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Samsungs neues Privacy-Display im Galaxy S26 Ultra ausprobiert

Deutlich später im Jahr liefert uns Samsung die neue Galaxy S26 Serie. Das Flagship der Reihe ist dabei wieder das Galaxy S26 Ultra, welches dieses Jahr mit einem Bildschirm ausgestattet ist, der eure Privatsphäre besonders schützt. Auch hat man das Schnellladen für sich entdeckt und liefert den Kameras mehr Möglichkeiten bei schlechtem Licht. Wieder ein Kandidat für den besten Android-Allrounder?

Samsung Galaxy S26 Ultra in der Hand

Technische Daten des Samsung Galaxy S26 Ultra

KategorieSamsung Galaxy S26 Ultra
NameSamsung Galaxy S26 Ultra
Display6,9″ AMOLED, QHD+ (3120 x 1440 Pixel), 1-120 Hz LTPO, Privacy Display / Datenschutzanzeige (selektives Dimmen einzelner Bereiche)
ProzessorQualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy (leicht übertaktet)
RAM12 GB oder 16 GB
Interner Speicher256 GB, 512 GB oder 1 TB (1 TB nur im Samsung Store)
Kamera200 MP Hauptkamera (f/1.4), 50 MP Ultraweitwinkel (f/3.4), 50 MP Telekamera 1 (5x Zoom, f/2.9), 10 MP Telekamera 2 (3x Zoom, f/2.4)
Frontkamera12 MP, f/2.2 Blende
Akku5.000 mAh (Lithium-Ionen), 60W kabelgebunden, 25W kabellos
Konnektivität5G, Wi-Fi 7, NFC, USB-C
FeaturesIntegrierter S Pen, Advanced Professional Video Codec (APV) bis 8K bei 30 fps, horizontales Lock-on (Super Steady), Auto-Bildausschnitt in 4K, Farben: Cobalt Violet, Sky Blue, Black, White (Exklusiv: Silver Shadow, Pink Gold)
BetriebssystemAndroid 16 mit OneUI 8.5, KI-Features (Anrufprüfung, Bixby-Sprachbefehle, erweiterte Tastatur „Now Nudge“, Audio Radierer)
Maße / Gewicht163,6 x 78,1 x 7,9 mm, 214 g
VeröffentlichungAuslieferung ab 11.03.2026
Preis1.449€ (256 GB), 1.649€ (512 GB), 1.949€ (1 TB)

Versteckt euren Bildschirm vor neugierigen Blicken

Unsere Smartphonebildschirme zeigen immer mehr sensible Informationen an, die man in der Öffentlichkeit nicht teilen möchte. Vor neugierigen Blicken schützen bereits spezielle Folien, welche die Blickwinkel des Bildschirms einschränken. Funktioniert durchaus ganz gut, ist dann aber auch eine semipermanente Einschränkung, da man die Folie nicht mal eben ab und wieder dranmachen kann. Für dieses Problem hat sich Samsung jetzt das Privacy Display (im Deutschen Datenschutzanzeige) ausgedacht. Durch das selektive Dimmen von Pixeln möchten man denselben Effekt erreichen, wie mit den Folien.

So kann das gesamte Display in sensiblen Apps gedimmt werden oder nur ein Teil, um z. B. Benachrichtigungen die erscheinen, zu verstecken. Im regulären Einsatz merkt man davon nichts, weswegen die Funktion ein klarer Vorteil gegenüber der Folie ist. Auf dem Demo-Event konnten wir das ganze auch schon in der Praxis austesten und es funktioniert wirklich gut. Wenn es aktiv ist, wird das Display aber merklich dunkler, weswegen es sehr gut ist, dass es sich automatisch je nach App aktivieren kann.

Schnelles Laden jetzt auch bei Samsung

Die Hersteller außerhalb von China tun sich seit Jahren schwer damit, die Ladeleistung ihrer Smartphones zu erhöhen. Dieses Jahr wagt Samsung den Schritt aber mal zu 60W Ladeleistung, was keinesfalls super schnell im Vergleich zu vielen China-Flagships ist, aber das Zeitalter der 45W Ladung beim Ultra beendet. Auch kabellos lädt man mit 25W jetzt gute 10W schneller.

