Heller und günstiger Heimkino-Beamer: Xgody N8 für 220,99€ bei Amazon
Der Xgody N8 ist ein neuer Beamer, der für einen vergleichsweise niedrigen Preis eine tolle Ausstattung bietet. Gerade zur Zeiten der Fußball-WM sind Beamer natürlich wieder spannend. Wir haben den flexiblen Heimkino-Projektor ausprobiert und sagen dir hier, was er gut macht, wo seine Schwächen liegen und ob sich der Kauf lohnt.
- Xgody N8 Beamer
- bei Amazon für 220,99€ Gutschein: R5DVEH6D)
Inhalt
Technische Daten des Xgody N8
| Modell | XGODY N8 |
| Typ | LED |
| Auflösung | Native FHD 1080P + HDR10+ |
| Bildformat | 16:9 |
| max. Bilddiagonale | 180 Zoll |
| Helligkeit | 1200 ANSI Lumen |
| Kontrast | 5000:1 |
| Stromverbrauch | k.A. |
| Anschlüsse | 1x HDMI, 1x USB-A, Audio |
| Maße | k.A. |
| Gewicht | 2,44 kg |
| Lautsprecher | 2x 10 W |
Cooles und funktionales Design mit Auto-Bildkorrektur
Beim Design folgt man dem modernen Trend, Beamer mit einer Aufhängung auszustatten. Anstatt eines starren Gehäuses, das flach auf dem Tisch steht, gibt es einen Standfuß und einen neigbaren Hauptteil. Damit kann das Bild unkompliziert auch schräg nach oben projiziert werden, da der Beamer selten auf der Höhe der Leinwand aufgestellt werden kann. So spart man sich, an kleinen Stellschrauben an der Unterseite zu drehen oder ein Buch mit passender Dicke unterzulegen. Was mir übrigens direkt beim Auspacken aufgefallen ist: Der Beamer ist extrem leicht. Das ist nicht unbedingt Vor- oder Nachteil, aber er ist damit in jedem Fall leicht umgesetzt.
Theoretisch ist es sogar möglich, den Beamer senkrecht zur Decke hin auszurichten. Damit lässt sich das Bild nach oben projizieren, falls man mal auf dem Rücken liegend einen Film genießen möchte. Xgody setzt hier auf ein sehr interessantes Design der Aufhängung, dass es so auch schon bei anderen Modellen der Marke gab, das wir sonst so aber noch nicht gesehen haben.

Das Bild muss dabei natürlich angepasst werden, um nicht verzerrt dargestellt zu werden. Die automatische Trapezkorrektur erzeugt innerhalb von einer Sekunde ein rechteckiges Bild, wenn eine Bewegung erkannt und die Neigung verändert wird. Positiv ist hier, dass das System sogar einen Hinweis einblendet, wenn die Neigung mehr als 15° beträgt, da dann die Qualität leidet. Außerdem gibt es auch eine Hinderniserkennung, die das Bild verkleinert, wenn etwas die Leinwand versperrt; und der Beamer kann auch schräg zur Leinwand stehen und dennoch das Bild automatisch anpassen.

Ein minimaler Kritikpunkt ist, dass sehr kleine Anpassungen der Neigung nicht erkannt werden und die Autokorrektur dann nicht auslöst. Alle Funktionen sind aber ohnehin auch deaktivierbar und man kann auch alles manuell einstellen.

