Xiaomi 17 Ultra vorgestellt: Macht es seinem Namen alle Ehre?
Xiaomi hat der Smartphone-Welt ein Weihnachtsgeschenk präsentiert. Denn am 25. Dezember erschien das viel diskutierte Xiaomi 17 Ultra endlich. Viele der vorherigen Leaks haben sich dabei bewahrheitet, es gibt aber auch gerade bei der Kamera eine Überraschung, die wir seit der Sony Xperia 1-Reihe nicht mehr gesehen haben. Aber wie schlägt es sich im Vergleich zum Xiaomi 17 Pro Max?
Inhalt
Technische Daten des Xiaomi 17 Ultra
| Display | 6,9 Zoll WQHD+ (2608 x 1200 Pixel) 1-120 Hz AMOLED-Display, 3500 nits |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 @ 4,6 GHz |
| Grafikchip | Qualcomm Adreno GPU |
| RAM | 12/16 GB LPDDR5X |
| Interner Speicher | 512 GB bzw. 1 TB UFS 4.1 |
| Kamera | Hauptkamera: 50 MP Sony LYT-1050L 1″ Sensor mit ƒ/1.63 Blende, Leica Summilux, OIS Ultraweitwinkel: 50 MP Samsung, 12 mm, ƒ/2.2 Telekamera: 200 MP Sony 3.2-fach bis 4.3-fach Zoom, ƒ/2.39-2.96, 30 cm Makro, OIS |
| Frontkamera | 50 Megapixel mit ƒ/2.2 |
| Akku | China: 6800 mAh mit 90W Quick Charge, 50W Qi-Laden & 22,5W Reverse Wireless |
| Konnektivität | WiFi 7, Bluetooth 5.4,USB Typ-C 3.2 Gen 2, GPS/GLONASS/BDS, Dual-SIM, NFC, SA/NSA 5G |
| Features | Ultraschall-Fingerabdrucksensor im Display, Stereo-Speaker, IP68 |
| Betriebssystem | HyperOS 3 auf Basis von Android 16 |
| Maße / Gewicht | 162,9 x 77,6 x 8,29 mm / 223.4 g |
| Farben | Schwarz, Weiß, Grün, Violett |
| Vorstellungsdatum | China: 25.12.2025 / 6999 Yuan ~850€ |
| Preis | 6999 Yuan ~850€ |
Riesiges Kameramodul schrumpft
Mit dem Xiaomi 12S Ultra hat die Ultra-Reihe von Xiaomi mehr oder weniger seine finale Form angenommen. Das große, runde Kameramodul symbolisiert, dass es sich hierbei um ein richtiges „Kamera-Smartphone“ handelt. Im Xiaomi 17 Ultra ist der Umfang der Kamerainsel immerhin um 1,8 mm geschrumpft. Dort beherbergt Xiaomi im Vergleich zum Vorgänger nun drei Kameras, aber vier Brennweiten – dazu gleich mehr. Das Xiaomi 17 Ultra ist in vier Farben erhältlich: Schwarz, Weiß, Violett und starry sky green, was sich in ein Glitzer-Grün übersetzen lässt. Über dem Kameramodul befindet sich der Ultra-Schriftzug im Leica-Look, da auch hier der deutsche Traditionskamerahersteller seine Finger im Spiel hat. Es gibt aber noch eine dedizierte Leitzphone-Edition in China, die noch mehr an Leica erinnert.
Das Ultra-Smartphone kommt auf Abmessungen von 162,9 x 77,6 x 8,29 mm bei einem Gewicht von 223,4 g. Im Gegensatz zum Xiaomi 17 Pro Max fehlt ein Display auf der Rückseite, welches für einen der größten Smartphone-Hypes 2025 gesorgt hat. Auch weitere Tasten an der Seite wie einen dedizierten Kamera-Button vermissen wir. Dafür gibt es aber auch in diesem Jahr wieder ein eigenes Photography-Kit. Xiaomi entscheidet sich für ein noch etwas kantigeres Design als beim Vorgänger und verzichtet auch auf die abgerundete Rückseite. Auch neu sind die einzelnen Lautstärketasten anstatt der seit Jahren üblichen Lautstärkewippe an der rechten Seite des Geräts. Zum Schutz implementiert der Hersteller auch ein IP68-Rating, womit es offiziell gegen Staub und Wasser geschützt ist.
Auf der Vorderseite wächst das Ultra-Gerät von 6,73″ auf 6,9″ und passt sich so dem Xiaomi 17 Pro Max an. Überraschend ist dabei aber, dass man sich gegen eine WQHD+ Auflösung von 1440p entscheidet und auch wie beim Xiaomi 17 bei einer Zwischenlösung von 2608 x 1200p bleibt. Die Bildwiederholrate liegt bei 120 Hz, die maximale Helligkeit bei 3500 nits und die minimale Helligkeit bei nur 1 nit. Es handelt sich dabei um ein LTPO-OLED-Display, so dass auch die Bildwiederholrate nach unten auf 1 Hz angepasst werden kann. Der Ultraschall-Fingerabdrucksensor liegt unter dem Display.
