Huawei MatePad Air: Dünnes Tablet mit mattem 144-Hz-OLED & M-Pencil Pro
Das neue Huawei MatePad Air will mit einem hauchdünnen Gehäuse von nur 5,3 mm und einem matten 12-Zoll-OLED-Display die Brücke zwischen digitalem Skizzenblock und produktivem Arbeitsgerät schlagen. Auf dem Papier liefert Huawei mit einem riesigen 10.100-mAh-Akku, schnellen 144 Hz Bildwiederholrate und Stylus ein extrem spannendes Gesamtpaket ab, doch reicht das aus, um den selbstbewussten Preis von 799€ UVP ohne native Google-Dienste zu rechtfertigen?
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Inhalt
Technische Daten des Huawei MatePad Air
| Kategorie / Modell | Tablet / Huawei MatePad Air |
| Display | 12 Zoll OLED, 2.800 × 1.840 Pixel (275 ppi), entspiegeltes Ultra-clear PaperMatte Panel |
| Bildwiederholrate & Helligkeit | 30 bis 144 Hz (adaptiv), 1.200 Nits Spitzenhelligkeit |
| Prozessor (SoC) | Kirin T93C |
| Arbeitsspeicher (RAM) | 8 GB |
| Interner Speicher | 256 GB |
| Stift-Unterstützung (Stylus) | Huawei M-Pencil Pro im Lieferumfang enthalten (17,5 g, Bluetooth & NearLink) |
| Kameras | 50 MP Hauptkamera (f/1.8), 12 MP Frontkamera (f/2.4) |
| Akku & Laden | 10.100 mAh (bis zu 16 Std. Videowiedergabe), 66W SuperCharge (100% in ca. 85 Min.) |
| Audio | 6 Lautsprecher (Huawei Sound), 2 Mikrofone |
| Konnektivität | Wi-Fi 7 (802.11be), Bluetooth 6.0, NearLink, USB-C (USB 3.1 Gen 1), kein GPS |
| Betriebssystem | HarmonyOS 4.3.0 (ohne native Google-Dienste, ohne DRM HD-Streaming) |
| Abmessungen & Gewicht | 5,3 mm Gehäusedicke / 509 g Gewicht |
| Preis (UVP) | 799,00€ |
Vor- und Nachteile des Huawei MatePad Air
- Hauchdünnes (5,3 mm) und leichtes (509 g) Gehäuse
- Mattes OLED-Display (144 Hz, 1200 Nits) mit spiegelungsfreier PaperMatte-Technologie
- Huawei M-Pencil Pro direkt im Lieferumfang enthalten
- Sehr angenehmes, präzises und papierähnliches Schreib- und Zeichengefühl
- Großer 10.100 mAh Akku mit langer Laufzeit & 66W Schnellladen
- Klangstarkes Audiosystem mit 6 Lautsprechern
- Moderne Funkstandards (Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0)
- Keine nativen Google-Dienste ab Werk
- Kein DRM-Streaming in HD auf gängigen Plattformen (z. B. Netflix)
- Hohe UVP (799 €) im Vergleich zur Konkurrenz mit Google-Support
- Tastatur-Cover muss separat erworben werden
- Kein GPS verbaut
PaperMatte OLED: Überraschend stark mit Matt-Effekt
Das unbestrittene Highlight des Tablets sitzt direkt auf der Front. Huawei verbaut hier ein 12 Zoll großes OLED-Display, welches mit 2800 × 1840 Pixeln (275 ppi) auflöst und eine adaptive Bildwiederholrate von 30 bis 144 Hz unterstützt. Mit einer Spitzenhelligkeit von 1200 Nits geht dem Panel auch bei hellem Umgebungslicht nicht so schnell die Puste aus.
Normalerweise bin ich eigentlich kein großer Fan von matten Bildschirmen, da die typische Glossy-Optik bei Videos und Multimedia-Inhalten meist deutlich brillanter wirkt. Huawei nutzt hier allerdings ein nanoskaliges Ätzverfahren namens Ultra-clear PaperMatte, und das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen. Die Kombination aus kontraststarkem OLED-Panel, hoher Helligkeit und entspiegelter Oberfläche wirkt im Hands-On extrem stimmig und minimiert störende Reflexionen spürbar.
