Nothing Phone (4a) Pro: So erfindet sich der Mittelklasse-König neu!
Mit dem Nothing Phone (3a) Pro hat der Hersteller letztes Jahr wohl sein beliebtestes Smartphone bisher veröffentlicht. Nachdem das Phone (3) als Flagship danach eher kontrovers betrachtet wurde, geht der noch junge Hersteller mit dem Phone (4a) Pro einen neuen Weg. Ein Metall-Unibody, das Glyph Matrix Display & der bisher größte Zoom in einem Nothing Phone lassen das Nothing Phone (4a) Pro wie eine Reinkarnation anfühlen. Es ist aber auch teurer geworden.
- Nothing Phone (4a) Pro
- bei Nothing ab 479€
Inhalt
Technische Daten zum Nothing Phone (4a) Pro
| Display | 6,83″ LTPS flexible AMOLED, 1260 x 2800 px (440 PPI), 30 Hz bis 120 Hz adaptiv, 5000 nits Peak-Helligkeit, Corning Gorilla Glass 7i |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 7 Gen 4 @ bis zu 2,8 GHz |
| Grafikchip | Qualcomm Adreno (integriert) |
| Kamera | Hauptkamera: 50 MP (Sony LYT-700C), ƒ/1.88, 1/1.56″, AF (PDAF), OIS & EIS Telekamera: 50 MP (Samsung JN5) Periskop, ƒ/2.88, 3,5x opt. Zoom, 70x Ultra Zoom, OIS Ultraweitwinkel: 8 MP (Sony IMX355), ƒ/2.2, 120° FOV |
| Frontkamera | 32 MP (Samsung KD1), ƒ/2.2, 1/3.42″ |
| Speicher | 128 / 256 GB UFS 3.1 (nicht erweiterbar) |
| Arbeitsspeicher | 8 / 12 GB LPDDR5X |
| Akku | 5080 mAh / 5400 mAh (Indien), 50 W Fast Charging |
| Features | Glyph Matrix Display (137 LEDs), IP65 (getestet auf 25cm Untertauchen), opt. Fingerabdrucksensor, Stereo-Speaker |
| Konnektivität | Dual-SIM (eSIM), 5G, Bluetooth 5.4, WiFi 6, NFC, GPS |
| Betriebssystem | Nothing OS 4.1 (Android 16), 3 Jahre Updates & 6 Jahre Sicherheitspatches |
| Abmessungen / Gewicht | 163,66 x 76,62 x 7,95 mm / 210 g |
| Farben | Schwarz, Weiß, Rosa |
Nothing zeigt sich nicht mehr so transparent
Mit dem ersten Nothing Phone hat der Hersteller, dessen Mitbegründer Carl Pei auch schon Mitgründer von OnePlus war, eine ganz neue Designsprache auf den Markt gebracht. „Transparenz“ ist hier das Stichwort, was sich nicht nur durch die Designsprache, sondern auch die sonstige Kommunikation äußert. Schließlich gibt man auf dem eigenen YouTube-Kanal auch ein Blick hinter die Kulissen, Entscheidungen und Prototypen. Auch Carl Pei äußert sich beispielsweise zur aktuellen Speicherkrise und stellte schon in Aussicht, dass die nächsten Nothing Phones deswegen teurer werden.

Das Nothing Phone (4a) Pro bietet jetzt einen Metall-Unibody und verzichtet zum Großteil auf die transparente Kunststoff-Rückseite, die wir z.B. aber noch im günstigeren Nothing Phone (4a) bekommen. Das Gehäuse aus Flugzeug-Aluminium ist in drei Farben erhältlich: Schwarz, Silber und Pink, wobei letztere die neue Hero-Farbe ist. Dazu gibt es „nur“ ein IP65-Rating, hält es laut Nothing aber aus für bis zu 20 Minuten 25 cm unterzutauchen. Fällt es also mal ins Waschbecken, sollte das kein Problem sein.
Das Phone (4a) Pro ist dabei mit 7,95 mm das dünnste Nothing Phone bisher, eine Alternative zu besonders dünnen „Air“-Geräten, ist es damit aber noch nicht. Ein bisschen Kunststoff gibt es aber dennoch und transparent zeigt sich das Kameramodul, welches die Triple-Kamera und die Glyph Matrix beherbergt. Die borgt man sich vom eigenen Flagship, vergrößert sie aber auf 137 Mini-LEDs, die bis zu 3000 nits erreichen. Damit kann man z.B. die verbleibende Akkukapazität oder einen Timer anzeigen. Über den eigenen Playground lassen sich noch weitere Glyph Tools finden, Spielchen wie Flaschendrehen vom Phone (3) sind aber nicht integriert. Da das Phone (4a) jetzt auch eine Glyph Bar hat, hat man sich von den klassischen Glyph LEDs wohl endgültig verabschiedet.
Größeres, schnelleres & helleres Display
Der Bildschirm misst jetzt 6,83“ statt 6,77“ und bietet eine 2800 x 1260p Auflösung, was scharfe 440 ppi Pixeldichte ergibt. Es handelt sich um ein LTPS AMOLED Display, was heißt, dass sich die Bildwiederholrate smart zwischen 30 und 144 Hz anpassen kann – ein neuer Spitzenwert für Nothing. Der Unterschied zwischen 120 und 144 Hz ist für viele vernachlässigbar, auf dem Papier aber ein technisches Upgrade. Die maximale Helligkeit beträgt nun sogar 5.000 nits, aber nur bei HDR-Content. Die typische Helligkeit liegt bei 800 nits, erkennt der Lichtsensor allerdings starke Sonneneinstrahlung, passt sich das Display auf bis zu 1600 nits an. Das 10bit Display stellt über eine Milliarde Farben dar und wird von einem Gorilla Glas 7i Schutzglas geschützt.
