Aqara Touchscreen Dial V1: Hat diese schicke Smart-Home-Gadget den Dreh raus?
Im Smart Home muss es nicht für alles ein Touchscreen sein. Ein simpler Drehregler wäre oft auch praktischer als ewiges Wischen auf einem kleinen Touchscreen. Genau hier will Aqara ansetzen. Wir haben euch bereits das große Panel Hub S1 Plus vorgestellt, wollen nun aber auch den „kompakten Bruder mit Drehknopf“ kurz beleuchten. Das Aqara Touchscreen Dial V1 verspricht nämlich eine edle Kombination aus Bildschirm und haptischem Drehrad für die Standard-Unterputzdose.
- Aqara Touchscreen Dial V1 EU:
Inhalt
Technisches: Alles an Bord?
| Feature | Aqara Touchscreen Dial V1 EU |
| Bauform | Standard-Schaltergröße (86 x 86 x 62,1 mm) für Unterputzdosen |
| Eingabe | Touchscreen + Physischer Drehregler (haptisches Feedback) |
| Integrierte Schalter | 2x elektrische Relais, 6x kabellose Schalter (virtuell) |
| Konnektivität | Wi-Fi (2,4 & 5 GHz), Bluetooth (kein Hub nötig) |
| Sensoren | Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Annäherungssensor (Präsenz) |
| Smart Home Systeme | Aqara Home, Apple Home, Alexa, Google Home |
| Gewicht & Strom | 369 g / 200-240 VAC (Nullleiter-Einsatz empfohlen) |
Edle Hardware trifft auf haptisches Feedback
Optisch macht das Aqara Dial V1 einiges her. Anstatt sich bei der Dimmung von Lampen auf Touch-Gesten zu verlassen, dreht ihr hier an einem soliden physischen Ring um das Display. Das System soll die Eingaben dann mit einem präzisen haptischen Vibrations-Feedback und einem leisen Klicken quittieren.
Zusätzlich hat Aqara das kompakte Gehäuse bis unter die Decke mit Sensorik vollgestopft: Ein integrierter Präsenzmelder schaltet nicht nur den personalisierbaren Bildschirmschoner aus, sobald ihr euch nähert, sondern lässt sich auch direkt als Auslöser für Automationen nutzen (z.B.: „Wenn jemand die Küche betritt, schalte das Nachtlicht ein“). Dazu kommen Sensoren für Temperatur und Luftfeuchtigkeit, die sich mit dem Aqara-Ökosystem synchronisieren. Ein großer Pluspunkt: Das Dial funkt direkt über Dualband-WLAN und benötigt keinen zusätzlichen Hub.
Vorsicht beim Dimmen: Das ist kein echter Dimmer-Schalter!
Trotz des fantastischen Drehrads verbirgt sich hier eine technische Stolperfalle: Das Gerät ist kein echter physischer Dimmer, der die Stromzufuhr eurer Deckenlampe drosselt. Das Dial sendet lediglich digitale Befehle an smarte Leuchtmittel. Schließt ihr eine alte „dumme“ Lampe direkt an die elektrischen Klemmen des Dials an, könnt ihr diese nur ein- oder ausschalten – dimmen lässt sie sich darüber nicht!
Software-Fail zum Start? Warum einige Käufer mit dem Gerät unzufrieden waren
Wenn die Hardware so genial ist, warum fallen dann bei Amazon insbesondere die 1- und 2-Sterne-Bewertungen auf? Die Antwort liegt in den Software-Limitierungen, die Aqara seinen Käufern bei Produkt-Release noch aufzwang. Damals unterstütze das Dial V1 zwar offiziell Apple Home und Co., war intern aber trotz Matter-Support anfangs restriktiv und primär für Aqaras eigene Geräte gedacht.
Mittlerweile sollen aber Philips Hue Lampen und andere Leuchtmittel sowie Sonos-Geräte integrierbar sein. Dafür müsst ihr aber einen Matter-Controller (z.B Apple HomePod, Echo Dot oder Google Nest) am Start haben.
Falls ihr das Aqara Dial V1 in Benutzung habt, sagt uns doch an dieser Stelle gerne in den Kommentaren, wie ihr mit dem Gerät mittlerweile zufrieden seid oder eben nicht.
Einschätzung: Edles Nischenprodukt?
Aqara hat mit dem Touchscreen Dial V1 Hardware-technisch definitiv was Schickes am Start. Die Drehrad-Funktion folgte Anfang 2025 einem Trend mehr zu haptischem (Dreh-)Feedback, wie auch schon der SwitchBot Hub 3 seinerzeit bewies.
Wir empfinden das Gerät jedoch als absolute Nische und würden weiterhin eher ein großes Touch-Display an der Wand bevorzugen. Findet das Teil bei euch Anklang?
Quellen:
- Aqara Produktdatenblatt (August 2026)
- Kundenrezensionen Amazon Deutschland
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