Weiterhin nicht vorhanden sind eingebaute Magnete wie bei Apple mit MagSafe oder Google mit PixelSnap. Auch wenn die 60W Ladeleistung keine rekordverdächtige Geschwindigkeit ist, sollte sich der 5.000 mAh große Akku schnell füllen. Hier sitzt man auch weiter auf einen klassischen Lithium-Ionen-Akku statt der Silizium-Kohlenstoff-Akkus mit höherer Energiedichte.

Bessere Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen?

Wie in den letzten Jahren üblich, ändern sich bei den Kameras hauptsächlich Nuancen. So gibt es weiter vier Kameras auf der Rückseite. Bestehend aus Haupt-, Ultraweit- und zwei Telekameras. Die Hauptkamera bekommt wieder einen 200-MP-Sensor, welche mit einer Blende von f/1.4 (vgl. S25 Ultra: f/1.7) mehr Licht hineinlässt. Auch die Telekamera, die für den 5-fach optischen Zoom zuständig ist, bekommt für ihren 50-MP-Sensor eine hellere Blende mit f/2.9 (vgl. S25 Ultra: f/3.4). Die Ultraweitwinkelkamera mit 50 MP f/3.4 und die zweite Telekamera mit 10 MP f/2.4 und 3-fach optischem Zoom, bleiben aber anscheinend unberührt. Auch die Selfiekamera mit 12 MP und f/2.2 Blende bleibt gleich.

Mit dem S26 unterstützt man jetzt die Aufnahme im Advanced Professional Video Codec (APV) in bis zu 8K und 30 fps. Dieser soll praktisch verlustfreie Qualität bieten und ist eine Eigenentwicklung von Samsung. Er wird bereits durch beliebte Programme unterstützt wie Blackmagic Davinci Resolve und FFmpeg. Softwareseitig möchte man mithilfe von Gyroskop und Beschleunigungsmesser im Super Steady Video ein horizontales Lock on ermöglichen, wodurch die Aufnahmeausrichtung sich in der finalen Videodatei nicht ändert, sondern auf den Horizont gesperrt bleibt. Auch gibt es durch die Aufnahme in 8K die Möglichkeit automatisch einen Bildausschnitt in 4K aufzunehmen und so eine automatische Bildausrichtung zu erreichen.

Ultra setzt weiter auf Snapdragon

Samsung setzt im Ultra dabei weiter auf den Top-Prozessor von Qualcomm. Hier handelt es sich um den Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy, also eine leicht übertaktete Version des regulären Elite Gen 5. Diesem stehen je nach Ausführung 12/16 GB Arbeitsspeicher und 256/512 GB Massenspeicher zur Verfügung. Eine Samsung Store exklusive 1 TB Variante gibt es auch wieder. Zur Kühlung soll eine neue Vapor Chamber zum Einsatz kommen.

Samsung Galaxy S26 Ultra Rückseite weiß

Am äußeren hat sich auch nicht allzu viel getan, die Kameraanordnung auf der Rückseite bleibt gleich, die drei Kameras an der linken Seite sitzen jetzt aber in einem Plateau. An Farboptionen stehen euch Cobalt Violet, Sky Blue, Black und White im regulären Handel zur Verfügung. Im Samsung-Store könnt ihr noch zwischen Silver Shadow und Pink Gold wählen. Man ist hier also nicht auf den Orange-Trend aufgesprungen. An den Maßen hat sich nur minimal etwas verändert, es ist 163,6 x 78,1 x 7,9 mm groß und wiegt 214 g. (vgl. S25 Ultra: 162,8 x 77,6 x 8,2 mm | 218 g)

Der Bildschirm bleibt bei einem 6,9″ AMOLED mit QHD+ Auflösung (3120 x 1440 Pixel) und einer Bildwiederholrate von 1-120 Hz mit LTPO. Weiterhin unterstützt das S26 Ultra den S Pen, der sich auch weiterhin im Gerät befindet.

