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Wanbo X7 Pro Max – Entertainment-System mit Google TV und hellem Bild für 369,59€

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Wanbo ist seit Jahren eine Art Geheimtipp bei günstigen Projektoren. Viele Modelle waren aus Preis-Leistungs-Sicht echte Highlights, selten musste man mehr als 200 oder 300 Euro zahlen. Der Wanbo X7 Pro Max erscheint nun im Sommer 2026 und präsentiert sich als das bisher stärkste Modell. Kann es trotz des geringfügig höheren Preisschildes wieder überzeugen?

Technische Daten des Wanbo X7 Pro Max

ModellWanbo X7 Pro MaxWanbo X5 Pro
AuflösungFull HD / 1920 x 1080pFull HD / 1920 x 1080p
Bildformat16:916:9
max. Bilddiagonale300 Zoll180 Zoll
Helligkeit1500 ANSI Lumen1100 ANSI Lumen
Kontrast3500:13000:1
MEMCjanein
Dolby Audiojanein
Stromverbrauch180 W145 W
AnschlüsseHDMI 2.1, USB, AudioHDMI 2.1, 2x USB, Audio
Maße283,5 x 283,8 x 152 mm252 x 246 x 115 mm
Lautsprecher20 Watt12 Watt

Ein lang ersehntes Upgrade

Über die Namenswahl des Projektors darf man sich nicht all zu viele Gedanken machen. Einen Wanbo X7 gibt es nicht, auch ein X6 findet sich nicht im Produktsortiment des Herstellers. Tatsächlich ist der Wanbo X7 Pro Max am ehesten der Nachfolger des Wanbo X5 Pro. Den haben wir bereits zum Release 2024 getestet und waren sehr angetan von der zum damaligen Zeitpunkt beeindruckenden Ausstattung. Lohnt sich nun das Upgrade zum Nachfolger?

Die optische Ähnlichkeit ist nicht zu übersehen, Form und Farbe sind quasi identisch. Schlichtes Schwarz wird mit goldenen Akzenten kombiniert. Das sieht schick aus; ein schlichteres Design ohne Gold hätte es meiner Meinung nach aber auch getan. Insgesamt ist es dezent genug, um in jede Wohnung zu passen und schafft es dabei, einen hochwertigen Eindruck zu erzeugen.

Die Änderung gegenüber dem X5 Pro ist nun ein flexibler Standfuß. Damit weicht man vom derzeitigen Trend einer „Aufhängung“ ab, mit der der Projektor geneigt werden kann. Das Ergebnis ist natürlich das Gleiche, rein optisch gefällt mir diese simplere Lösung sogar besser. Der Nachteil: Die Projektion lässt sich lediglich um 15° verstellen, was oft ausreicht, aber eben nicht die Flexibilität eines Gimbals bietet. Um ein hohes Bild bis unter die Zimmerdecke zu erhalten, reicht es etwa nicht, den Beamer auf den Boden zu stellen, sondern es braucht immer mindestens einen Couchtisch oder sogar eine höhere Ablage.

Der Standfuß ist optional und liegt separat im Karton. Vor dem ersten Einsatz muss man ihn mit zwei Schrauben festziehen, was aber schnell erledigt ist. Alternativ lässt man ihn einfach weg und stellt den Beamer flach auf den jeweiligen Untergrund. Dafür gibt es immerhin vier Gumminoppen, die auch ein Verrutschen verhindern.

Die Fernbedienung muss dann noch mit Batterien ausgestattet werden. Kleiner Kritikpunkt hier: Der Verschluss des Batteriefachs ist unnötig kompliziert und ich hätte mir hier eine einfache, verschiebbare Abdeckung gewünscht. Glücklicherweise muss man die Batterien nicht oft wechseln und so lädt die Fernbedienung immerhin nicht zum Herumspielen ein.

Sonst ist die Fernbedienung top und auch mit den mittlerweile fast obligatorischen YouTube-, Prime-Video- und Netflix-Tasten ausgestattet, welche die jeweilige App sofort starten.