Präzise Stifteingabe mit dem mitgelieferten M-Pencil Pro
Im recht üppigen Lieferumfang legt der Hersteller erfreulicherweise direkt den Huawei M-Pencil Pro bei, welcher rund 17,5 g wiegt und via Bluetooth sowie NearLink angebunden wird. Ein passendes Tastatur-Cover gibt es zwar auch, dieses muss man sich bei Bedarf allerdings separat dazukaufen.
Aus der Sicht eines Laien funktioniert das Zusammenspiel zwischen Stift und Tablet hervorragend. Ich bin sicherlich die falsche Person, um komplexe künstlerische Meisterwerke auf das Display zu zaubern, aber in Huaweis eigener Zeichen-App GoPaint sowie in der Memo App arbeitet die Eingabe bemerkenswert direkt und präzise. Handschriftliche Notizen gehen leicht von der Hand, wobei die leicht angeraute Displayoberfläche für einen angenehmen, papierähnlichen Schreibwiderstand sorgt.
Die Software-Hürde: Google-Dienste per Umweg
Beim Betriebssystem setzt Huawei auf HarmonyOS 4.3.0 mit Android Unterbau. Hier stoßen wir auf die gewohnten Probleme. Ab Werk müsst ihr komplett ohne Google-Dienste auskommen. Über alternative Wege wie den Aurora-Store lässt sich zwar ein Großteil der alltäglichen Apps kinderleicht nachinstallieren, die bekannten Einschränkungen bleiben aber bestehen.
Größter Knackpunkt ist der fehlende DRM-Kopierschutz für hochauflösendes Streaming. Wir hatten zudem Probleme uns überhaupt bei Netflix einzuloggen, das könnte aber der Vorabsoftware geschuldet sein. Außerdem kommt das System direkt mit einiger Drittsoftware vorinstalliert.
Solide Alltags-Performance und ausdauernder Akku
Unter der Haube arbeiten neben dem neuen Kirin T93C, 8 GB RAM und 256 GB interner Speicher. Aufgrund der Vorabsoftware ließen sich im ersten Test zwar keine synthetischen Benchmarks installieren, im alltäglichen Hands-On gab sich das System aber keine Blöße. Animationen liefen durchgehend butterweich und Ruckler traten nicht auf.
Bei den restlichen Specs lässt sich Huawei nicht lumpen. Das Tablet bringt gerade einmal 509 g auf die Waage und beherbergt gleich sechs Lautsprecher mit Huawei Sound. Die muss man für ihren lauten und klaren Klang auch hervorhaben. DAzu kommen zwei Mikrofone sowie eine 50-MP-Hauptkamera (f/1.8) auf der Rückseite und eine 12-MP-Frontkamera (f/2.4) für Videoanrufe. An Funkstandards sind schnelles Wi-Fi 7 (802.11be) und Bluetooth 6.0 an Bord, während der kabelgebundene Datenaustausch über einen USB-C-Port (USB 3.1 Gen 1) läuft. Auf GPS muss man hingegen verzichten.

Für reichlich Ausdauer sorgt der 10.100-mAh-Akku, welcher laut Hersteller bis zu 16 Stunden lokale Videowiedergabe ermöglichen soll. Geladen wird per 66W SuperCharge, womit ein kompletter Ladevorgang rund 85 Minuten in Anspruch nimmt.
Fazit: Tolle Hardware für eine ganz spezielle Nische
Das Huawei MatePad Air hinterlässt einen zwiespältigen, aber letztlich positiven Eindruck. Die Hardware ist schlichtweg erstklassig verarbeitet, die Performance läuft im Alltag rund und das matte OLED-Display sieht wirklich gut aus.
Der Haken liegt schlichtweg beim Preis und den Software-Einschränkungen. Mit einer UVP von 799€ (zum Start ab dem 2. September 2026 immerhin mit 50€ Rabatt) ist das Tablet kein Schnäppchen. Konkurrenten wie das Honor Magic Pad 4 oder ein Samsung Galaxy Tab S11 bieten für weniger Geld topaktuelle Prozessoren von Qualcomm oder MediaTek und bringen standardmäßig volle Google-Unterstützung samt unkompliziertem HD-Streaming mit. Wer jedoch primär nach einer exzellenten, papierähnlichen Arbeitsfläche für Notizen und Zeichnungen sucht und auf DRM-Streamingdienste verzichten kann, bekommt hier ein gewohnt wertiges Huawei-Tablet.
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