Akku ist nicht so groß wie im kleineren Xiaomi 17
Selbstverständlich sitzt im Xiaomi 17 Ultra auch der Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor. Die Achtkern-CPU bietet bis zu 4,6 GHz Taktfrequenz, zwei hauseigene Prime- sowie sechs Performance-Kerne, keine Effizienz-Kerne und damit die meiste Power, die ein Smartphone-Chip gerade so leisten kann. Dazu gibt es noch 12 oder 16 GB LPDDR5X Arbeitsspeicher und 512 oder 1024 GB (1 TB) UFS 4.1 Massenspeicher. Von „Ultra RAM“ wie im OnePlus 15 ist hier aber nicht die Rede. Vorinstalliert ist dabei natürlich HyperOS 3 auf Basis von Android 16, welches allerhand KI-Anwendungen mit sich bringt.
Der Akku ist wohl eine der größten Veränderungen im Vergleich zum Vorgänger. Schließlich wächst dieser von 6.000 mAh aus dem Vorgänger (China-Version) auf 6800 mAh an. Im Vergleich zur globalen Version ist das ein noch größerer Anstieg von insgesamt von 1390 mAh. Allerdings fällt der Akku im Ultra somit kleiner aus als im deutlich kleineren Xiaomi 17. Die Frage ist wie groß der Akku in der globalen Variante ausfallen wird und ob Xiaomi hier auf die Silizium-Karbon-Akkutechnik setzt, die wir in Europa bei Xiaomi erst seit dem Redmi Note 15 Pro+ sehen. Die China-Version kann jedenfalls mit 90W per Kabel und dem Schnellladeprotokoll PPS, aber auch mit 50W kabellos geladen werden. Als eine Art Powerbank unterstützt es auch 22,5W Laden von anderen Gadgets.
5G ist mit an Bord, welches sich über den Dual-SIM-Slot nutzen lässt. In China ist eSIM selten, von daher ist es nicht Teil der China-Version, in einer Globalen Version aber sicher mit im Angebot. Dafür ist die China-Version sogar mit LTE Band 20 ausgestattet, was für einen Import wichtig ist. Dazu kommen Bluetooth 5.4 (kein Bluetooth 6), WiFi 7, NFC, Dual GPS und ein USB-C 3.2 Gen 2 Port an der Unterseite. Im Gegensatz zum Xiaomi 17 Pro Max scheint kein UWB verbaut zu sein.
Kamera mit „echtem“ Zoom
Das Highlight des Xiaomi 17 Ultra ist die Kamera. Im Vergleich zum Vorgänger gibt es nur drei statt vier Kamerasensoren. Als Hauptkamerasensor kommt dabei der 1″ große Light Hunter 1050L zum Einsatz, der eine 50 Megapixel Auflösung sowie eine ƒ/1.67 Blende bietet. Er ist optisch bildstabilisiert und bietet eine 23 mm Weitwinkel-Brennweite. Dann gibt es noch eine 50 MP Ultraweitwinkelkamera mit ƒ/2.2 Blende sowie 115° Aufnahmewinkel, die sogar eine 5 cm Naheinstellgrenze für Makrofotos bietet.
Das Highlight ist aber sicherlich die 200 MP Telekamera, die einen verlustfreien optischen Zoom zwischen zwei Brennweiten bietet. Anstatt zwei Teleobjektive zu verbauen, bekommt man hier einen „echten“ Zoom wie bei DSLRs mit entsprechendem Objektiv. Die Zoomstufen liegen dabei zwischen 3,2-facher und 4,3-facher Vergrößerung, wobei sich die Blende dann aber auch zwischen ƒ/2.39 und ƒ/2.96 anpasst. Die Kamera ist dabei optisch bildstabilisiert. Wie auch beim Vorgänger sind sowohl 8K Videoaufnahmen und 4K Aufnahmen bei 120 fps für 4-fache Zeitlupenaufnahme möglich. Die Selfie-Kamera bietet 50 MP und kann sogar auch 4K 60fps Videos aufnehmen.
Xiaomi 17 Ultra kaufen?
Ultra ist in meiner Auffassung das Beste vom Besten und soll zeigen, was ein Hersteller maximal liefern kann. Und das sehen wir beim Xiaomi 17 Ultra mit dem Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor, einem großen 1″ Sensor sowie einer „echten“ Zoom-Kamera mit einem Brennweitenspektrum. Dazu kommt noch das Ultra-Photography-Kit, welches das 17 Ultra noch mit einer Auslösetaste sowie einem extra-Akku ausstattet. Allerdings ist das auch nicht der größte Akku der 17er Reihe, das Display hat keine WQHD+ Auflösung und es fehlen Kleinigkeiten wie Bluetooth 6, Ultra RAM oder UWB.
Das unterstreicht aber wohl auch, dass sich beim Xiaomi 17 Ultra primär alles um die Kamera dreht. Und wenn die sogar noch besser als im Vorgänger ist und mit der starken Konkurrenz von OPPO und Vivo mithalten kann, dann kann man darüber sicher hinwegsehen. Das müssen wir aber erst noch testen! Wenn ihr es selbst testen wollt, kriegt man das Xiaomi 17 Ultra in der China-Version theoretisch für einen Umrechnungspreis von etwa 850€. Bei Import-Shops wie TradingShenzhen startet es für 1063€.
Ein Europa-Start wird zum Mobile World Congress 2026 in Barcelona erwartet, der Ende Februar/Anfang März über die Bühne geht. Wie die Vorgänger auch, dürfte das Xiaomi 17 Ultra hierzulande rund 1.500€ kosten.
Quelle:
- Xiaomi China
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