Die Anschlüsse der Rückseite: „Übersichtlich“

Trotz der Möglichkeit, das Bild zu neigen, was ihn eigentlich flexibel im Einsatz macht, wirkt der X7 Pro Max rein optisch wie ein Projektor, der seinen festen Platz vor der heimischen Leinwand hat. Hierzu passt dann nicht ganz, dass es nur einen HDMI-2.1-Anschluss gibt. Mehrere Geräte gleichzeitig anzuschließen, etwa den TV-Stick und die Gaming-Konsole, geht also nicht.

Das ist nur bedingt ein Problem, da der Beamer selbst durchaus als vollwertiger Smart-TV-Ersatz taugt (dazu später mehr) und man dann einfach die Playstation zusätzlich anschließen kann. Ein zweiter Anschluss würde hier einfach etwas mehr Flexibilität bieten.

Wanbo X7 Pro Max Full HD Beamer Anschluesse 2

Neben HDMI gibt es noch einen USB-A-Port für Speicherstick oder Peripheriegeräte und einen Audio-Ausgang. Daneben befindet sich lediglich der Netzanschluss. Das beiliegende Kabel ist mit ca. 1,50 m etwas kurz, es lässt sich aber durch ein anderes Euro-Netzkabel mit zweipoligem Anschluss tauschen, wenn man sonst Probleme hat, eine Steckdose zu erreichen.

Großes und helles Bild – so soll es sein

Beim Bild verspricht Wanbo Großes. Bis zu 300 Zoll groß soll es sein, was allerdings rund vier Meter hohe Decken voraussetzt, die selbst Altbauwohnungen nicht haben. Ein 300 Zoll großes Bild wäre 6,6 x 3,7 Meter groß. Dabei reichen auch 150 oder oft 100 Zoll aus, um ein beeindruckend großes Bild zu erzeugen. (Auf dem Datenblatt wird auch schon „nur“ noch von einer empfohlenen Größe von maximal 180 Zoll gesprochen.)

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Knapp 140 Zoll Bilddiagonale entspricht bereits dieser Größe.

Das Bild hat hier eine Auflösung von 1920 x 1080p, also Full HD. 4K wird zwar unterstützt, aber nur in dem Sinne, dass sich entsprechende Inhalte wiedergeben lassen. Verbaut ist eine 5-teilige Linse für ein besonders scharfes Bild, außerdem wird HDR10 unterstützt.

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Besonders gut fällt die Helligkeit mit 1500 ANSI Lumen aus. Schon mit dem Vorgänger hatte man einen sehr hellen Projektor (1100 ANSI Lumen) angeliefert, hier legt man noch ein paar Lumen nach. Das Bild ist gerade bei kleinerer Bilddiagonale deutlich unter 100 Zoll wirklich sehr hell und der Beamer damit auch am Tag gut zu benutzen. Für meinen persönlichen Geschmack ist sogar bei bis zu 150 Zoll ein Filmgenuss absolut möglich. Lediglich in dunklen Szenen ist dann nicht mehr alles gut zu erkennen.

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Das gilt für die Nutzung am Tag bei nur zum Teil abgedunkelten Fenstern. Bei völliger Dunkelheit erübrigt sich das Problem, hier hat man ein in dieser Preisklasse absolut herausragendes Bild.

Automatische und manuelle Anpassungen des Bildes

Natürlich lässt sich das Bild dann noch den persönlichen Vorlieben anpassen. Über die üblichen Regler lassen sich Helligkeit, Kontrast, Sättigung, Farbton und Schärfe nachjustieren. Es stehen auch ganze Profile wie „Lebhaft“ oder „Sport“ zur Auswahl. MEMC, also die Zwischenbildberechnung, lässt sich ebenfalls noch anpassen und Gamer können auch einen Niedrig-Latenz-Modus aktivieren.

Automatisch anpassen lässt sich hingegen das Bildformat. Bei Wanbo heißt die Technologie ASA 3.0. Durch die Neigung des Projektors wird das Bild verzerrt, was aber automatisch ausgeglichen wird. Diese automatische Trapezkorrektur ist mittlerweile Standard genauso wie ein Autofokus, also das automatische Scharf-Stellen des Bildes. Das gelingt hier beides gut, wenn auch eher langsam. Ein paar Sekunden braucht der X7 Pro Max dafür jeweils – das können andere Geräte auch schneller. Ein Problem ist das aber nicht, da man es nur einmalig beim Einrichten machen muss.

