OnePlus Nord 6: Flaggschiff-Look mit spürbaren Sparmaßnahmen

OnePlus schickt mit dem Nord 6 einen neuen Mittelklasse-Herausforderer ins Rennen. Optisch macht das Smartphone einiges her, da es die aktuelle Designsprache des Oberklasse-Modells OnePlus 15 übernimmt. Wer jedoch genauer hinsieht, entdeckt neben offensichtlichen Upgrades auch unverständliche Downgrades.
Inhalt
Technische Daten: OnePlus Nord 6
| Display | 6,78″ AMOLED, 2772 x 1272 px, 165 Hz, 3600 nits |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 8s Gen 4 |
| Grafikchip | Qualcomm Adreno 825 |
| Kamera | 50 MP Hauptkamera (OIS, ƒ/1.8) 8 MP Ultraweitwinkel (ƒ/2.2) |
| Frontkamera | 32 MP (ƒ/2.0) |
| Speicher | 256 GB / 512 GB (UFS 4.1) |
| Arbeitsspeicher | 8 GB / 12 GB |
| Akku | 7.500 mAh (Global) / 9.000 mAh (Indien), 80 Watt |
| Features | IP69K, In-Display-Sensor, Stereo-Lautsprecher, Kunststoff-Gehäuse |
| Konnektivität | DualSIM (keine eSIM), 5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC, USB 2.0 |
| Betriebssystem | OxygenOS 16 (Android 16) |
| Abmessungen / Gewicht | 162,5 x 77,5 x 8,5 mm / 210 g |
| Farben | Fresh Mint, Pitch Black, Quick Silver |
| Preis (UVP) | ca. 380 Euro |
Kunststoffgehäuse trifft auf Ausdauer-Akku
Wer das OnePlus Nord 6 in die Hand nimmt, dürfte schnell merken wo der Hersteller den Rotstift angesetzt hat. Sowohl der Rahmen als auch die Rückseite bestehen komplett aus Kunststoff. Zwar sieht das Gerät auf den Produktbildern ordentlich verarbeitet aus, das Premium-Gefühl von Glas oder Aluminium fehlt hier jedoch gänzlich.
Ein echtes Trostpflaster ist dafür die stark angewachsene Akkukapazität. Satte 9000 mAh verbaut OnePlus in der indischen Variante des Geräts. Ob das auch für eine mögliche globale Version gilt, ist aber noch unklar. Laut GSMARENA sollen in anderen Regionen aber immerhin noch 7500 mAh drin sein. Die kabelgebundene Ladeleistung bleibt solide bei 80 Watt, während kabelloses Laden weiterhin durch Abwesenheit glänzt.
Display und Leistung legen ordentlich zu
Auf der Habenseite verbucht das Nord 6 klare Fortschritte bei der Performance. Das 6,78 Zoll große AMOLED-Display schraubt die Bildwiederholrate vom ohnehin schon schnellen Vorgänger von 144 Hz auf rasante 165 Hz hoch. Für ausreichend Rechenpower sorgt der Wechsel auf den neuen Qualcomm Snapdragon 8s Gen 4, dem sehr schneller UFS-4.1-Speicher zur Seite steht.
Im Alltag und bei Spielen dürfte das Gerät damit mühelos abliefern. Ein echtes Highlight für diese Preisklasse ist zudem die IP69K-Zertifizierung. Damit ist das Gehäuse nicht nur gegen einfaches Untertauchen, sondern sogar gegen heiße Wasserstrahlen aus Hochdruckreinigern geschützt.
Selfie-Downgrade und veraltete Anschlüsse
Wer gerne fotografiert, muss beim neuen Modell jedoch Kompromisse eingehen. Das rückseitige Setup aus 50-Megapixel-Hauptkamera und 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera wird weitestgehend vom Nord 5 übernommen. Auf der Vorderseite stuft OnePlus das Gerät jedoch spürbar ab: Statt der starken 50-Megapixel-Kamera des Vorgängers ist nun nur noch ein 32-Megapixel-Sensor für Selfies zuständig.
Völlig aus der Zeit gefallen zeigt sich das Nord 6 bei den physischen Anschlüssen. Der USB-C-Port basiert auf der veralteten USB-2.0-Spezifikation, was kabelgebundene Datentransfers massiv ausbremst. Moderne Funkstandards wie Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 sind zwar integriert, der Verzicht auf eine eSIM-Unterstützung wird aber für ein neu erscheinendes Smartphone immer schwieriger zu erklären.
Ein durchwachsenes Gesamtpaket
Das OnePlus Nord 6 hinterlässt einen extrem durchwachsenen Eindruck. Für umgerechnet rund 380 Euro bekommt man mit dem pfeilschnellen Display, dem starken Snapdragon 8s Gen 4 und der enorm robusten IP-Zertifizierung zwar hervorragende Kernkomponenten geboten, aber: Das billige Kunststoffgehäuse, der langsame USB-2.0-Port und das Kamera-Downgrade an der Front machen es jedoch schwer, einen Wechsel vom Vorgänger zu rechtfertigen.
Zudem ist es momentan noch fraglich, ob das Gerät überhaupt global erscheint. Die Gerüchte für ein Aus von OnePlus in verschiedenen Regionen der Welt halten sich weiter, aber offiziell bestätigt ist noch nichts.
Wer über die fehlende eSIM und die einfache Materialwahl hinwegsehen kann, erhält ein ausdauerndes Leistungspaket – ein zwingendes Upgrade zum Nord 5 stellt das Gerät aber nicht dar.
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