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Neues Sony Xperia 1 VIII: Die KI-Kamera wird zum Eigentor

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Ausgerechnet die neue KI-Funktion wird für Sony zum absoluten Eigentor. Während Samsung, Google und Co. ihre AI-Features mittlerweile halbwegs glaubwürdig vermarkten, stolpert Sony mit dem Xperia 1 VIII direkt zum Start über den eigenen Kamera-Assistenten. Dabei hatte Sony nach dem holprigen Launch aus dem letzten Jahr eigentlich dringend einen sauberen Neustart gebraucht. Der Vorgänger kämpfte teils mit Überhitzung, Abstürzen und sogar spontanen Totalausfällen.

Technische Daten des Sony Xperia 1 VIII

Display6,5 Zoll LTPO OLED (1080 x 2340 Pixel), 120 Hz, 19.5:9 Format (~396 ppi), Corning Gorilla Glass Victus 2
ProzessorQualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 (3 nm @ 4,6 GHz)
GrafikchipAdreno 840
RAM12 GB / 16 GB RAM
Interner Speicher256 GB / 512 GB / 1 TB UFS (dedizierter microSDXC-Slot)
KameraHauptkamera: 48 MP, f/1.9, 24mm, 1/1.35″, 1.12µm, Dual Pixel PDAF, OIS
Periskop-Telekamera: 48 MP, f/2.8, 70mm, 1/1.56″, 1.0µm, Dual-Pixel PDAF (15cm – ∞), OIS, 2.9x optischer Zoom
Ultraweitwinkel: 48 MP, f/2.0, 16mm, 1/1.56″, 1.0µm, PDAF
Frontkamera12 MP, f/2.0, 24mm, 1/2.9″, 1.22µm
Akku5000 mAh mit 30W kabelgebundenem Laden, 15W kabellosem Laden
KonnektivitätDualSIM (Nano + eSIM), 5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, GPS/GLONASS/BDS/GALILEO/QZSS, NFC, USB Typ-C 3.2 (OTG, Videoausgabe)
FeaturesSeitlicher Fingerabdrucksensor, Stereo-Lautsprecher, 3,5mm Klinkenanschluss, IP65/IP68 staub- und wasserdicht
BetriebssystemAndroid 16 (bis zu 4 große Android-Upgrades)
Maße / Gewicht162 x 74 x 8,3 mm / 200 g
FarbenGraphite Black, Iolite Silver, Garnet Red, Native Gold
Vorstellungsdatum13.05.2026
Preisab 1.499,00 €

Der AI Camera Assistant: Wie man ein gutes Smartphone unnötig schlecht aussehen lässt

Sony wollte beim Xperia 1 VIII endlich auch stärker auf KI setzen. Der neue „AI Camera Assistant“ sollte Nutzern intelligent beim Fotografieren helfen und automatisch bessere Kamera-Einstellungen vorschlagen. Klingt erstmal vernünftig. Das Problem: Die offiziellen Marketing-Bilder sahen teilweise aus wie schlechte Instagram-Filter aus dem Jahr 2018.

Sony Xperia 1 VIII AI Camera Assistant

Überbelichtete Himmel, komplett überschärfte Strukturen, unnatürlich aufgehellte Gesichter und ein Bokeh-Effekt, der Hintergründe regelrecht wegradiert hat. Besonders Food-Aufnahmen wirkten teilweise fast plastikartig. Das Internet reagierte entsprechend gnadenlos. Tech-YouTuber, Fotografen und selbst einige Branchenvertreter machten sich öffentlich über die Beispielbilder lustig. Sony versuchte später zwar gegenzusteuern und erklärte, dass die KI keine Bilder „verfälscht“, sondern lediglich vier Kamera-Optionen zur Auswahl vorschlägt. Trotzdem bleibt der Schaden hängen.