Zusätzlich gibt es hier eine Hinderniserkennung und eine Screen-Fit-Funktion. Die Hinderniserkennung verkleinert das Bild, wenn Gegenstände vor der Leinwand stehen oder ein Bilderrahmen an der Wand hängt. Das nimmt einem das manuelle Anpassen an ein begrenzte Fläche an der Wand ab, was gut gelingt. Da das Bild dadurch aber oft deutlich kleiner wird, ist es meistens wohl eher ratsam, Hindernisse einfach zu entfernen.

Screen Fit bedeutet, dass das Bild einem Rahmen bzw. der Leinwandgröße angepasst wird. Auch das kann man durch vorsichtiges Platzieren des Beamers selbst erreichen, die Autofunktion nimmt einem hier aber auch diese Arbeit ab, wenn man möchte.

Google TV als Betriebssystem

Für eine reibungslose Performance sorgt das neue MediaTek MT9660 Chipset. Auch hier wurde gegenüber dem X5 Pro nachgebessert. Dazu gibt es 2 GB RAM und 32 GB internen Speicher – nicht die wichtigsten Parameter bei einem Projektor, aber dennoch essenziell für eine flüssige Bedienung gerade beim Wechseln zwischen mehreren Streaming-Apps.

Auf dem Projektor ist Google TV auf Basis von Android 14 installiert. Wer schon mal einen Fernseher oder Beamer mit Google TV (oder irgendein Android-Smartphone) eingerichtet hat, den wird hier wenig überraschen. Habt ihr bereits einen Google-Account, könnt ihr diesen einfach für die Einrichtung nutzen und seid in wenigen Minuten fertig. Hier lassen sich unter anderem bereits einige Apps auswählen, die automatisch installiert werden.

Der Beamer hat Widevine L1, was bedeutet, dass Netflix auch in Full HD dargestellt werden kann. Weitere Apps sind Prime Video, Disney+ und alle Streaming-Apps, die es so für ein Android-Gerät gibt. Über den Playstore findet man eigentlich alles.

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Das OS ist grundsätzlich gut optimiert. Beim Navigieren durchs Menü hakt es gelegentlich mal, meistens läuft aber alles flüssig. Insgesamt halte ich es für ausreichend gut genug, um den Beamer tatsächlich als Smart-TV ohne externen TV-Stick oder sonstigen Zuspieler zu benutzen. Hier hat man alles, was man fürs Streaming braucht.

Kräftiger Sound und leise Lüfter

Lautsprecher mit insgesamt 20 Watt Leistung sorgen für den Klang beim Filme und Serien Schauen. Dolby Audio wird unterstützt und man gibt einen verhältnismäßig großen Resonanzraum von 550 cc an. Der Beamer sorgt damit für einen insgesamt guten Sound, bei dem mich sogar die Tiefen Töne mal einigermaßen abholen.

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Die andere Seite des Klangs betrifft dann den Lüfter, der wiederum möglichst leise sein soll. Wanbo verspricht weniger als 30 dB, was grob als die Grenze angesehen werden kann, unter der ein Beamer liegen sollte. Hier gelingt das und der Lüfter stört beim Schauen nicht. Lediglich bei absoluter Stille und Szenen ohne Ton wird man den flüsterleisen Lüfter wahrnehmen.

Fazit: Wanbo schafft es erneut

Wanbo verpasst dem X5 Pro hier ein überfälliges aber dafür auch sehr gelungenes und lohnenswertes Upgrade. Der X7 Pro Max ist vor allem heller und bietet merkbar besseren Klang mit den integrierten Lautsprechern. Dazu gibt es eine übersichtliche Benutzeroberfläche mit aktuellem Google TV, den optionalen Standfuß für flexible Anpassung der Projektion und einen nach wie vor sehr leisen Lüfter.

Ich kann mit den Beamer sehr gut im heimischen Wohnzimmer vorstellen. Genauso hat man aber genügend Flexibilität, um ihn auch mal einzupacken und spontan woanders (im Garten/bei Freunden) aufzubauen. Beim Angebotspreis deutlich unter 400 Euro gibt’s von mir eine Empfehlung.

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Jens

Aktuell interessiert mich vor allem das Thema E-Mobilität; die neuen E-Scooter erwarte ich mit Vorfreude. Als leidenschaftlicher Zocker freue ich mich auch über alle Gadgets mit Gaming-Bezug.

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