Test

MOVA M50 Ultra im Test: Der Wischsauger mit dem „Roboterarm“ gegen Schmutzränder

Wischsauger sind eine Erleichterung im Haushalt, doch sie hatten bisher fast immer zwei große Feinde, nämlich flache Möbel und Kanten. Mova möchte diese Probleme beim M50 Ultra nun lösen und setzt dafür auf einen abknickbaren Griff sowie eine ausfahrbare Mechanik an der Front.

Mova M50 Ultra im Raum

Technische Daten des MOVA M50 Ultra

KategorieMOVA M50 Ultra
Saugkraft22.000 Pa
Anpressdruck20 N
Gewicht5,8 kg
ErgonomieGriff höhenverstellbar (120-131 cm), 180° flach umlegbar
Minimale Höhe für Reinigung unter Möbeln14 cm
KantenreinigungDreiseitig
AntriebMotorisierte Räder
Besonderheiten StationSelbstreinigung mit 100°C Heißwasser, Trocknung mit 90°C Heißluft (ca. 5 Min.), intelligenter Schmutzsensor, getrennte Tanks
AppMOVAhome App (inkl. Fernsteuerungs-Funktion)
Preis (UVP)599€

Vor- und Nachteile des Mova M50 Ultra

  • Gründliche Reinigung des Bodens
  • Kantenreinigung durch ausfahrbaren Front-Schaber
  • Station wäscht Walze mit 100 °C & trocknet in nur 5 Min.
  • Ergonomisch dank höhenverstellbarem Griff & motorisiertem Antrieb
  • 180°-Design erlaubt flaches Hinlegen zur Reinigung unter Möbeln
  • Kein Heißwasser während des Wischens (längere Reinigung bei Flecken)
  • Benötigt auch flach liegend noch 14 cm Bauhöhe

Das Design löst endlich das Problem mit der Körpergröße

Ein Problem vieler Wischsauger ist oft die starre Stiellänge, die für große Menschen zu kurz und für kleine Menschen zu lang ist. Hier lässt sich der Griff flexibel in der Höhe zwischen 120 und 131 cm verstellen. Das klingt auf dem Papier nach einem kleinen Detail, sorgt aber im Praxistest für eine entspanntere Haltung beim Putzen. Man muss sich eben nicht mehr unnötig bücken oder strecken.

Dazu kommt ein intelligentes Antriebssystem, welches bei der Arbeit unterstützt. Die Räder sind motorisiert und helfen sowohl bei der Vorwärts- als auch bei der Rückwärtsbewegung aktiv mit. Das führt dazu, dass das eigentliche Gewicht des Geräts von 5,8 kg in der Hand kaum noch spürbar ist. Laut Hersteller liegt das gefühlte Handhabungsgewicht bei nur 610 g, und das können wir nach unserem Test durchaus bestätigen. Der Sauger zieht sich quasi von selbst nach vorne und lässt sich auch ohne großen Kraftaufwand wieder zurückziehen. Das macht die Reinigung großer Flächen komfortabel.

EdgeCoverage Technologie reinigt Kanten anders als gewohnt

Ein echtes Highlight ist die Art und Weise, wie der MOVA M50 Ultra mit Kanten umgeht. Die meisten Konkurrenzprodukte haben zwar mittlerweile randlose Bürsten an der Seite, können aber frontal scheitern. Mova nennt die Lösung hier EdgeCoverage KI-Technologie.

In der Praxis sieht das so aus, dass an der Vorderseite der Bürste ein Schaber aktiv ausfährt. Dieser mechanische „Roboterarm“ sorgt dafür, dass die Reinigungswalze wirklich bis ganz nach vorne an die Fußleiste oder den Küchenschrank herankommt. In unserem Test funktionierte das System sehr zuverlässig. Der Schaber an der Front fährt automatisch herunter, sobald er benötigt wird, und erfüllt seinen Zweck. Es bleibt kein störender Schmutzrand stehen, den man später mühsam von Hand nachwischen müsste.

Flachliegend für den Einsatz unter dem Sofa

Ein weiteres großes Versprechen ist die Fähigkeit, unter Möbeln zu wischen. Dafür muss der Wischsauger so gestaltet sein, dass er nicht im flachen Zustand ausläuft und die Gelenke müssen die Position unterstützten. Der M50 Ultra lässt sich dank seines 180°-Designs komplett flach auf den Boden legen.

