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3Dmakerpro Raven vorgestellt: Mobiler LiDAR-Scanner mit 100m Reichweite ab 819€

Wenn ganze Räume, Gebäude oder Landschaften digitalisiert werden müssen, stoßen kleine Handheld-Scanner schnell an ihre physikalischen Grenzen. Genau hier setzt 3Dmakerpro mit der neuen Raven-Serie an. Der kompakte Spatial-Scanner arbeitet mit LiDAR-Technologie, erfasst Umgebungen auf bis zu 100 Meter Entfernung und richtet sich klar an Profis aus den Bereichen Digital Twins, VR und Reverse Engineering. Wir werfen einen Blick auf das Datenblatt der Neuerscheinung, die am 12. März offiziell startet.

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(Hinweis: Der offizielle Launch startet am 12. März 2026 um 16:00 Uhr deutscher Zeit. Preise können variieren. Stand: März 2026)

Zum 3Dmakerpro Raven »

Technische Daten im Vergleich

Feature3Dmakerpro Raven
TechnologieLiDAR (905 nm, Laserklasse 1)
Erfassungsreichweite80 bis 100 Meter
Genauigkeit2 cm (bei 10m), 3 cm (bei 20m), 5 cm (bei 40m)
Scan-Rate150.000 Punkte pro Sekunde
Sichtfeld (FOV)360° Horizontal, 40° Vertikal
Farbkameras12 Megapixel (1- oder 2-Kamerasystem)
Display3,9 Zoll AMOLED
Akku12.000 mAh (im Griff), ca. 2 Std. Laufzeit (Betrieb per Powerbank möglich)
Prozessor & Speicher8-Kern (2,4 GHz), 32 GB intern (erweiterbar per microSD)
Schnittstellen2x USB-C, Wi-Fi 5
Gewicht & Maße1,1 kg / 148 x 288 x 98 mm
Software & FormateRay Studio (PLY, OBJ, Gaussian Splatting)

LiDAR-Scanner (fast) für die Hosentasche

Optisch erinnert der 3Dmakerpro Raven fast schon an eine moderne Radarpistole. Im oberen Bereich rotiert ein LiDAR-Modul, das den Raum horizontal um volle 360 Grad und vertikal um 40 Grad abtastet. Mit einer Erfassungsrate von 150.000 Punkten pro Sekunde generiert das Gerät schnell große Punktwolken.

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Die maximale Reichweite gibt der Hersteller mit 80 bis 100 Metern an. Auf eine Distanz von 10 Metern soll der Scanner dabei eine Genauigkeit von zwei Zentimetern erreichen, was für das Vermessen von Innenräumen, Baustellen oder großen Maschinen ausreichen sollte.

Bedient wird das 1,1 kg leichte Gerät über einen 3,9 Zoll großen AMOLED-Touchscreen. Die nötige Rechenleistung liefert ein 8-Kern-Prozessor mit 2,4 GHz Taktung. Der interne Speicherplatz fällt mit 32 GB auf den ersten Blick etwas knapp aus, lässt sich aber glücklicherweise unkompliziert per microSD-Karte erweitern.

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Farbe, Gaussian Splatting und Erweiterungen

Um den generierten Punktwolken nicht Form, sondern auch fotorealistische Texturen zu verleihen, verbaut 3Dmakerpro – je nach gewählter Variante – ein System aus ein oder zwei 12-Megapixel-Kameras. Ein Vorteil der Raven-Serie ist die native Unterstützung für „3D Gaussian Splatting“. Dieses spezielle Rendering-Verfahren ermöglicht es, extrem realistische und plastische 3D-Szenen aus den erfassten Sensordaten zu generieren.

3DMakerpro Raven Sample

Verarbeitet werden die Daten in der hauseigenen Software „Ray Studio“. Der Hersteller bietet zudem diverse Hardware-Erweiterungen an, was auch die drei verschiedenen Versionen (Raven, Raven Max, Raven Max RTK) erklärt. So gibt es RTK-Module (Real-Time Kinematic) für zentimetergenaue GPS-Positionsbestimmung beim Kartieren, Halterungen für Insta360-Kameras sowie Mounts für Drohnen, Fahrräder oder Rucksäcke.

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Den nötigen Strom liefert ein wuchtiger 12.000-mAh-Akku, der direkt als Haltegriff dient und für rund zwei Stunden Dauerbetrieb ausreichen soll. Löblich mitgedacht: Das Gerät unterstützt eine externe Stromversorgung während des Betriebs. Ihr könnt den Scanner bei längeren Außeneinsätzen also einfach an eine Powerbank in eurem Rucksack anschließen.

Einschätzung: Professionelles Werkzeug zum „Einstiegspreis“

Der 3Dmakerpro Raven ist offensichtlich kein Gerät für den heimischen Schreibtisch-Maker, der kleine Miniaturen für seinen Resindrucker einscannen möchte. Wer präzise Makro-Scans im Submillimeterbereich benötigt, ist mit Modellen wie dem 3Dmakerpro Seal oder dem Toucan weiterhin besser bedient.

Der Raven zielt stattdessen auf Anwender ab, die digitale Zwillinge von kompletten Räumen, Gebäudefassaden oder weitläufigen Geländen erstellen wollen. In diesem hochspezialisierten Segment sind LiDAR-Systeme anderer Hersteller in der Regel unfassbar teuer. Wenn der Raven im realen Einsatz die versprochenen Datenraten und Genauigkeiten liefert, ist insbesondere der Early-Bird-Preis von 819 Euro eine echte Kampfansage an die etablierte Konkurrenz auf dem Markt für Spatial-Scanner. Einmal mehr wird es hier auf die Performance der Software ankommen.

Quelle(n):

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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Kommentare (1)

  • Profilbild von ScanGuerilla
    0 # 12.03.26 um 18:38

    ScanGuerilla

    Leider, wie die Vorgänger, nicht empfehlenswert. Die Datenqualität (LIDAR und 3DGS) ist sehr schlecht, für den professionellen Einsatz unbrauchbar. Die Software ist leider auch unterirdisch.

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