REDMAGIC 11 Air vorgestellt: 7000 mAh Akku auf 8mm – aber wie viel „Air“ steckt wirklich drin?
Noch ein „Air“, diesmal für Zocker: Das REDMAGIC 11 Air will die brutale Leistung eines Gaming-Flaggschiffs in ein alltagstaugliches, dünnes Gehäuse quetschen. Mit dem Snapdragon 8 Elite und einem 7000 mAh Akku klingen die Daten vielversprechend. Doch der Namenszusatz „Air“ weckt Erwartungen, die das Gerät bei genauerem Hinsehen vielleicht gar nicht ganz erfüllen kann – und an einer Stelle wurde unverständlicherweise gespart.
Inhalt
Technische Daten des REDMAGIC 11 Air
| REDMAGIC 11 Air | |
| Display | 6,85″ AMOLED, 1216 x 2688 px, 431 ppi, 144 Hz, 1800 nits, Corning Gorilla Glass 7i |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 8 Elite (3nm @ 4,32 GHz) |
| Grafik | Adreno 830 |
| RAM | 12 / 16 GB |
| Interner Speicher | 256 / 512 GB (nicht erweiterbar) |
| Kamera | Hauptkamera: 50 MP, ƒ/1.9, OIS Ultraweitwinkelkamera: 8 MP, ƒ/2.2 |
| Frontkamera | 16 MP, ƒ/2.0 UDC |
| Akku | 7000 mAh, Laden mit 120 W |
| Konnektivität | DualSIM, 5G, WiFi 7, Bluetooth 5.4, GPS. NFC, USB-C 2.0 |
| Features | IP54-Zertifizierung, RGB-Lichter auf der Rückseite, Stereo-Lautsprecher |
| Betriebssystem | REDMAGIC OS 11 auf Basis von Android 16 |
| Maße / Gewicht | 163.8 x 76.5 x 8 mm / 207 g |
| Farben | Schwarz, Weiß |
Design: Wie viel „Air“ ist das wirklich?
Der Name „Air“ suggeriert Leichtigkeit und extreme Dünne, wie wir es kürzlich erst wieder beim Honor Magic 8 Pro Air gesehen haben. Im direkten Vergleich muss man REDMAGICs Definition von „Air“ jedoch einordnen: Mit 8 Millimetern Dicke und 207 Gramm Gewicht ist das REDMAGIC 11 Air zwar für ein Gaming-Smartphone (die oft 9 mm und 230 g überschreiten) sehr schlank, aber im Vergleich zu normalen Flaggschiffen eher Durchschnitt.
Dennoch ist die Ingenieursleistung beachtlich: In dieses 8mm-Gehäuse packt der Hersteller nicht nur einen physischen Ventilator zur Kühlung, sondern auch einen massiven Akku. Die Rückseite ist dezenter gestaltet als bei den „Pro“-Modellen und kommt in Schwarz und Weiß, behält aber die anpassbaren RGB-Lichter bei.
Display und Kamera: Licht und Schatten
Ein Highlight für Puristen ist die Front. REDMAGIC verbaut erneut eine 16 MP Under-Display-Camera (UDC). Das bedeutet: Kein Punch-Hole, keine Notch, sondern 6,85 Zoll ungestörte Displayfläche. Das 1.5K AMOLED-Panel mit 144 Hz und 95.1% Screen-to-Body Ratio ist damit ideal für Gaming und Medienkonsum.
Die Kehrseite der Medaille ist die Fotoqualität der Frontkamera. Trotz 16 MP neigen UDCs oft zu milchigen Selfies – Wunder sollte man hier nicht erwarten, auch wenn AI-Algorithmen nachhelfen sollen. Auch die Rückkamera ist ein klassischer Gaming-Kompromiss: Die 50 MP Hauptkamera mit OIS dürfte solide Bilder liefern, aber die 8 MP Ultraweitwinkelkamera ist in dieser Preisklasse eigentlich nicht mehr zeitgemäß.
Leistung satt, Anschluss lahm
Unter der Haube gibt es kaum Kompromisse: Der Snapdragon 8 Elite sorgt für sehr gute Leistung, wenn auch nur als Top-Chip der Vorjahresgeneration. Zusammen mit dem aktiven Lüfter, der nun 24.000 RPM erreicht und leiser sein soll, dürfte das REDMAGIC 11 Air eines der wenigen dünnen Smartphones sein, das diese Leistung auch dauerhaft halten kann. Der Akku ist mit 7000 mAh eine echte Ansage und der größte in der Air-Konkurrenz bisher. Geladen wird mit schnellen 120 Watt.
Doch es gibt einen unverständlichen Flaschenhals: REDMAGIC verbaut lediglich einen USB-C 2.0 Anschluss. Wer große Spiele-Dateien oder 4K-Videos auf den PC übertragen will, wird sich in die Steinzeit zurückversetzt fühlen. Auch ein externer Monitor lässt sich so kaum sinnvoll anbinden – für ein „Profi“-Gerät enttäuschend.
Einschätzung: Der Wolf im Schafspelz?
Das REDMAGIC 11 Air ist ein spannendes Experiment. Es richtet sich an Gamer, die „Erwachsen“ geworden sind und kein klobiges RGB-Monster mehr mit sich herumtragen wollen, aber nicht auf aktive Kühlung und 520Hz Schultertasten verzichten können. Die 7000 mAh Akku in einem 8mm Gehäuse sind technisch beeindruckend und garantieren lange Sessions.
Allerdings ist der Begriff „Air“ eher Marketing als Realität, wenn man es mit echten Slim-Phones vergleicht. Zudem schmerzen die Kamera-Downgrades (8 MP Ultraweitwinkel, UDC-Selfies) und der langsame USB-C 2.0 Port. Wer primär zockt und Akkulaufzeit will, findet hier einen schlanken Begleiter ab umgerechnet ca. 430€ (China-Preis). Wer auch Fotos machen und Daten übertragen will, sollte die Finger davon lassen, oder was meint ihr?
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