Creality SPARKX i8: Echter Mehrfarbdruck jetzt aber WIRKLICH ohne Müllberge?
Bunte Deko-Figuren oder funktionale mehrfarbige Bauteile drucken macht schon manchmal Laune, die Berge an Spül-Abfall daneben deutlich weniger. Zusammen mit dem Creality K3 haben wir uns auf der IFA den neuen Creality SPARKX i8 und sein neuartiges QuarTeks-System im Live-Druckbetrieb erklären lassen. Verspricht uns Creality hier die nächste echte Evolutionsstufe oder bleibt am Ende doch der Mehrfarb-Frust bestehen?
- Preis: Offiziell noch unbestätigt (Launch via Indiegogo mit bis zu 30 % Frühbucherrabatt)
- Verfügbarkeit: Kampagnenstart für September 2026 angekündigt
Kickstarter und Indiegogo sind keine Online-Marktplätze, sondern Crowdfunding-Plattformen. Dort können Privatpersonen neue Produkte finanziell unterstützen. Ein Anspruch auf das fertige Produkt besteht jedoch nicht, was die Beteiligung zu einem Risiko macht.
Inhalt
Technische Daten des Creality SPARKX i8
| Feature | Creality SPARKX i8 |
|---|---|
| Drucktechnologie | FDM / FFF (Offener Bedslinger) |
| Bauraum | 260 × 260 × 255 mm |
| Mehrfarbsystem | QuarTeks 4-Kanal-Druckkopf (Einzeldüse) |
| Umschaltzeit Filament | Unter 1 Sekunde (< 1 mm gemeinsamer Weg) |
| Druckgeschwindigkeit | Bis zu 500 mm/s |
| Beschleunigung | Bis zu 10.000 mm/s² |
| Max. Hotend-Temperatur | 300 °C (Schnellwechsel-Hotend in 5 Sek.) |
| Max. Heizbett-Temperatur | 100 °C |
| Druckbett-Oberfläche | Beidseitig strukturierte goldene PEI-Federstahlplatte |
| Nivellierung | Vollautomatisch (81 Messpunkte + Auto Z-Offset) |
| Sensoren & Überwachung | 13 Sensoren (Fluss, Stau, Leerlauf) |
| Kamera | 720p KI-Kamera (Spaghetti- & Fehldruck-Erkennung) |
| Display | 2,85 Zoll Farb-Touchscreen (640 × 480 Pixel) |
| Konnektivität | Wi-Fi (2,4 GHz), Creality Cloud, LAN, MicroSD |
| Betriebslautstärke | ≤ 45 dB |
| Abmessungen & Gewicht | 467 × 423 × 456 mm | 9,72 kg |
IFA-Eindrücke: Was taugt der QuarTeks-Druckkopf wirklich?
Das Kernstück der Neuentwicklung nennt sich QuarTeks: Anstatt vier Filamente außerhalb zu parken und jedes Mal mühsam zurückzuziehen, führt Creality alle vier Stränge direkt in einen einzigen Druckkopf. Der gemeinsam genutzte Schmelzbereich vor der Düse schrumpft dadurch auf unter einen Millimeter zusammen. Im Video spreche ich von „integriertem Toolchanger“, was nicht ganz korrekt ist. Gemeint ist damit natürlich der vollautomatische Filamentkanalwechsel:
Beim Live-Testdruck auf der Messe konnten wir beobachten, wie schnell der Wechsel tatsächlich abläuft. Farbwechsel passieren tatsächlich in unter einer Sekunde. Gegenüber klassischen Systemen, die minutenlang spülen und Filament hin- und herschieben, spart das enorme Druckzeiten ein. Allerdings fällt direkt auf: Durch die vier integrierten Zuführungen und die Sensorik wächst der Werkzeugkopf spürbar an und bringt mehr bewegte Masse auf die X-Achse. Es bleibt also abzuwarten, ob sich dies auf die Druckqualität in Form von Ringing/Ghosting (Visuelles „Zittern“ in der Außenhaut) auswirken wird.

Infill-Purging vs. Spülturm: Warum die Müll-Rechnung hinkt
Creality wirbt offensiv mit „0 Gramm Abfall“, indem das Spülmaterial beim Farbwechsel einfach in das Füllmuster (Infill) des Druckobjekts gedrückt wird. Das klingt verlockend, birgt in der Praxis jedoch bekannte Tücken: Wird dunkles Filament in das Infill gespült, schimmert das Material erfahrungsgemäß schnell unschön durch hellere Außenwände hindurch.
Aus diesem Grund sind wir keine Freunde von reinem Infill-Purging. Wer makellose Oberflächen ohne Farbschatten verlangt, kommt auch beim SPARKX i8 nicht um einen Spülturm (Purge Tower) herum. Die gute Nachricht: Weil der gemeinsame Filamentweg extrem kurz ausfällt, schrumpft dieser Turm im Vergleich zu bisherigen Lösungen deutlich zusammen.

Echte Neuerung statt i7-Enttäuschung – aber warum Indiegogo?
Erinnern wir uns kurz an den SPARKX i7: Dessen Mehrfarb-Versprechen entpuppte sich letztlich als reines Marketing, denn die erzeugte Müllmenge lag auf dem Niveau des Jahre alten Vorbilds Bambu Lab A1. Beim SPARKX i8 liefert Creality hingegen eine echte mechanische Weiterentwicklung ab, die den Spülverlust physikalisch an der Wurzel anpackt.

Ein Dämpfer bleibt jedoch die Vertriebsstrategie. Warum muss ein weltbekannter, börsennotierter 3D-Druck-Riese wie Creality ein solches Gerät über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo finanzieren? Für euch bedeutet das: Vorkasse ohne verlässliche Endkunden-Garantien und das typische Plattform-Risiko, anstatt eines sauberen Starts im regulären Fachhandel.
Einschätzung: Hoffnungsträger mit offener Preisfrage
Der Creality SPARKX i8 beweist im Live-Betrieb, dass Mehrfarbdruck ohne große Müllberge auch mit einer einzelnen Düse machbar ist. Das QuarTeks-System minimiert Wartezeiten und Materialverlust wirksam. Ob der offene Bettschubser am Ende ein Erfolg wird, hängt neben der Langzeit-Zuverlässigkeit des mit Technik vollgestopften Druckkopfs vor allem vom finalen Preisschild ab.
Was sagt ihr dazu? Traut ihr dem integrierten Vier-Kanal-Kopf den Dauereinsatz ohne Verstopfungen zu? Und würdet ihr Creality bei einem Projekt auf Indiegogo euer Vertrauen schenken? Schreibt eure Meinung direkt in die Kommentare!
Quelle(n):
- Creality Crowdfunding Webseite (crowdfundingfdm.creality.com)
- IFA 2026 Produktpräsentation & Live-Demonstration vor Ort
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Kommentare (1)