LincStation E1 kommt: Kompaktes Hybrid-NAS für den TV
Hersteller LincPlus, bekannt für Low-Budget-PCs und NAS-Systeme, kündigt via Kickstarter ein neues Einsteiger-NAS an: Die LincStation E1. Das kompakte Hybrid-NAS lockt mit HDMI-Anschluss für den Fernseher und einem komplett neuen Betriebssystem. Ob das Konzept aufgeht?

- LincStation E1 NAS:
- bei Kickstarter demnächst
Kickstarter und Indiegogo sind keine Online-Marktplätze, sondern Crowdfunding-Plattformen. Dort können Privatpersonen neue Produkte finanziell unterstützen. Ein Anspruch auf das fertige Produkt besteht jedoch nicht, was die Beteiligung zu einem Risiko macht.
Inhalt
Technische Daten im Vergleich
| Feature | LincStation E1 |
|---|---|
| Prozessor (SoC) | Rockchip RK3568 (Quad-Core Cortex-A55, bis 2.0 GHz) |
| Arbeitsspeicher | 4 GB DDR4 (fest verbaut) |
| Interner Speicher (OS) | 64 GB eMMC |
| Laufwerksschächte | 2x 3,5″/2,5″ SATA (HDD/SSD) + 2x M.2 NVMe 2280 |
| Max. Kapazität | bis zu 64 TB |
| Konnektivität | 1x 2.5GbE LAN, Wi-Fi (2.4G/5G) |
| Anschlüsse | HDMI 2.1 (4K Output) |
| Betriebssystem | LincOS (proprietär) |
| Gewicht | 907 g |
Kompaktes Hybrid-Design ohne Werkzeug
Optisch und konzeptionell geht LincPlus einen interessanten Weg. Die LincStation E1 ist extrem kompakt und wiegt gerade einmal rund 900 Gramm. Um Platz zu sparen, setzt man auf ein Hybrid-Design: Unter der Haube finden zwei klassische 3,5-Zoll- oder 2,5-Zoll-SATA-Laufwerke als Massenspeicher Platz. Ergänzt wird das Setup durch zwei M.2 NVMe-Slots für schnelle SSDs, die sich als Cache oder für rasante App-Zugriffe nutzen lassen.

Der Einbau der Festplatten soll dabei laut Hersteller komplett werkzeuglos vonstattengehen. Gekühlt wird die Hardware über einen internen Lüfter, der sich in drei Stufen (Silent, Auto, Full Speed) anpassen lässt.

Hardware: Gut für Medien, knapp für Docker
Angetrieben wird das NAS von einem Rockchip RK3568, einem genügsamen Quad-Core-Prozessor, den wir schon in diversen Mini-PCs und Einsteiger-Servern gesehen haben. Der Chip hat eine TDP von lediglich 6 Watt, was die LincStation E1 potenziell sehr stromsparend macht.

Erwähnenswert ist der integrierte HDMI-2.1-Port: Das NAS lässt sich direkt an einen Monitor oder Fernseher anschließen und decodiert 4K-Videomaterial nativ. Damit fungiert die Box nicht nur als Datengrab, sondern quasi als vollwertiger lokaler Mediaplayer für das Wohnzimmer. Auch Wi-Fi ist direkt mit an Bord.

Einen kritischen Blick müssen wir jedoch auf den Arbeitsspeicher werfen. LincPlus verbaut 4 GB DDR4 RAM sowie 64 GB internen eMMC-Speicher für das Betriebssystem. Für einfache Dateiablagen und Medien-Streaming reicht das völlig aus. Wer jedoch plant, mehrere Docker-Container oder virtuelle Maschinen parallel laufen zu lassen, wird mit den fest verlöteten 4 GB extrem schnell an die Grenzen des Systems stoßen.

Tschüss Unraid, hallo LincOS (mit 100% lokalem Fokus)
Die vielleicht größte Überraschung betrifft die Software. Setzte man noch bei der LincStation N1 auf das bei Bastlern extrem beliebte Unraid, liefert LincPlus die E1 nun mit dem hauseigenen „LincOS“ aus.

Hier gibt es jedoch direkt einen dicken Pluspunkt für alle Datenschutz-Fans: LincPlus verspricht explizit ein System, das zu 100 % auf lokale Konten setzt. Es gibt also keinen Cloud-Zwang für die Ersteinrichtung, wie es bei manch anderen Herstellern leider immer öfter der Fall ist. Apps für Foto-Alben, Remote-Downloads und PC-Backups sind ab Werk integriert.

Aktuell gibt es bei der Software aber noch eine deutliche Baustelle: LincOS unterstützt zum Start lediglich Android, iOS und Windows. Die für viele Nutzer essenziellen Webbrowser- und Mac-Clients befinden sich laut Kampagne „noch in der Entwicklung“ und sollen erst später per Update nachgereicht werden.
Einschätzung: Reiner Media-Server für Einsteiger?
Die LincStation E1 liest sich auf dem Papier wie eine interessante Mischung aus sparsamem Datengrab und TV-Multimedia-Box. Die Kombination aus SATA, schnellen NVMes, 2.5GbE-LAN und einem direkten HDMI-Ausgang ist für den Einsatz im heimischen Wohnzimmer nicht schlecht. Auch der Verzicht auf einen Cloud-Zwang ist lobenswert.
Sobald der Preis feststeht, wird sich zeigen, ob das NAS eine echte Alternative zu den etablierten Marken darstellt. Power-User sollten aufgrund des knappen Arbeitsspeichers, der fehlenden Web-Oberfläche und der Abkehr von Unraid jedoch vorerst skeptisch bleiben. .
Was haltet ihr von der LincStation E1?
Quelle(n):
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