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BYD Denza Z9GT: In 9 Minuten voll geladen – deklassieren die Chinesen jetzt Tesla & Co.?

Der chinesische Autobauer BYD (Build Your Dreams) ist weltweit längst eine Macht im Bereich der Elektromobilität. Mit der neuen Premium-Marke Denza und dem Flaggschiff-Modell Z9GT bläst der Konzern nun zum Frontalangriff auf die westliche Elite um BMW, Mercedes und Porsche. Das Herzstück des neuen Elektro-Boliden ist die „Blade Battery 2.0“, die mit Ladezeiten lockt, die an Science-Fiction grenzen. Ein voller Akku in 9 Minuten? Wir schauen uns die Specs des Denza Z9GT an, der am 8. April offiziell in Europa vorgestellt wird – und suchen den Haken an der Sache.

Denza Z9GT Aufmacher

Warum schreiben wir bei China-Gadgets über E-Autos?

Um es direkt vorwegzunehmen: Wir sind keine ausgebildeten Automobil-Journalisten und maßen uns nicht an, das Fahrwerk oder die Spaltmaße eines Premium-Fahrzeugs wie Tester von klassischen Auto-Magazinen zu bewerten. Aber: Die rasante Entwicklung, die chinesische Tech-Giganten wie Xiaomi, Zeekr oder eben BYD gerade auf den Markt werfen, ist schlichtweg zu spannend, um sie zu ignorieren. Elektromobilität wird zunehmend zum fahrenden (chinesischen) Gadget, vollgepackt mit extremer Akku-Technik, Software und KI. Genau diesen technologischen Wandel wollen wir begleiten. Daher freuen wir uns bei diesem Thema besonders über eure fachkundigen Kommentare und Einordnungen unter dem Artikel!

Blade Battery 2.0: Laden mit 1.500 kW?

BYD wirft für den Denza Z9GT mit Superlativen um sich, die selbst eingefleischte E-Auto-Fans aufhorchen lassen. Unter dem Slogan „Bereit in 5. Voll in 9. Bei Kälte plus 3“ verspricht der Hersteller ein Ladeerlebnis der Extreme. Die Basis dafür bildet ein gigantischer Stromspeicher mit 122 kWh Kapazität, der auf der neuen Generation der Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) basiert.

Denza Z9GT Seitenprofil

Laut offiziellen Angaben lässt sich das System mit einer brachialen Leistung von bis zu 1.500 Kilowatt (kW) betanken – das entspricht einer Laderate von über 10C. (Kurze Erklärung: Die C-Rate gibt an, wie schnell ein Akku im Verhältnis zu seiner Kapazität geladen wird. 1C bedeutet, dass ein 100-kWh-Akku mit 100 kW geladen wird). Das Resultat: Der Akku soll in nur 5 Minuten von 10 auf 70 Prozent „State of Charge“ (SOC, Ladezustand) springen. Nach exakt 9 Minuten sollen 97 Prozent erreicht sein. Selbst bei eisigen Temperaturen von minus 30 Grad Celsius verspricht BYD, den Akku in lediglich 12 Minuten von 20 auf 97 Prozent zu pushen.

Denza Z9GT Scheinwerfer

Leistung im Überfluss: 960 PS und Devialet-Sound

Neben der enormen Ladegeschwindigkeit klotzt der Denza Z9GT auch bei den Leistungsdaten. Die heckgetriebene Basisversion soll bereits eine Reichweite von bis zu 800 Kilometern ermöglichen. Wer zur Allrad-Topversion greift, bekommt ein Set-up aus drei Elektromotoren, die wahnwitzige 960 PS auf die Straße bringen. Der Grand Tourer katapultiert sich damit in unter 3 Sekunden auf Tempo 100.

Im Innenraum setzt BYD auf Premium-Feeling und kooperiert mit dem französischen Audio-Spezialisten Devialet. Eine maßgeschneiderte Lautsprecherarchitektur soll hochauflösenden Dolby-Atmos-Klang ins Auto bringen.

