Reolink OMVI & MagiCam: Triple-Lens & Akku-Wunder enthüllt
Schon in unserem Bericht zur CES hatte Reolink durchblicken lassen, die Überwachungstechnik in diesem Jahr massiv umkrempeln zu wollen. Nun lässt der Hersteller Taten folgen und bringt gleich zwei brandneue Kamera-Serien auf den Markt. Neben der wahnwitzigen OMVI-Serie mit drei Objektiven in einem Gehäuse steht vor allem die neue Power-Efficient-Reihe im Fokus. Dank einer Kooperation mit Qualcomm liefert Reolink hier ein echtes Akku-Wunder zum absoluten Kampfpreis ab.
- Reolink Argus MagiCam:
- Reolink OMVI 3i PoE (18 MP Triple-Lens):
- bei Reolink für 231,99€ (Aktion bis 14. Juni, danach 289,99€)
- Reolink OMVI 3i WiFi (18 MP Triple-Lens):
- bei Reolink für 299,99€ (ab 20. Juli)
- Reolink Video Doorbell 2. Gen:
- bei Reolink für 139,99€ (ab 20. Juli)
Inhalt
Power-Efficient Series: AA-Zellen statt riesiger Akkus
Wer kabellose Sicherheitskameras nutzt, kennt das Problem der schwindenden Laufzeiten im Winter. Zwar werben Hersteller wie Eufy gerne mit 365 Tagen Akkulaufzeit, was in unseren Breitengraden jedoch realistisch auf fünf bis acht Monate schrumpft. Dafür verbauen die Hersteller allerdings riesige Akkupacks. Die von uns getestete Reolink Altas 2K setzt beispielsweise auf gigantische 20.000 mAh.
Daher geht Reolink bei der neuen Power-Efficient-Serie einen völlig anderen Weg. Durch die Integration des extrem sparsamen Qualcomm-Chips (QCC730) steigt die Effizienz dramatisch an. Folglich hält die würfelförmige Argus MagiCam mit Dual-Wifi-Anbindung (2,4 & 5Ghz) für schlanke 84,99 Euro laut Hersteller starke neun Monate durch.
Das System mit magnetischem Mount benötigt hierfür lediglich zwei simple AA-Lithium-Batterien, die zusammen typischerweise gerade einmal 6.000 mAh fassen. Übrigens: Wollt ihr eine 24/7-Aufnahme, könnt ihr die Cam ans USB-C-Stromkabel hängen.
Ebenfalls zur Power-Efficient Serie gehört auch die neue Video Doorbell 2. Gen. Sie soll mit einer Akkuladung bis zu zehn Monate lang auskommen, lässt sich alternativ aber auch fest verkabeln.
Die Traum-Kombination: Smarte AI Box in Aussicht?
Da die Power-Efficient-Serie primär auf eine maximale Akkulaufzeit getrimmt ist, verzichten diese Kameras auf eine rechenintensive, lokale KI. Stattdessen nutzen sie lediglich die bei Reolink mittlerweile typische Personen- Kennzeichen und Tier-Erkennung auf dem Gerät. Die absolute Traum-Kombination wäre zukünftig, wenn sich diese ultra-sparsamen Cams mit der bereits angekündigten Reolink AI Box koppeln ließen. Somit hätte man die perfekte Symbiose aus extremer kabelloser Freiheit und Cloud-freier, hochintelligenter KI-Auswertung im eigenen Netzwerk. Ob Reolink diese Kompatibilität plant, bleibt jedoch abzuwarten.
Reolink OMVI Series: Lokale KI trifft auf 3 Linsen
Wer hingegen sofort eine fortschrittliche On-Device-KI nutzen möchte, muss aktuell zwingend zur neuen OMVI-Serie greifen. Diese bietet Reolink erfreulicherweise direkt in zwei Varianten an: als klassische PoE-Version für die feste Verkabelung und als flexible WiFi-Version für das drahtlose Heimnetzwerk. Beide Modelle schlucken zwar mehr Strom, bieten dafür aber ein echtes technisches Feuerwerk.
Kurz erklärt: Was bedeutet eigentlich PoE?
Die Abkürzung PoE steht für „Power over Ethernet“. Das bedeutet, die Kamera bekommt Strom und Netzwerkverbindung über ein einziges, fest verlegtes LAN-Kabel. Sie hängt also dauerhaft am Netz und muss nicht aufgeladen werden. Ihr braucht dafür jedoch einen PoE-fähigen Router, einen entsprechenden Switch oder einen sogenannten PoE-Injektor, der den Strom ins Kabel einspeist.
Das System vereint eine starre 10-Megapixel-Panoramakamera mit Doppelobjektiv und eine bewegliche 8-Megapixel-PTZ-Kamera (Schwenken/Neigen) in einem einzigen Gehäuse. Somit entsteht das sogenannte Triple-Lens-System (drei Linsen), wodurch das Einstiegsmodell OMVI 3i eine Gesamtauflösung von beachtlichen 18 MP erreicht.
Besonders spannend ist dabei das Zusammenspiel der Linsen. Erkennt die Panoramakamera eine Bewegung, übernimmt die untere Linse dank der SyncTrack-Funktion sofort die Verfolgung. Die PTZ-Kamera zoomt dynamisch an die Person heran und verfolgt diese zentriert über das Grundstück. Hierfür nutzt das System die lokale ReoNeura-KI, welche sämtliche Berechnungen komplett offline ausführt. Eine teure Cloud-Anbindung ist demnach überflüssig.
An dieser Stelle seid ihr gefragt: Sollen wir uns so ein Triple-Lens-Monster mal in die Redaktion holen und für euch als WiFi-Variante testen? Schreibt es uns in die Kommentare!
Reolink: Zwei Wege, ein klares Ziel
Reolink liefert hier ein extrem starkes, wenn auch zweigeteiltes Line-up ab. Auf der einen Seite steht die smarte, aber teure OMVI-Serie für den absoluten High-End-Schutz mit lokaler Auswertung. Auf der anderen Seite zeigt die Argus MagiCam, dass smarte Überwachung nicht teuer sein muss und riesige Akkupacks dank des Qualcomm-Chips künftig wohl der Vergangenheit angehören. Kommt ihr demnächst das Beste aus beiden Welten zusammen, haben wir einen echten Gamechanger am Start!
Quelle(n):
- Reolink Pressemitteilung
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Kommentare (2)