Video-Visitenkarte „Vidcard“ mit 720p-Display – Ist das die Zukunft des Networking?
Neuen Bekanntschaften im Gedächtnis bleiben? Das klappt besser mit der passenden Visitenkarte. Wenn aber viele Visitenkarten verteilt werden, muss man aus der Masse herausstechen, und da kommt die Video-Visitenkarte „Vidcard“ ins Spiel.
- Vidcard Video-Visitenkarte
Inhalt
Die Visitenkarte der Zukunft
Die Idee einer animierten Visitenkarte mit Video klingt nicht nur sehr futuristisch, die Idee kam dem Entwickler der Vidcard angeblich sogar beim Spielen eines Videospiels. Dort bekommt der Spieler eine solche animierte Visitenkarte überreicht.
Die Idee hinter der Video-Visitenkarten ist klar. Eine gewöhnliche Papierkarte kann man zwar kreativ gestalten, aber auch mit einem markanten Logo, einem witzigen Spruch oder bunten Farben bleibt es ein Stück Papier. Ein bewegtes Bild bleibt da eher in Erinnerung, und auf einem Networking-Event, auf dem viele Karten ausgetauscht werden, geht es am Ende genau darum: In Erinnerung bleiben, um im Idealfall in Kontakt zu bleiben und eine Geschäftsbeziehung aufzubauen oder zu intensivieren.
So zumindest beschreibt der Entwickler der Karte sein Produkt und führt dafür auch allerhand Zahlen ins Feld. Bewegte Bilder sollen nach 72 Stunden für eine „Memory Retention“ von noch 68% sorgen. Das ist die Menge an Information, die das Gehirn nach diesem Zeitraum noch abspeichert. Bei herkömmlichen Papierkarten soll dieser Wert nur bei 12% liegen.
An dieser Stelle können wir nicht anders, als dem Entwickler teilweise zuzustimmen. Bekommt man eine solche Karte in die Hand gedrückt, bleibt das auf jeden Fall erst mal im Gedächtnis, vor allem dann, wenn man so etwas vorher noch nie gesehen hat. Da ist es fast egal, was auf der Karte steht – an die Videokarte wird man sich erinnern.
Wirklich besser als ein QR-Code?
Nun ist die Vidcard aber grundsätzlich keine Karte zum Verschenken. Dazu ist sie den meisten vermutlich einfach zu teuer. Stattdessen soll der Gegenüber den NFC-Chip in der Karte mit dem Smartphone scannen. Die dann aufgerufene, mobile Webseite enthält alle Informationen, die der neue Geschäftspartner braucht.
An der Stelle unterscheidet sich das Konzept aber nicht mehr von einem QR-Code, den man heute auf vielen Karten aus genau diesem Grund findet. Und die Visitenkarte mit Code kann ich nach dem Scannen immer noch mitgeben, wenn ich davon zehn in der Sakkotasche habe.
Bei der Vidcard ist das ein teures Geschenk, das sieht auch der Entwickler so. Er schlägt vor, es für sehr wichtige Geschäftskunden zu reservieren, denen man damit ein einzigartiges Erinnerungsstück mitgeben kann.
Mehr als nur ein Display?
Die Vidcard hat nicht ganz die Maße einer gewöhnlichen Visitenkarte sondern ist etwas größer. Abmessungen von 120,05 x 66,4 mm sind etwas größer und mit unter 5 mm Dicke ist die Karte zwar ziemlich dünn für ein Smartphone oder ein ähnliches Display, aber deutlich dicker als ein Stück Papier.
Das Display misst 5 Zoll in der Diagonalen und hat eine Auflösung von immerhin 720p. Es handelt sich um ein LCD und einen Touchscreen. Das Video, das man darauf anzeigen will, lässt sich über die Vidcard-App einstellen. Theoretisch sind auch mehrere Videos möglich, wenn man das etwas teurere „Team Pack“ erwirbt. Der interne Akku soll 100 Minuten reine Videowiedergabe unterstützen und in 30 Minuten wieder aufgeladen sein.
Der Preis beginnt bei 51€ für eine Karte, wobei noch ein paar Euro Versandkosten hinzukommen. Um sich die Option offen zu halten, eine Karte zu verschenken, greift man aber lieber auf eines der Pakete mit gleich mehreren Karten zurück.
Interessante Idee mit Nischen-Potenzial
Ganz ehrlich, die Idee ist ziemlich cool, einfach schon, weil eine Video-Visitenkarte so futuristisch klingt. In der Realität ist es aber einfach keine Karte sondern ein Bildschirm, der fast wie ein kleines Smartphone aussieht. Ein 5 mm dicker 5-Zoll-Bildschirm ist nicht so außergewöhnlich, dass das alleine 2026 irgendjemanden aus den Socken hauen würde. Einen unwesentlich größeren Bildschirm hat jeder von uns dabei. Man punktet eher mit dem Überraschungseffekt, weil damit vielleicht niemand rechnet, wenn man seine Visitenkarte aus der Tasche zieht.
Ab dem Moment, wo man den NFC-Tag scannt, schwinden die Vorteile aber, denn das geht auch ohne Display (oder per QR-Code) oder indem man die Informationen einfach direkt auf dem Smartphone anzeigt. Und das Verschenken der Vidcard ist an sich eine smarte, wenn auch teure Idee. Wenn der Beschenkte nicht nach einer Weile beschließt, die Karte selbst zu nutzen, sehe ich sie aber ehrlich gesagt als ein Stück Elektromüll. Da kann man nur hoffen, dass sie vorher den gewünschten Effekt hatte und zu einer fruchtbaren Partnerschaft geführt hat.
Und das Ganze lohnt sich natürlich überhaupt nur, wenn man in einer Branche arbeitet, in der man regelmäßig solche Events erlebt und neue Leute kennenlernt. Gehört ihr dazu? Wenn ja, würdet ihr euch so eine Visitenkarte wünschen?
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