An der Seite befindet sich auch der Essential Key, der mit dem Vorgänger eingeführt wurde. Die „KI“-Taste, um smarte Screenshots zu machen und sie z.B. mit Sprachnotizen im Essential Space abzuspeichern, befindet sich jetzt aber auf der linken Seite.
Warum kein Silizium-Karbon-Akku?
Im Vergleich zum normalen (4a) bekommt das Nothing Phone (4a) Pro den Qualcomm Snapdragon 7 Gen 4, nicht die S-Version. Der Acht-Kern-Prozessor hat mit bis zu 2,8 GHz Taktfrequenz theoretisch noch mal etwas mehr Power auf der Brust, in der Praxis dürfte sich aber kein signifikanter Unterschied ergeben. Gefertigt wird er schon im effizienten 4 nm Verfahren und wird hier von 8 oder 12 GB LPDDR5X RAM sowie 128 oder 256 GB UFS 3.1 Massenspeicher begleitet. Der Speicher ist allerdings nicht per microSD-Karte erweiterbar.
Der Akku fällt mit 5080 mAh groß für Nothing aus, die bisher in der Regel bei genau 5.000 mAh verblieben sind. Der indische Markt erhält sogar einen 5400 mAh Akku – der Rest der Welt leider nicht. Das ist im Vergleich zur Konkurrenz von Xiaomi, Honor, Realme & Co. leider ein Kritikpunkt, schließlich verbauen die mit Silizium-Karbon die modernere Akkutechnik, die eine höhere Energiedichte bietet und somit höhere Kapazitäten erlaubt. Man sollte trotzdem problemlos durch den Tag kommen, verpasst hier aber den Anschluss. Dafür bietet das Handy 50W schnelles Laden und 7,5W Reverse Charging.
Zum Aufladen befindet sich ein USB-C 2.0 Port an der Unterseite, zudem gibt es einen Dual-SIM-Port mit eSIM Unterstützung. Single-GPS, Bluetooth 5.4, NFC zum kontaktlosen Bezahlen, 5G und WiFi 6 sind ebenfalls an Bord. Für den Sound sorgt ein Stereo-Speaker und für Telefonate oder Sprachaufnahmen integriert Nothing immerhin zwei Mikrofone.
Noch mehr Zoom!
Der Vorgänger konnte sich vor allem auch durch die Periskopkamera auszeichnen. Eine solche Zoom-Kamera für unter 500€ ist nach wie vor eine Rarität und mit dem Phone (4a) Pro setzt der Hersteller noch einen drauf: Die integrierte Telekamera bietet einen 3,5-fach optischen Zoom und sogar einen 140-fachen AI Ultra-Zoom. Zum Vergleich: ein Xiaomi 17 Ultra bietet eine 120-fache Vergrößerung – das sagt aber natürlich noch nichts über die Bildqualität aus. Dazu gibt es eine neue Hauptkamera mit dem Sony LYT-700C Sensor und ƒ/1.88 Blende sowie optischer Bildstabilisierung.
Die Ultraweitwinkelkamera knipst aber nur mit 8 Megapixeln und bietet einen 120° Aufnahmewinkel. Selfies schießt man mit 32 MP Auflösung und die Hauptkamera erlaubt 4K Videos bei 30 fps, eine saubere Slow-Motion-Aufnahme ist so aber nicht möglich.
Nothing OS mit leichten Anpassungen
Neben dem Design ist auch NothingOS einer der Alleinstellungsmerkmale des Herstellers, schließlich verfolgt man eine Art „Digital Detox“-Design mit monochromen App-Icons. Nothing OS 4.1 auf Basis Android 16 bekommt in der Generation ein paar kleinere Verbesserungen wie Größeneinstellungen für Startbildschirmkomponenten, unterschiedliche Klingeltöne für Dual-SIM Nutzer und schnellerer Öffnung von Apps.
Vom Nothing Phone (3) übernimmt man nicht nur den Essential Space, sondern auch die Essential Search. Das ist quasi ein in die normale Smartphone-Suche integrierter ChatBot. Neu sind auch die Essential Apps, die sich aktuell aber noch in der Beta befinden. Damit kann man selbst per Prompt Widgets bzw. „kleine Apps“ nach seinen Bedürfnissen bauen. Das Feature konnten wir aber noch nicht testen. Das Nothing Phone (4a) Pro bekommt drei Jahre Software- und sechs Jahre Security-Updates.
Leider teurer geworden
Die neue Optik des Nothing Phone (4a) Pro gefällt mir auf den ersten Blick gut, auch wenn es mal ein etwas anderer Ansatz für den Hersteller ist. Die Ausstattung ist für den Preis auch insgesamt sehr rund, der Snapdragon 7 Gen 4 ist z.B. auch im Motorola Edge 70, welches noch mal teurer ist. Schließlich startet das Nothing Phone (4a) Pro für 479€, hat jetzt aber nur 8/128 GB Speicher – der Vorgänger kam noch mit 256 GB. Nothing war es wohl wichtig unter der 500€ Grenze zu bleiben – verständlich. In der gleichen Ausstattung wie der Vorgänger kostet es 549€ – ist also 90€ teurer geworden. Das liegt wie von Carl Pei schon angekündigt wohl vor allem am Speicher, allerdings hat man auch die Verarbeitung deutlich verbessert. Hätten wir dafür auch einen größeren Akku bekommen, wer der Aufpreis noch verschmerzbarer. Tatsächlich bietet aber auch schon das normale Phone (4a) viele Features der Pro-Version wie das LTPS-Display, 3,5-fach Zoom und den 5080 mAh Akku.
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