SO geht LED 2026: Warum dieser 20€-Strip Philips Hue alt aussehen lässt
Jeder kennt sie, jeder hat sie: Normale RGB-LED-Streifen. Wollte man dabei keine Punkte, sondern halbwegs durchgehendes, fließendes Neon-Licht, brauchte man dicke Nylon-Schläuche. Philips Hue bietet das zwar mit dem Gradient Strip an, verlangt dafür aber Mondpreise. Die Lösung kommt mal wieder aus Fernost und heißt „Adressierbares COB“. Hier verschmelzen hunderte winzige LEDs zu einem nahtlosen Lichtband – und das schon ab 20€ für 5m!
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Inhalt
Was bedeutet „Adressierbares COB“?
COB steht für „Chip on Board“. Statt großer Einzel-LEDs werden hier hunderte mikroskopisch kleine Chips (bei diesem Modell wahlweise 576 oder 720 pro Meter!) direkt auf die Platine gelötet und mit einer durchgehenden Phosphor-Schicht überzogen.

Das Ergebnis ist ein absolut nahtloses, blendfreies Lichtband ohne den billigen „Perlenketten“-Effekt alter Streifen. Der Zusatz „Adressierbar“ (IC) ist der entscheidende Unterschied zu billigen COB-Streifen. Die LEDs lassen sich in Zonen einzeln ansteuern. Das ermöglicht fließende Regenbögen, Flammen, Lauflicht-Effekte oder WLED-Animationen, die sich vor dem teuren Strip von Philips Hue nicht verstecken müssen.

Technik-Check: WS2811 vs. WS2812B
Hier müssen wir kurz nerdig werden, denn das Angebot nutzt den WS2811 Chip mit 12 Volt. Das ist für Wohnräume oft die bessere Wahl als die bekannten 5V-Streifen. Bei der Auswahl solltet ihr daher genau auf den Einsatzzweck achten: Während sich die 5V-Variante (WS2812B) mit ihrer pixelgenauen Ansteuerung perfekt für kurze Strecken unter zwei Metern wie etwa ein Monitor-Ambilight eignet, spielt der hier verbaute WS2811 seine Stärken bei Längen von drei bis fünf Metern aus.
Durch die 12 Volt gibt es deutlich weniger Probleme mit Spannungsabfall am Ende des Streifens. Zwar steuert dieser Chip das Licht in kleinen Blöcken statt jede LED einzeln an, durch das milchige COB-Design ist dieser Unterschied im Alltag aber kaum sichtbar.

Das Set: Controller inklusive
Das Besondere an diesem Deal ist, dass es sich um ein Komplett-Set handelt (bis auf das Netzteil). Ihr bekommt nicht nur den 5-Meter-Streifen, sondern auch einen Tuya WiFi Controller. Damit lässt sich der Streifen per App steuern, dimmen und mit Google Home oder Alexa verknüpfen. Wer lieber bastelt: Der Streifen ist auch kompatibel mit WLED-Controllern wie dem Gledopto, den wir euch kürzlich vorgestellt haben.

Wichtig: Das Netzteil-Problem
Achtung: Im Lieferumfang ist meist kein Netzteil enthalten. Da der Streifen 12 Watt pro Meter zieht (bei 720 LEDs/m), braucht ihr für 5 Meter ein starkes 12V Netzteil mit mindestens 5 Ampere (60 Watt). Schließt deshalb bitte keine schwachen Router-Netzteile an.

Auch als „Rundum-Sorglos-Paket“ erhältlich
Wenn ihr kein entsprechendes Netzteil parat habt oder die Suche danach zu anstrengend ist, dann gibt es auch noch eine Art „Rundum-Sorglos“-Paket: Hier bekommt ihr einen COB-LED Streifen in verschiedenen Längen inklusive Tuya-Controller und Netzteil. Einziger Wermutstropfen: Statt 576 oder 720 LEDs pro Meter habt ihr hier „nur“ 360 LEDs. Das ist immer noch ordentlich. Wir haben euch alle Varianten oben in der Preisübersicht verlinkt.

Fazit: Das beste Licht-Upgrade?
Wer sein Setup aufs nächste Level heben will, kommt an adressierbarem COB nicht vorbei. Die Lichtqualität ist einer normalen Philips Hue Lightstrip Basis (die immer noch einzelne LEDs zeigt) haushoch überlegen. Für knapp 20 Euro ist dieses Set ein wirklich guter Einstieg in die Welt des punktlosen Lichts.
Quelle(n):
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