Xiaomis neuer Roboterarm nimmt euch den wohl nervigsten Handgriff nach dem Parken ab
Mit einem neuen autonomen Laderoboterarm zeigt Xiaomi, wie die Zukunft auf dem heimischen Stellplatz aussehen könnte. Die Konstruktion fährt automatisch aus einer kompakten Basisstation heraus und manövriert den Ladestecker völlig selbstständig in die Ladebuchse eures E-Autos. Ein absolut bequemes Feature für alle, die nach der Arbeit keinen Finger mehr rühren wollen, doch stellt sich hier unweigerlich die Frage: Lösen wir hier gerade ein Problem, das eigentlich gar keines ist?
Inhalt
Ein Roboterarm übernimmt den Ladevorgang
Im Kern handelt es sich bei Xiaomis neuem Setup um einen weißen Kasten, der fest in eurer Garage installiert wird. Kommt ihr mit dem Fahrzeug nach Hause, fährt daraus der besagte Laderoboterarm hervor.
Dieser navigiert den Ladestecker durch visuelle Erkennung automatisch in die Ladebuchse des Autos, ohne dass man selbst noch Hand anlegen oder schwere Kabel ziehen muss.
Ist der Ladevorgang beendet, zieht das System den Stecker ebenso eigenständig wieder heraus. So kann man am nächsten Morgen direkt einsteigen und losdüsen. Den aktuellen Status des Akkus hat man dabei ganz bequem über die entsprechende Smartphone-App im Blick. Eine ziemlich smarte Sache, die dem Nutzer im Alltag minimal etwas Arbeit abnimmt.
Reiner Luxus oder essenzielle Technologie?
Für den durchschnittlichen Fahrer ist das vermutlich nur ein wenig mehr Bequemlichkeit. Man spart sich halt den kurzen Weg zum Kabel und das manuelle Einstecken. Schauen wir uns aber mal andere Szenarien an, wird die Idee durchaus spannender und vielleicht sogar essenziell. Da wäre zum einen das große Thema autonomes Fahren. Wenn sich das Auto in Zukunft völlig selbstständig parkt und gar keinen Fahrer mehr an Bord hat, braucht es zwingend eine Möglichkeit, neue Energie zu tanken. Wobei man sich für solche automatisierten Flotten sicherlich auch noch etwas anderes ausdenken könnte.
Ein weiterer Aspekt sind hingegen Menschen mit motorischer Einschränkung. Wer Probleme damit hat, mit dem Ladekabel zu hantieren, für den könnte solch ein System ein echter Gamechanger sein und massiv zur Barrierefreiheit beitragen.
Keine völlig neue Erfindung
Man muss aber auch sagen, dass diese Idee nicht gänzlich neu ist. Es gibt bereits zahlreiche Projekte von alteingesessenen Automobilherstellern, die in eine ganz ähnliche Richtung gehen. Auch einzelne unabhängige Unternehmen scheinen intensiv an solchen automatisierten Lösungen zu tüfteln. Xiaomi erfindet das Rad hier also nicht neu.
Zwischen Must-have und Spielerei
Für die breite Masse ist der Laderoboter sicherlich kein absolutes Must-have, sondern eher ein luxuriöses Gimmick für die eigene Einfahrt. Immerhin braucht es dafür auch einen eigenen Stellplatz, wo man den Roboter installieren kann. Zudem nimmt die Automatisierung des Ladevorgangs einen Handgriff ab, den man eigentlich auch mal eben selbst erledigen kann. Die wahren Stärken liegen eher im Bereich des autonomen Fahrens und bei der Unterstützung für körperlich eingeschränkte Personen. Da macht das System durchaus Sinn und ist mehr als nur eine Spielerei. Bisher gibt es keine Infos, ob der Roboterarm auch wirklich verkauft wird oder es sich hier um ein Konzept handelt. Wäre so ein vollautomatischer Helfer etwas für eure Garage oder automatisiert man hier einfach etwas, was eigentlich nicht sein muss?
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