Um unter Betten oder Sofas zu gelangen, benötigt er aber immer noch eine Höhe von 14 cm, was bei vielen Möbeln doch noch zu viel ist. In unserem Test funktionierte das Absenken des Wischakkusaugers gut und unkompliziert. Man kann den Stiel einfach nach Ziehen des entsprechenden Knopfs am Griff umlegen und in einem Zug unter das Möbelstück fahren. Mit 190 cm Körpergröße musste ich mich dann aber auch nach unten bücken, um den Wischakkusauger noch zu bewegen. Die Saugleistung von 22.000 Pa bleibt dabei erhalten, und auch in der Praxis konnten wir keinen Leistungsabfall feststellen, wenn das Gerät flach am Boden lag.

Mova M50 Ultra in der Hand

Die Reinigungsleistung überzeugt mit einer kleinen Einschränkung

Natürlich muss ein Wischsauger vor allem eines können, nämlich den Boden sauber bekommen. Mit einem Anpressdruck von 20 N drückt die Walze auf den Boden, um Verschmutzungen zu lösen. Die grundlegende Wischfunktion läuft in unserem Test absolut gut. Der Boden wird gleichmäßig benetzt und Alltagsschmutz landet zuverlässig im Schmutzwassertank.

Es gibt jedoch einen Punkt, der uns im Vergleich zum Schwestermodell, dem Mova X4 Pro, aufgefallen ist. Der M50 Ultra bietet nicht die Möglichkeit, während der Reinigung heißes Wasser auf den Boden zu sprühen. Bei unserem Flecken-Härtetest mit eingetrockneten Verschmutzungen brauchte er deshalb ein wenig länger. Ohne die thermische Unterstützung durch warmes Sprühwasser weichen hartnäckige Flecken einfach langsamer auf. Mit etwas Geduld und ein paar mehr Überfahrten gingen die Flecken zwar gut weg, aber hier vermissen wir die Heißwasser-Funktion bei der direkten Reinigung doch ein wenig. Wer regelmäßig sehr stark eingetrocknete Flecken in der Küche hat, sollte das im Hinterkopf behalten.

Die App bringt eine Fernsteuerung ins Spiel

Der M50 Ultra lässt sich über die MOVAhome App mit dem Smartphone verbinden. Neben den üblichen Funktionen wie der Einsicht in den Akkustand oder den Wartungsstatus der Filter gibt es hier ein Feature, das fast schon nach einem Videospiel klingt. Man kann den Wischsauger fernsteuern.

Da der Sauger über motorisierte Räder verfügt, lässt er sich über das Handy vor- und zurückbewegen, wenn er flach auf dem Boden liegt. Ob das im Alltag wirklich sinnvoll ist, ist natürlich eine andere Frage. Wenn man aber beispielsweise unter einem tiefen und langen Möbelstück reinigt und nicht in die Hocke gehen möchte, kann das durchaus hilfreich sein. Auch für Menschen, die sich nicht gut bücken können, ist diese Spielerei vielleicht mehr als nur ein Gimmick. In unserem Versuch klappte die Steuerung einigermaßen präzise. Man kann aber auch nur nach vorne und hinten navigieren, was die Steuerung etwas kompliziert macht. Ist man nicht darauf angewiesen, würden wir bei den meisten vermuten, dass es ohne angenehmer in der Bedienung ist.

Wartung und Hygiene in der Basisstation

Nach der Arbeit kommt der Teil, den niemand mag, nämlich die Reinigung des Geräts. Zum Glück nimmt uns die Basisstation hier fast alles ab. Der M50 Ultra setzt auf eine Selbstreinigung mit extrem hohen Temperaturen. Die Bürste wird mit 100 °C heißem Wasser ausgewaschen. Das ist ein wichtiger Aspekt für die Hygiene, da bei diesen Temperaturen Fette gelöst und Bakterien deutlich effektiver bekämpft werden als mit kaltem Wasser.

Mova M50 Ultra Station

Ein intelligenter Schmutzsensor prüft dabei sogar, wie dreckig das Wasser ist, und entscheidet, ob ein zweiter Waschgang nötig ist. Im Anschluss startet die Trocknung mit 90 °C heißer Luft. Das Ganze dauert nur etwa 5 Minuten. In unserem Test funktionierten sowohl die Selbstreinigung als auch die Trocknung sehr zuverlässig. Die Walze war danach trocken und sauber, was die Bildung von unangenehmen Gerüchen effektiv verhindert. Der Nutzer muss lediglich den Schmutzwassertank leeren und frisches Wasser und Reinigungsmittel in die jeweiligen getrennten Tanks nachfüllen.