Denza Z9GT Innenraum

Der Haken: Die Infrastruktur fehlt hierzulande

Auf den offiziellen Präsentationsfolien deklassiert BYD die europäische und amerikanische Konkurrenz schonungslos. Ein Mercedes EQS 500, ein Porsche Taycan Turbo oder ein Tesla Model S können bei diesen Ladezeiten auf dem Papier nicht ansatzweise mithalten.

Doch genau das müssen wir einmal ein wenig kritischer betrachten: Diese Lade-Rekorde klingen fantastisch, sind in der deutschen Realität aktuell aber pures Marketing. Um 1.500 kW (also 1,5 Megawatt) in ein Auto zu jagen, reicht unsere Infrastruktur nicht aus. Moderne Schnellladesäulen (HPC) an deutschen Autobahnen liefern im absoluten Bestfall 350 bis 400 kW.

Denza Z9GT Kuehl Heizfach

Zudem macht uns hier die Physik einen Strich durch die Rechnung: Der in Europa standardisierte CCS2-Stecker ist technisch bei etwa 500 Ampere abgeriegelt. Selbst bei einer 800-Volt-Architektur (oder gar 1.000 Volt) ist bei knapp 500 kW Ladeleistung das physikalische Limit des Steckers und der flüssigkeitsgekühlten Kabel erreicht. Für 1,5 Megawatt bräuchte man das Megawatt Charging System (MCS), welches aktuell eigentlich für gigantische Elektro-LKW entwickelt wird. Ohne ein dediziertes, proprietäres Ladenetzwerk von BYD bleiben die 9 Minuten also Theorie.

Denza Z9GT Kuehl digitale Spiegel

Einschätzung: Ein Statement aus China

BYD zeigt mit dem Denza Z9GT und der Blade Battery 2.0 eindrucksvoll, was bei den Zellen technologisch heute schon möglich ist. Die Europapremiere am 8. April in Paris ist eine klare Machtdemonstration in Richtung der etablierten Automobilindustrie. Die Chinesen beweisen, dass sie das „unmögliche Dreieck“ aus riesigem Akku, extremer Leistung und schnellen Ladezeiten zelltechnisch gelöst haben wollen. Auch wenn die Ladesäulen für das 1.500-kW-Laden hierzulande noch komplett fehlen, zeigt das Fahrzeug gnadenlos auf, in welchem Tempo sich der Markt entwickelt.

Was haltet ihr von diesen absurden Werten? Ist so eine Ladeleistung die Zukunft oder reines Marketing, das an der Realität der Ladesäulen scheitert? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

Quelle(n):

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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Kommentare (18)

  • Profilbild von Rdemmerich
    0 # 15.03.26 um 17:28

    Rdemmerich

    Schuster bleib bei deinen Leisten…

    Die chinesische Werbung ins deutsche zu übersetzen und dann Experte sein…

    nervig – fand's besser als ihr China Gadgets getestet habt – nen Chinesisch-Deutsch Übersetzer kann ich selber bedienen – oder gab's bisschen Para vom chinesischen Staat dafür?

    beides nicht so geil

    • Profilbild von ajueng1
      3 # 15.03.26 um 18:43

      ajueng1

      ….überflüssiger Kommentar.
      Ich finds gut, das China Gadgets sich auch mit E-Autos auseinander setzt, auch wenn ich in diese Richtung noch keine Ambitionen hege ist es allemal interessant zu sehen, wie sich der Markt entwickelt.

    • Profilbild von Thorben
      0 # 16.03.26 um 07:54

      Thorben CG-Team

      @Rdemmerich: Wir haben im letzen Jahr übrigens mehr Testberichte veröffentlicht als in den beiden Jahren davor. Also wir testen weiter Gadgets und das sogar mehr als vorher 😉

    • Profilbild von Müll-Sucher
      0 # 16.03.26 um 11:05

      Müll-Sucher

      und ja, da haben wir wieder so eine die von unter seinen Stein gekrochen kommt, und diese interessante Artikel versucht ins lächerliche zu ziehen. Du solltest dich beschäftigen mit Sachen wovon du Ahnung hast … also nur Mull

  • Profilbild von ilja
    2 # 15.03.26 um 17:33

    ilja

    Ich finde es gut das auch was über Autos kommt, für manche sind Autos auch gadgets

  • Profilbild von FranB
    0 # 15.03.26 um 17:58

    FranB

    Unnützes Wissen. Brüssel wird auch hier wieder einen Weg finden, solche Autos von Europa fernzuhalten oder sie zumindest für die breite Masse unerschwinglich zu machen.