Die größte Stärke? Ein neuer Sensor für die Telekamera

Dabei ist die Kamera auf dem Datenblatt wirklich gut. Auch wenn beim Xperia 1 VIII ein Feature des Vorgängers gestrichen wird. Statt variablem Zoom gibt es nun eine feste 70-mm-Telebrennweite. Klingt erstmal nach Rückschritt. Ist aber tatsächlich eigentlich ziemlich clever. Denn Sony verbaut jetzt einen deutlich größeren 1/1,56-Zoll-Sensor. Und der dürfte einen ordentlichen Unterschied machen. Die Telekamera sammelt massiv mehr Licht, produziert sichtbar weniger Bildrauschen und dürfte gerade abends weitaus bessere Ergebnisse liefern.

sony xperia kamera

Die Hauptkamera bleibt mit ihrem 1/1,35-Zoll-Sensor weiterhin eine starke Basis und löst wie die Ultraweitwinkelkamera mit 48 MP auf. Die Frontkamera bleibt dagegen eher konservativ unterwegs und sitzt weiterhin mit 12 MP im oberen Displayrand. Ja, wirklich im Rand. Ohne Punch-Hole. Ohne Notch. Willkommen im Xperia-Universum.

Xperia 1 VIII seitlich

Beim Prozessor gibt es erwartungsgemäß keine Kompromisse. Im Xperia 1 VIII steckt der Snapdragon 8 Elite Gen 5 – aktuell praktisch das Maximum dessen, was man in ein Android-Smartphone packen kann. Zusammen mit 12 GB RAM dürfte das System entsprechend flott laufen. Beim 1 TB-Modell stecken sogar 16 GB RAM drin. Praktisch: Sony hält weiter an Features fest, die bei anderen Herstellern längst ausgestorben sind. microSD-Slot? Gibt’s noch. Klinkenanschluss? Ebenfalls. Sony schwimmt hier weiterhin angenehm gegen den Strom.

Display und Akku: Hier merkt man Sonys größte Schwäche

Das 6,5 Zoll große LTPO-OLED-Display ist keineswegs schlecht. 120 Hz, dynamische Anpassung bis 1 Hz und ordentliche Farben liefern ein insgesamt hochwertiges Erlebnis. Aber: Für ein Smartphone jenseits der 1.400-Euro-Marke wirkt Full-HD+ mittlerweile einfach nicht mehr besonders beeindruckend. 

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Noch deutlicher wird das beim Akku. 5.000 mAh bekommt man inzwischen auch schon im untersten Preissegment bei der Konkurrenz. Beim Laden fühlt sich das Xperia aber fast wie ein Smartphone aus der Vergangenheit an. 30 Watt kabelgebunden und 15 Watt drahtlos? Das ist in dieser Preisklasse mittlerweile einfach schwierig zu verteidigen.

Einschätzung: Sony steht sich mal wieder selbst im Weg

Das Sony Xperia 1 VIII ist gleichzeitig faszinierend und frustrierend. Faszinierend, weil Sony weiterhin konsequent Dinge macht, die sonst kaum noch jemand macht. Klinke, microSD, symmetrisches Display ohne Loch, cleanes Android – das alles hat 2026 fast schon Exotenstatus. Dazu kommt endlich eine deutlich bessere Telekamera, die in der Praxis wahrscheinlich sinnvoller ist als der alte variable Zoom.

Frustrierend wird es dagegen bei allem rund um Preis und Außendarstellung. Der AI Camera Assistant war ein komplettes Marketing-Eigentor und hat dem Smartphone zum Start massiv geschadet. Dabei hätte Sony die neuen Kamera-Fähigkeiten eigentlich gar nicht künstlich aufblasen müssen. Die Hardware spricht diesmal weitgehend für sich selbst.

Gleichzeitig bleibt Sony bei Display, Ladegeschwindigkeit und Akku-Technik spürbar hinter den Konkurrenten zurück. Für 1.499€ erwarten Käufer heute aber auch einfach Spitzenwerte auf dem Datenblatt. Unterm Strich bleibt das Xperia 1 VIII trotzdem interessant. Es fühlt sich einfach anders an als der Rest des Smartphone-Markts. Genau das war schon immer Sonys größte Stärke. Und manchmal eben auch die größte Schwäche.

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Fred

Ganz schön smart: Alles was mit Uhren und Handys zu tun hat, fällt in mein Revier. Und Gadgets natürlich. Gadgets gehen immer!

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