Mintion V1: Günstiges Addon-Filtersystem gegen giftige 3D-Druck-Dämpfe bei 3D-Druckern
Wenn der eingehauste 3D-Drucker in den Wohnräumen steht, überlegt man sich zweimal, ob man wirklich abseits von harmlosem PLA experimentieren möchte. Wer FDM-Drucker mit Materialien wie ABS, ASA oder Nylon füttert, hat schnell mit unangenehmen und teils gesundheitsschädlichen Ausdünstungen zu kämpfen. Neben ultrafeinen Partikeln (UFP) entstehen dabei auch flüchtige organische Verbindungen (VOCs) wie Styrol. Der Hersteller Mintion bringt mit dem Mintion V1 nun ein kompaktes Filtersystem auf den Markt, das genau dieses Problem für unter 70 Euro lösen soll.
Mintion V1 3D-Drucker Filtersystem:
bei Mintion für 66,95€
Inhalt
Technische Daten: Mintion V1
| Feature | Mintion V1 |
| Filter-Typ | 3-stufig (Vorfilter, HEPA H13, Aktivkohle) |
| Lüfter | Radiallüfter (Zentrifugal) |
| Luftdurchsatz | bis zu 60 m³/h (Luftgeschwindigkeit bis 10 m/s) |
| Anschluss | 100 mm Schlauch (Standard für Bambu Lab P1S/X1C) |
| Kompatibilität | Out of the box für Bambu Lab, Adapter für Creality, Elegoo, Prusa etc. als Druckvorlage |
| Gehäusematerial | 3D-gedrucktes ABS |
| Ziel-Schadstoffe | UFPs (Staub, Mikropartikel) & VOCs (Styrol, Caprolactam) |
Dreistufige Filterung direkt am Gehäuse
Normalerweise nutzt man große Raumluftreiniger wie beispielsweise den Xiaomi Air Purifier 4 Lite. Stattdessen setzt das Mintion V1 direkt an der Quelle an. Daher wird das System über einen kurzen Schlauch mit dem Drucker verbunden. Von Haus aus passt das perfekt an den Bambu Lab P1S und X1C. Allerdings gibt es auch Adapter für Creality, Elegoo oder Prusa. Diese kann man sich einfach selbst drucken.
Im Inneren des Gehäuses arbeitet ein starker Lüfter. Zuerst presst er die Abluft durch drei Filter. Ein Vorfilter fängt dabei groben Staub ab. Danach kümmert sich ein HEPA-H13-Filter um winzige Partikel. Abschließend soll dann Aktivkohle die giftigen Gase binden. Dabei bewegt der Lüfter bis zu 60 Kubikmeter Luft pro Stunde. Zusätzlich bietet Mintion noch ein kleines Messgerät (MT15) an. Damit lässt sich die Feinstaubbelastung im Raum live prüfen. Somit kann man die Lüfterstärke immer passend einstellen. Eine stylische Alternative zum MT15-Messgerät wäre etwa der Qingping Air Monitor Lite.
Der physikalische Haken beim ABS-Druck
Das Konzept liest sich erst einmal gut. Dennoch gibt es in der Praxis ein physikalisches Problem. Wer ABS druckt, braucht nämlich viel Wärme im Bauraum. Sonst verziehen sich die Bauteile schnell. Zieht der Mintion V1 nun stetig Luft ab, kühlt der Bauraum leider aus.
Glücklicherweise geht Mintion damit sehr ehrlich um. Daher rät der Hersteller zu einer Drosselung. Während des Drucks sollte der Lüfter auf maximal 20 Prozent laufen. Bei sehr großen Bauteilen bleibt der Filter am besten ganz aus. Stattdessen lässt man die Abluft erst nach dem Druck reinigen. Dann reicht eine volle Stufe für etwa zehn Minuten. Erst danach sollte man die Tür des Druckers öffnen.
Einschätzung: Interessantes & vor allem günstiges Addon
Für knapp 67 Euro bietet das Mintion V1 eine praktische Lösung. Schließlich kann nicht jeder einen dicken Schlauch aus dem Fenster hängen. Obendrein ist die Kombination aus HEPA und Aktivkohle hier absolut sinnvoll. Folglich sinkt die Hemmschwelle für Tests mit ABS, ASA oder PA-CF & Co. in den eigenen 4 Wänden dadurch bestimmt erheblich.
Natürlich bleibt ein solcher Filter immer ein Kompromiss. Einerseits möchte man saubere Luft. Andererseits braucht das Plastik seine Wärme. Wer das System jedoch clever steuert, macht nichts falsch. Somit bekommt man hier unserer Ersteinschätzung nach ein starkes und sehr günstiges Upgrade.
Nun zu euch: Würdet ihr ein derartiges Filter-Addon zusätzlich zum Filtersystem in eurem eingehausten Drucker in Erwägung ziehen? Oder druckt ihr eh keine „exotischeren“ Filamente oder habt den Drucker sowieso nicht im Arbeitszimmer?
Quelle(n):
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