Samsung Galaxy S26 Ultra Unterseite

Automatische Anrufüberprüfung & Bixby wird hilfreicher?

Neben der Hardware ist das OneUI 8.5 mit Android 16 auch mit allerlei KI-Funktionen ausgestattet. Zum Beispiel gibt es jetzt die Anrufprüfung, welche bei unbekannten Nummern den Anruf automatisch annehmen kann und für euch prüfen, worum es sich handelt. Ihr seht dann auf dem Bildschirm eine Transkription des Gesprächs. Bixby wird auch hilfreicher, indem der Assistent nun auch in natürlicher Sprache Geräteeinstellungen anpassen kann. Ihr sagt ihm z.B. ihr könnt die Schrift schlecht lesen und er gibt euch die passende Einstellmöglichkeit dafür. Auch Google liefert ein verbessertes Circle-to-Search, welches nun mehrere Objekte gleichzeitig erkennen und suchen kann, um zum Beispiel ein komplettes Outfit im Internet zu suchen.

Samsung Galaxy S26 Ultra Blau seitlich

Ebenfalls wird das Now-System erweitert mit der Now Nudge, die gibt euch in der Tastatur kontextbasierte Vorschläge. Schreibt euch zum Beispiel jemand bei WhatsApp, ob ihr euch morgen treffen wollt, checkt die Now Nudge euren Kalender nach Terminen und zeigt diese euch direkt in der Tastatur an. Die vorhandenen generativen KI-Systeme werden erweitert, sodass ihr in der Fotoapp nun auch Dinge hinzufügen könnt, ohne das Bild komplett zu verändern. Im Creative Studio lassen sich Sticker, Grußkarten, Einladungen und Hintergrundbilder generieren.

Wer viele Screenshots macht kann sich diese jetzt automatisch kategorisieren lassen und der bekannte Audio Radierer, lässt sich jetzt auch bei Dritthersteller-App wie YouTube, Netflix oder Instagram anwenden. Wenn ihr z. B. ein Video bei YouTube mit vielen Hintergrundgeräuschen anschaut, könnt ihr diese so filtern.

Die Stärke liegt in der systematischen Verbesserung?

Die letzten Jahre setzt Samsung mehr auf Verbesserung von bestehendem, anstatt auf radikale Neuansätze in ihrem Flagship-Gerät. So bekommen wir dieses Jahr mit dem Privacy-Display wiedermal einen besseren Bildschirm, der jetzt auch neugierige Blicke verhindert. Ebenfalls geht man das Thema Ladegeschwindigkeit an und kommt mit bis zu 60W auf ein akzeptables Level. Vielleicht schafft man dann nächstes Jahr auch die größeren Akkukapazitäten. Augenscheinlich hat man bei der Kamera nur die Blenden angepasst, was für bessere Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen sorgen könnte.

Trotz steigender Speicherpreise hat Samsung den Preis der Basisversion mit 12/256 GB beibehalten und verkauft das S26 Ultra für eine UVP von 1449. Mit 1.649€ und 1949€ sind die 512 GB und 1 TB Variante mit Arbeitsspeicher aber teurer geworden. (vgl S25 Ultra: 1569€ & 1809€) Vorbestellungen starten jetzt, wo ihr auch wieder zum Preis der Basisversion die Variante mit 512 GB Speicher bekommt. Diesmal muss man beim Upgrade von 512 GB auf 1 TB aber 100€ zuzahlen. Ausgeliefert werden die Geräte dann am 11.03.2026.

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Fabian

Als Experte für Saugroboter teste ich für China-Gadgets unzählige Modelle auf Herz und Nieren und bin zudem regelmäßig in unserem Podcast "Technisch Gesehen" zu hören. Meine private Leidenschaft gilt neben den smarten Haushaltshelfern vor allem Kopfhörern, Monitoren und PCs.

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