HiBREW H10B: Siebträgermaschine für nur 63,39€!

HiBREW_H10B_Espressomaschine_Design

HiBREW nimmt das Einsteigersegment ins Visier: Während man sich mit größeren Modellen an ambitioniertere Hobby-Baristas wagt, zielt die kompakte HiBREW H10B ganz klar auf die beliebte Klasse der schlanken Küchen-Siebträger – also genau dort, wo sich seit Jahren die De’Longhi Dedica breitmacht. Auf dem Datenblatt will HiBREW den Platzhirsch aber mit Features überholen, die man in dieser Preisklasse sonst eher selten sieht.

Kompakt im Edelstahl-Gewand – und mit Manometer

Rein äußerlich setzt HiBREW auf ein Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl. Das wirkt auf den Produktbildern aufgeräumt, ist erfahrungsgemäß pflegeleicht und spart vor allem Platz auf der Arbeitsplatte. Wer eine kleine Küche oder schlichtweg wenig Stellfläche zur Verfügung hat, wird das Format schätzen.

Zwei Details stechen an der Front direkt ins Auge: Zum einen das mittig platzierte analoge Manometer. Das ist in dieser Klasse nicht selbstverständlich und hilft Einsteigern dabei, ein Gefühl für den Brühdruck zu bekommen – auch wenn man die vom Hersteller beworbenen „20 Bar“ wie gewohnt als reines Datenblatt-Marketing verbuchen darf (für einen guten Espresso peilt man schließlich um die 9 Bar an).

HiBREW H10B Espressomaschine Manometer

Zum anderen setzt HiBREW auf einen 51-mm-Siebträger. Das ist der typische Standard für kompakte Thermoblock-Maschinen. Im Lieferumfang befinden sich klassische Ein- und Doppelshot-Drucksiebe (Crema-Siebe) und ein „normales“ Sieb für einen doppelten Espresso. Und genau deswegen ist die H10B auch für Enthusiasten interessant, hier muss man nicht zwingend upgraden. Mit dem richtigen Sieb im Lieferumfang kann man so schon sehr günstig „richtig“ Espresso zubereiten.

Überraschend viele Einstellmöglichkeiten

Richtig spannend wird es bei den inneren Werten, denn im Gegensatz zu vielen simplen Budget-Modellen spendiert HiBREW der Maschine ein dezentes LED-Display und erstaunlich viele Einstellmöglichkeiten. Über einen NTC-Sensor lässt sich die Brühtemperatur in einem Bereich von 90 bis 96 Grad Celsius anpassen – ein nützliches Feature, um den Bezug feiner auf hellere oder dunklere Röstungen abzustimmen.

HiBREW H10B Espressomaschine Temperatur

Hinzu kommt eine regulierbare Vorbrühdauer (Pre-Infusion), die das Kaffeemehl vorab sanft durchfeuchtet, um ungleichmäßige Extraktion und Channeling zu minimieren. Im Standby informiert das Panel über die gewählte Temperatur, während beim Bezug praktischerweise ein integrierter Shot-Timer mitläuft, was den Kontrollblick auf die Stoppuhr am Smartphone überflüssig macht. Für Milchgetränke ist zudem eine bewegliche Edelstahl-Dampflanze an Bord, deren Dampftemperatur sich zwischen 50 und 60 °C justieren lässt, um feinen Mikroschaum für Cappuccino oder Latte Art zu erzeugen.

HiBREW H10B Espressomaschine Dampflanze

Günstige Dedica-Alternative mit Mehrwert?

Die HiBREW H10B liest sich auf dem Papier wie die Antwort auf das, was viele bei der De’Longhi Dedica seit Jahren vermissen: ein integriertes Manometer, eine feiner einstellbare Temperatur und ein Bezugs-Timer ab Werk. Wunder darf man bei der Bauform und einem einzelnen Thermoblock natürlich keine erwarten – zwischen Espressobezug und Milchschäumen muss man der Maschine etwas Zeit zum Heizen bzw. Entlüften geben, und ein 51-mm-System hat bauartbedingt physikalische Grenzen gegenüber einer 58-mm-Gastrogruppe.

Als Einstieg in die Welt des Siebträgers oder als kompaktes Upgrade für das Büro wirkt das Gesamtpaket aber solide und erfreulich unverspielt. Man bekommt die nötigen Werkzeuge an die Hand, um etwas tiefer in die Espresso-Materie einzusteigen, ohne gleich ein Vermögen auszugeben. Trotz des kleinen Preises möchten wir euch nichts vormachen: Ihr benötigt noch eine Mühle, wie z.B. die HiBREW G5, eine Kaffeewaage und einen vernünftigen Tamper. So werden selbst aus knapp 70€, schnell 150€ oder mehr. Trotzdem, viel günstiger kann man kaum in das Heimbaristatum einsteigen.

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Thorben

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