Fazit zum Mova M50 Ultra: Gute Kantenreinigung, aber eine Funktion vermisst man

Der Mova M50 Ultra ist ein durchdachtes Gerät, das vor allem durch den ausfahrbaren Schaber an der Front und den einklappbaren Griff zwei Alltagsprobleme löst, die uns bei anderen Saugern oft nerven. Die Handhabung ist dank des geringen fühlbaren Gewichts und des verstellbaren Griffs vorbildlich. Einzig das Fehlen der Heißwasser-Sprühfunktion während des Wischens ist ein kleiner Wermutstropfen, wenn man extrem hartnäckige Flecken entfernen will. Dafür bekommt man aber eine sehr gute Kantenreinigung und eine sehr hygienische Station, die mit 100 °C reinigt.

Gestartet ist er für eine UVP von 599€, wie von Mova bekannt, wird der Preis aber eigentlich nicht aufgerufen. Zum Testzeitpunkt ist er bereits für weit unter 500€ erhältlich und dafür durchaus zu empfehlen, wenn der Fokus auf Kantenreinigung liegt und man auch vom Flach-auf-den-Boden-Legen profitiert. Allen, denen vor allem aber Fleckenentfernung wichtig ist, würden wir eher den Mova X4 Pro empfehlen, der zwar nicht den Schaber an der Front besitzt, aber deutlich schneller Flecken durch das heiße Wasser lösen kann.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum MOVA M50 Ultra

Wie funktioniert die Kantenreinigung beim MOVA M50 Ultra?
Der Wischsauger nutzt die „EdgeCoverage KI-Technologie“. Dabei fährt an der Vorderseite der Bürste mechanisch ein Schaber aus. Dies ermöglicht eine Reinigung bis ganz nach vorne an Fußleisten oder Küchenschränke, ohne dass ein Schmutzrand stehen bleibt.

Kann der MOVA M50 Ultra unter flachen Möbeln reinigen?
Ja, der MOVA M50 Ultra lässt sich dank seines 180°-Designs komplett flach auf den Boden legen. Die Saugleistung von 22.000 Pa bleibt dabei voll erhalten. Allerdings benötigt das Gerät eine Bodenfreiheit von mindestens 14 cm, um unter Möbel wie Sofas oder Betten zu passen.

Reinigt der MOVA M50 Ultra den Boden mit heißem Wasser?
Nein, während der Bodenreinigung wird kein heißes Wasser auf den Boden gesprüht. Dies ist ein Unterschied zum Schwestermodell Mova X4 Pro. Bei sehr hartnäckigen, eingetrockneten Flecken kann die Reinigung daher etwas länger dauern, da die thermische Unterstützung zum Aufweichen fehlt.

Ist der MOVA M50 Ultra für unterschiedlich große Personen geeignet?
Ja, der Griff des MOVA M50 Ultra lässt sich flexibel in der Höhe zwischen 120 und 131 cm verstellen. Das ermöglicht sowohl großen als auch kleinen Personen eine ergonomische und entspannte Körperhaltung beim Putzen.

Wie reinigt sich die Station des MOVA M50 Ultra selbst?
Die Basisstation bietet eine sehr hygienische Selbstreinigung. Die Bürste wird mit 100 °C heißem Wasser ausgewaschen, um Fette zu lösen und Bakterien zu bekämpfen. Ein Schmutzsensor prüft dabei, ob ein zweiter Waschgang nötig ist. Anschließend wird die Walze innerhalb von etwa 5 Minuten mit 90 °C heißer Luft getrocknet.

Welche Funktionen bietet die App für den MOVA M50 Ultra?
Über die MOVAhome App lässt sich der Status des Geräts (Akku, Filter) einsehen. Eine Besonderheit ist die Fernsteuerungs-Funktion: Wenn der Sauger flach auf dem Boden liegt, kann er über das Smartphone vor- und zurückbewegt werden, was die Reinigung unter tiefen Möbeln erleichtert, ohne dass man sich bücken muss.

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Fabian

Als Experte für Saugroboter teste ich für China-Gadgets unzählige Modelle auf Herz und Nieren und bin zudem regelmäßig in unserem Podcast "Technisch Gesehen" zu hören. Meine private Leidenschaft gilt neben den smarten Haushaltshelfern vor allem Kopfhörern, Monitoren und PCs.

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