Sony Inzone: Neues 540-Hz-Monster & geniales Headset vorgestellt
Sony baut das eigene Gaming-Line-up weiter aus und bringt mit dem INZONE M10S II einen Profi-Monitor sowie mit dem INZONE H6 Air ein offenes Headset für Gamer auf den Markt. Dazu gesellen sich noch Fnatic-Editionen und eine neue Farbe für die hauseigenen In-Ears. Ein starkes Hardware-Paket, das bei den aufgerufenen Preisen aber sicherlich nicht für jeden Geldbeutel gedacht ist.
Inhalt
INZONE M10S II bringt 540 Hz und MLA-Technik auf den Schreibtisch
Beim neuen INZONE M10S II, der im 01.07. für satte 1.349 Euro erscheint, liefert man nochmal deutlich mehr Profi-Fokus ab. Schon allein der Preis liegt höher als bei vielen anderen OLED-Varianten auf dem Markt, was aber auch durchaus seine Gründe hat. Sony verbaut hier nämlich ein 27 Zoll großes Tandem-OLED-Panel mit MLA-Technologie und einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln (QHD). Die Bildwiederholrate liegt bei absurden 540 Hz, gepaart mit einer minimalen Reaktionszeit von 0,02 ms (GtG). Durch das Tandem-Panel erreicht der Monitor eine Spitzenhelligkeit von 1500 nits, während die Standardhelligkeit im SDR-Betrieb bei soliden 335 nits liegt.
Das Farbbild soll mit 99,5% DCI-P3 Abdeckung äußerst lebendig sein und Anschlüsse wie der extrem schnelle DisplayPort 2.1 (PD54) sowie zwei HDMI 2.1-Ports und ein integrierter USB-Hub runden das Paket ab. Der Monitor richtet sich zu 100 % an absolute Enthusiasten, weshalb es auch den speziellen 24,5-Zoll-Modus in 1080p für Esportler gibt. Einen kleinen Haken findet man aber bei der Motion Blur Reduction (MBR). Schaltet man diese ein, fällt die maximale Bildwiederholrate mal eben auf 270 Hz ab, was man bei der Nutzung im Hinterkopf behalten muss. Gegen nervige Spiegelungen hilft eine Super Anti-Glare-Beschichtung.
INZONE H6 Air liefert offenen Studio-Klang
Während der Monitor eher den gut betuchten Profi abholt, ist das INZONE H6 Air durchaus auch für reguläre Gamer spannend. Sony bringt hiermit ab 21.04. für 199 Euro ein offenes Over-Ear Headset (Open-Back) auf den Markt, was in diesem Headset-Bereich eigentlich eine Seltenheit ist, da man sonst primär auf geschlossene Varianten zur Abschirmung setzt. Offene Kopfhörer haben die Besonderheit, dass die Ohrmuscheln nicht komplett versiegelt sind. Dadurch nimmt man die Umwelt weiter wahr und es kommt unweigerlich zum sogenannten Soundbleed nach außen, was im Gegenzug aber für ein wesentlich räumlicheres Klangerlebnis sorgt.
Die offene Bauweise wird hier durch ein durchlöchertes Aluminiumgehäuse realisiert. Mit nur 199 Gramm ist es laut Sony ihr leichtestes Headset bisher, was aber natürlich auch stark daran liegt, dass es sich um die kabelgebundene Variante handelt und der sonst übliche Akku einfach wegfällt. Beim Komfort setzt man auf weiche Nylon-Ohrpolster und ein Stoff-Kopfband, was wir schon vom letzten kabellosen Modell kennen.
Kojima-Siegel und Treiber vom 400-Euro-Kopfhörer
Im Inneren stecken Treiber, die eine direkte Abwandlung von Sonys offenen Studio-Kopfhörern sind und nun speziell auf Gaming getunt wurden. Das abnehmbare Boom-Mikrofon wurde extra so ausgerichtet, dass es keine Töne aus den offenen Ohrmuscheln aufnimmt, um den angesprochenen Soundbleed im Voice-Chat zu unterdrücken. Angeschlossen wird das Ganze ganz klassisch über ein 3,5-mm-Klinkenkabel, wobei eine USB-C Audio Box für den vollen Zugriff auf die EQ-Profile in der INZONE Hub App mitgeliefert wird.
Übrigens ist das Headset sogar von Kojima Productions, bekannt für frühere Metal Gear Solid Spiele und Death Stranding, offiziell empfohlen. Wie viel Wert dieses „Kojima approved“ Siegel jetzt wirklich hat, darf man aber durchaus hinterfragen. Hier nutzt man halt einfach clever die eigenen Connections im PlayStation-Universum für ein wenig Marketing.
Fnatic Editionen und lila Buds als teures Farb-Update
Neben den großen Hardware-Neuheiten gibt es im April 2026 auch noch ein paar optische Updates. So veröffentlicht man eine komplett in Orange gehaltene Kollektion bestehender INZONE Produkte mit der Marke des E-Sport-Teams Fnatic. Die INZONE Mouse-A kostet in dieser Edition 200 Euro, während das große INZONE Mat-F Mauspad für 110 Euro und das kompaktere Mat-D für 70 Euro über die virtuelle Ladentheke gehen.
Wem das zu knallig ist, der greift vielleicht lieber zu den INZONE Buds, die eine neue Farbvariante in leicht transparentem Glass Purple für ebenfalls 200 Euro erhalten.
Offener Klang als Highlight und ein kompromissloser Profi-Monitor
Das neue Line-up zeigt schon eine sehr klare Richtung. Ich persönlich finde die Variante des INZONE H6 Air eine richtig gute Idee. Viele nutzen ohnehin bereits separate Mikrofone in Kombination mit einem offenen Kopfhörer, wieso also diese beiden Welten nicht mal sinnvoll in einem Gerät kombinieren? Zwar sind 199 Euro für ein rein kabelgebundenes Headset nicht allzu günstig, aber wenn man hier klanglich wirklich in die Nähe des MDR-MV1 kommt, der immerhin satte 400 Euro kostet, ist der Preis absolut berechtigt.
Der INZONE M10S II ist mit seinem Tandem-OLED, dem DisplayPort 2.1 und den 540 Hz sicherlich ein echtes Hardware-Biest, zielt aber mit weit über 1.000 Euro zu 100 % auf Profis ab, die wirklich jeden Frame brauchen. Die Fnatic-Peripherie ist am Ende wohl einfach Merch für waschechte Fans des E-Sport-Teams und mit der neue Buds Variante greifen sie erneut die leichte Retro-Charakteristik auf.
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