16:9-Display ist zurück: Marken kopieren den Huawei-Trend
Imitation is the sincerest form of flattery sagt man und es nicht zu verneinen, dass das Kopieren von Designs auch in der Technik-Welt Gang und Gäbe ist. Durch die Kopien entstehen oft neue Trends, sei es bei den Farben oder jetzt auch bei der Rückkehr zur alten Form. Denn Huawei hat wohl unfreiwillig einen neuen Smartphone-Trend geboren, auf den einige chinesische Hersteller aufspringen.
Coolpad kündigt das Cool X Wide an
Mit dem Pura X View knüpfte Huawei im Sommer dieses Jahres wieder an einen eigentlich schon gestorbenen Smartphone-Standard an: dem 16:9 Seitenverhältnis. Was früher wirklich ganz normal war, hat sich in den letzten Jahren zu seinem deutlich spitzeren 19,5:9 Seitenverhältnis gewandelt. Huawei optimiert das leicht und bietet mit dem Pura X View ein 16,5:9 Seitenverhältnis, welches sich an dem Erfolg der (eigenen) breiteren Fold-Smartphones wie dem Pura X (Max) orientiert. Das Pura X View ist dabei aber kein Foldable-Smartphone.

Und genau deswegen können das vermutlich auch gerade Hersteller, die sich auf Budget-Modelle, konzentrieren, leichter kopieren. Denn ein Falt-Smartphone benötigt intensive Forschung und Entwicklung, das wird sich ein Hersteller wie Coolpad nicht leisten können. Die „starten“ den Trend jetzt aber mit dem Cool X Wide und setzen auf ein 6,38″ TFT-Display mit HD-Auflösung im 16:10 Seitenverhältnis. So wird das Smartphone mit Abmessungen von 150,3 x 94,5 x 8,95 mm spürbar breiter als andere aktuelle Smartphones. Dass man sich hier neben einer weißen Farbvariante auch eine weinrote Rückseite aussucht, dürfte kein Zufall sein.
Dass man es dann mit einem Budget-Smartphone zu tun hat, erkennt man beim Blick auf die Hardware. Ein MediaTek Helio G99 Prozessor hat jetzt schon vier Jahre auf dem Buckel, die LPDDR4X und UFS 2.2 Speicherstandards sind ebenfalls nicht ganz zeitgemäß. Dazu kommt auf der Rückseite noch eine 50 MP Kamera sowie ein sekundärer Sensor, der aber nur als Hilfsensor zu fungieren scheint. Zu weiteren Specs sowie dem Preis äußert sich Coolpad aber noch nicht.
Auch etablierte Hersteller ziehen nach
Noch dreister macht es aber Doogee, die man vor allem durch Outdoor-Smartphones kennt. Wie Notebookcheck berichtet, präsentiert Doogee das neue Note60 W über WeChat (Post inzwischen gelöscht) und kopiert sogar die Marketingmaterialien von Huawei. Das Note60 View ist ebenfalls in weinrot erhältlich und setzt sogar auf ein sehr ähnliches Kameralayout. Es scheint fast so als hätte man das Originalbild nur per Photoshop geändert und das Gerät bisher nicht mal fotografiert. Schließlich hat der Hersteller auch noch kaum Angaben zu dem Gerät gemacht, außer, dass es auch mit einem 90 Hz 6,38″ Display (Huawei Pura X View hat 6,39″), einem 6.500 mAh Akku und Android 17 ausgestattet ist.

Wie der Leaker Gadgetsdata auf X berichtet, arbeitet wohl auch OPPO an solch einem Smartphone. Das neue Smartphone soll auf ein ähnliches Seitenverhältnis setzen, wobei der Bildschirm mit 6,35″ etwas kleiner ausfällt, wie von OPPO gewohnt aber mit besseren Specs in Form von einem 1,5K 120 Hz AMOLED-Display gewappnet ist. Es soll mit einem MediaTek Dimensity 9000er Chip zu arbeiten und auch die Kamera ernst zu nehmen: Eine 200 MP Haupt-, 50 MP Ultraweit- und 200 MP Periskopkamera sind im Gespräch. Es könnte dabei zu der Reno-Reihe und nicht zu der Flagship-Find-Reihe gehören.

Wir leben in einer Trend-Gesellschaft
Ein neuer Smartphone-Trend scheint geboren und wie auch bei Mode oder Musik kommen Trends in der Technik-Welt wieder zurück. Anscheinend geht man nun zu der Zeit um 2017 zurück, wo ein 16:9 Seitenverhältnis noch normal war, bis das iPhone X einiges geändert hat. Dass Huawei, wie z.B. auch beim Trifold, eine gewisse Pionierarbeit leistet, darf man anerkennen. Wir sind aber gespannt, wie sich das weiter entwickelt, aktuell sprießen die Meldungen solcher Kopien aber aus dem Boden, die Geräte scheinen ja nicht mal final zu sein.
Was haltet ihr von diesem Trend? Wollt ihr zu dem Seitenverhältnis zurück?
Quellen:
Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.



Kommentar schreiben