Die Anschlüsse auf der Rückseite sind übersichtlich. Hier gibt es lediglich einen HDMI-Anschluss. Für Speichersticks oder Peripheriegeräte gibt es noch den USB-A-Port und für den optionalen Lautsprecher oder Kopfhörer einen Audioausgang. Dank abgeknicktem Netzkabel ist auch die vertikale Aufstellung kein Problem.
Anstatt des beiliegenden, ca. 1,50 m langen Netzkabels kann auch jedes andere Kabel mit Zweipoligem Stecker verwendet werden. Gerade, wenn man die vertikale Option eh nicht nutzt, kann man so auch einfach auf ein längeres Kabel wechseln.
WhaleOS als Betriebssystem
Beim Start begrüßt einen direkt der WhaleOS-Schriftzug. Bei dem Namen werden einige erst mal verwundert schauen, da man mittlerweile oft Google TV auch auf günstigere Beamern findet. Whale OS basiert aber ebenfalls auf Android und ist gerade im Budget-Bereich bei Projektoren schon sehr verbreitet. Im Wesentlichen handelt es sich um eine andere Nutzeroberfläche.
Als solche ist der Anblick vielleicht erst mal etwas ungewohnt, dabei ist das UI grundsätzlich sehr übersichtlich. Auf der Startseite werden an unteren Bildrand die verschiedenen Streaming-Apps angezeigt. Darüber ist eine Vorschau an ausgewählten Titeln der jeweiligen App zu sehen, was aber nur bei ausgewählten Apps wie Netflix oder Prime Video funktioniert.
Scrollt man zum „Play Store“, kann man darüber weitere Apps herunterladen. Die meisten, gängigen Streaming-Apps werden unterstützt: RTL+, WOW, Magenta TV, DAZN – alle Apps, die wir gesucht haben, waren auch vorhanden. Netflix, Prime und Disney Plus werden bereits von Anfang an als die ersten Apps vorgeschlagen. Außerdem gibt es natürlich YouTube. (Twitch?) Ein bisschen schade: Auf der Startseite kann man die Apps nicht ganz frei anordnen und alle neu installierten Apps bleiben ganz rechts in der Liste.
Neben der App-Auswahl gibt es noch ein paar Einstellungen, die sich aber im Wesentlich auf Updates und Infos zum Beamer selbst beschränken. Die Bildeinstellungen erreicht man auch über die entsprechende Taste auf der Fernbedienung. Man kann außerdem noch eine externe Bildquelle wählen; da es aber nur einen HDMI-Eingang gibt, gibt es hier nicht viel zu sagen.
Laut Beschreibung gibt es sogar eine „KI-Sprachsteuerung“ über die Fernbedienung. Einen Beamer per Sprachbefehl steuern ist allerdings nicht mehr neu oder besonders und abgesehen von der gelegentlichen YouTube-Suche ertappe ich mich selten dabei, überhaupt die Spracheingabe am Fernseher oder Beamer zu benutzen. Eines der am meisten überbewerteten Features bei TV-Geräten generell meiner Meinung nach – aber nett, dass es mit dabei ist.
Helles Bild und klarer Sound
Das Bild wird in Full HD ausgegeben; HDR10+ wird unterstützt und der Kontrast mit 5000:1 angegeben. Der Hersteller spricht außerdem von besonders scharfen Kanten im Gegensatz zur häufig zu findenden Unschärfe an den Rändern. Tatsächlich ist ein solcher Effekt hier nicht wahrnehmbar.
Positiv fällt für mich auch die Helligkeit auf. Die wird mit 1200 ANSI Lumen angegeben, was bereits ein ordentlicher Wert ist. Selbst am helllichten Tag bei hoch stehender Sonne und nur mit Jalousien abgedunkelten Fenstern habe ich ein gut erkennbares Bild. Lediglich in dunklen Szenen fällt dann auf, dass hier doch längst kein tiefes Schwarz erreicht wird. Dunkelt man den Raum noch mehr ab, wird es aber besser und für einen Beamer dieser Preisklasse habe ich hier keine Beanstandungen.
Auch der Sound ist gut und man kann Sport und Filme genießen, ohne einen externen Lautsprecher anschließen zu müssen. Besonders begeistert bin ich vom Lüfter, den ich hier gar nicht wahrnehme. Laut Herstellerangaben liegt die Lautstärke bei 32 dB, was flüsterleise ist. Ich nehme den Beamer aber als leiser wahr als andere Modelle mit dieser Angabe. Laute, durchgehend rauschende Lüfter haben schon bei so manchen günstigen Beamer den sonst guten Gesamteindruck zerstört – hier nicht.
Es gibt auch die Möglichkeit, den Beamer rein als Lautsprecher zu benutzen. Per Tastendruck schaltet er in den Speaker-Modus, in dem sich die Projektion auch komplett ausschalten lässt. Das ist praktisch, wenn man keinen anderen Lautsprecher zur Verfügung hat und Musik laufen lassen möchte. Hier kann man sich auch mit dem Smartphone per Bluetooth verbinden.

Einfach ein guter Beamer für seine Preisklasse
Nachdem ich bisher noch nicht viele Xgody-Projektoren ausprobiert hatte, bin ich ohne große Erwartungen an den N8 herangetreten. Insgesamt bin ich durchaus positiv überrascht. Das Design ist sicher Geschmacksache, sticht aber zwischen all den Beamern mit Aufhängung definitiv heraus. Der Mechanismus funktioniert außerdem gut, ebenso wie die schnelle automatische Bildanpassung, deren einziger Schwachpunkt ist, dass sie vielleicht minimal empfindlicher sein könnte.
Die Benutzeroberfläche trifft nicht meinen persönlichen Geschmack, aber man findet alle seine Streaming-Apps und die Navigation ist sehr unkompliziert. Ein UI mit zig verschiedenen Tabs und Funktionen braucht man auf einem Projektor nicht wirklich.
Der Ton ist gut, wenn er auch wie bei allen Projektoren nicht an einen dedizierten Bluetooth-Lautsprecher herankommt. Stark ist aber der wirklich sehr leise Lüfter, der den Filmgenuss null stört.
Daher kann ich gar nicht anders als sagen: Für seinen Preis ist der Xgody N8 einfach ein guter Projektor für den gelegentlichen Filmeabend oder gemeinsames WM-Schauen zuhause. Wenn das euer Budget ist, könnt ihr über eine Anschaffung nachdenken.
Hier geht's zum GadgetWenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.













Sortierung: Neueste | Älteste
Kommentare (1)