Vergesst den Pinsel: Dieses 19€ Airbrush-Set mit USB-C verleiht 3D-Modellen den letzten Schliff
Mich triggert dieses USB-C Airbrush-Set. Es liegt weniger daran, dass es günstig ist, keinen Riesen-Kompressor oder etliche Schläuche hat. Vielmehr erinnert mich das an meine bescheidenen „Mal-Künste“ beim Pinseln und (ungleichmäßigem) Sprühen mit Spraydosen – mit Schlieren oder viel zu dicker Farbschicht als Folge. Dieses USB-C Airbrush-Set hingegen könnte meine Lösung sein: Es passt in eine Hand, arbeitet mit Akku und kostet aktuell ungefähr so viel wie eine Rolle Filament von Material4Print.
- USB-C Airbrush-Set:
Wir unterscheiden bei CG in verschiedene Artikeltypen wie News, Test/Hands-On und Produktvorstellung. Bei einer Produktvorstellung (wie hier) haben wir das vorgestelle Produkt in der Regel NICHT physisch vor Ort oder getestet. Wir geben auf Basis der uns zugänglichen Informationen lediglich eine abschließende Einschätzung anhand unserer eigenen Expertise und Erfahrung ab.
Inhalt
Kraftzwerg mit 30 PSI und USB-C
Was sofort auffällt: Es gibt kein Kabelchaos. Der Kompressor ist direkt im Handgriff integriert. Im Inneren arbeitet ein Akku, der über einen modernen USB-C-Anschluss geladen wird. Eine Stunde am Strom reicht laut Herstellerangaben für Bemal-Sessions von über 60 Minuten.

Technisch überrascht der Winzling – wenn es denn wirklich stimmt, was das Datenblatt sagt: Demzufolge liefert er einen maximalen Luftdruck von 30 PSI. Über einen Knopf am Gerät lassen sich drei Leistungsstufen (schwach, mittel, stark) einstellen. Das wird auch auf dem verbauten Display angezeigt. Zudem könnt ihr bei Bedarf auch einen kleinen Schlauch anschließen.

Die Farbe wird durch eine 0,3 mm feine Düse zerstäubt. Sie ist fein genug für Details an Tabletop-Figuren, aber groß genug, um Flächen deckend zu lackieren oder Primer aufzutragen, ohne sofort zu verstopfen.

Einfache Steuerung für Anfänger
Klassische Double-Action-Pistolen erfordern oft viel Übung, da man gleichzeitig für die Luft drücken und für die Farbmenge ziehen muss. Dieses Modell nutzt eine einsteigerfreundlichere Lösung: Die Luft strömt nach dem Drücken des Auslösers konstant in der gewählten Druckstufe.

Mit dem Drehregler am Ende reguliert ihr dann lediglich, wie viel Farbe beigemischt wird. Je weiter ihr ihn entgegen dem Uhrzeigersinn dreht, desto breiter und satter wird der Sprühnebel. Mitgeliefert werden zudem direkt drei Farbbecher in unterschiedlichen Größen (10 ml, 20 ml und 40 ml).

Reality-Check 3D-Druck: Ohne Vorarbeit keine Magie
Bevor die erste Farbe fliegt, müssen wir kurz über das Postprocessing – also die Nachbearbeitung von 3D-Druckmodellen – reden. Wer versucht, einen typischen FDM-Druck aus PLA oder PETG direkt mit der Airbrush anzusprühen, wird enttäuscht sein. Die hauchdünne Farbe legt sich gnadenlos in jede einzelne Rille der Layer-Schichten.
Der Trick der Profis: Erst schleifen, dann ein guter Spritzspachtel (Filler), nochmals fein schleifen und zum Schluss eine Grundierung (Primer). Erst auf dieser spiegelglatten Oberfläche entfaltet die Airbrush ihre wahre Magie. Bei hochauflösenden Resin-Drucken aus dem SLA-Drucker fällt die Spachtel-Arbeit weg, hier reicht eine dünne Schicht Primer für die perfekte Farbhaftung. Wichtig: Egal welche Acrylfarbe ihr nutzt, sie muss für die Airbrush stark verdünnt werden. Die Konsistenz von fettarmer Milch ist hier der goldene Richtwert.

Einschätzung: Werkzeug-Upgrade
Ein vollwertiges Lackier-Setup mit großem Tank ersetzt dieser Handkompressor natürlich nicht. Dafür fehlt schlichtweg das Volumen für stundenlanges Dauerfeuer. Ich hoffe, dass ich dieses System mit der Zeit besser handhaben kann, als Pinsel und Sprühdose. Angesichts eines Preises von unter 20 Euro ist das Risiko vertretbar und der optische Gewinn für eigene Bastelprojekte potenziell gewaltig. Nutzt ihr ein Airbrush-System? Oder seid ihr Meister der Spraydose?
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