

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Tim

Gadget-Nerd bei China-Gadgets seit 2015 und immer auf der Suche nach günstigen, hochwertigen Audio-Alternativen.

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