    • Profilbild von Humorist
      0 # 15.03.26 um 21:06

      Humorist

      wie kann man es uns Europäern das verdenken, solltest du Recht behalten…? 😉

      • Profilbild von Theo McMullen
        0 # 16.03.26 um 07:25

        Theo McMullen

        Ja wenn man blumig "Technologieoffenheit" predict, Aber damnit eigentlich mint "Deutsche Verbrenner" dann verdenke ich es denen schon

  • Profilbild von husja
    0 # 15.03.26 um 20:42

    husja

    Gibt es überhaupt Spekulation wann das auto für den deutschen Markt verfügbar sein könnte ?

  • Profilbild von Andy ET
    0 # 15.03.26 um 21:47

    Andy ET

    Erstmal interessant finde ich die Batteriekapa und die theoretische Reichweite. Selbst wenn am Ende nur 450-500 km real dabei heraus kommen, dann vielleicht (hoffentlich) das bei einer angemessenen Reisegeschwindigkeit von 140-160 km/h und vereinzeltem schnellen Überholen.

    • Profilbild von Tobias
      0 # 16.03.26 um 06:43

      Tobias

      Die von dir genannten Geschwindigkeiten sind ausschließlich für Deutschland interessant und auch da wird das perspektivisch seltener werden. Von irgendwelchen Hypercars abgesehen liegt der Fokus bei der Fahrzeugentwicklung nicht bei Geschwindigkeiten Reisegeschwindigkeiten über 120 (auch wenn sie natürlich schneller können) und auch der WLTP Zyklus gibt das nicht her -> Reichweitenangaben darüber wirst du erst finden wenn das Fahrzeug in Deutschland auf dem Markt ist und wirklich vin verschiedenen Personen gefahren wurden.

  • Profilbild von B-e-r-n-d
    0 # 16.03.26 um 06:05

    B-e-r-n-d

    Ich finde das Thema schon sehr interessant und ihr könnt das gerne so weiter machen; allerdings wäre es cool, wenn ihr euch dabei auf bezahlbare Modelle konzentrieren könntet, welche sogar vielleicht eventuell irgendwann Mal nach Deutschland kommen könnten…
    Die Topleistungen jenseits der 500PS & über 80K€ hat mittlerweile sogar die Bild auf der Titelseite. Damit holt man niemanden mehr hinterm Ofen vor 😉

    • Profilbild von Thommy
      0 # 16.03.26 um 11:50

      Thommy CG-Team

      Yes, wir versuchen das Thema kontinuierlicher zu bringen – und dann eben auch nicht nur mit den Luxus-Karren 🙂

  • Profilbild von jammerweide
    0 # 16.03.26 um 08:22

    jammerweide

    also wenn der in DE mit kontinuierlichen 400kW durchbrät, wäre das trotzdem schon revolutionär.

  • Profilbild von MPC561
    0 # 16.03.26 um 15:34

    MPC561

    Ist ja schön.
    Laden mit 1500kWh. Mich würde interessieren wie die die Verlustleistung wegkühlen.
    Dann würde mich noch interessieren wie man die Infrastruktur bereitstellen will. Speziell Kabel. Die aktuellen Kabelquerschnitte geben das nicht annähernd her in den Städten. Die Lastpeaks für die Kraftwerke…

    • Profilbild von RRR
      0 # 19.03.26 um 08:42

      RRR

      "Die aktuellen Kabelquerschnitte geben das nicht annähernd her in den Städten"

      Die Kabelquerschnitte in den Städten brauchen dass auch nicht hergeben! Die Ladestationen sind mit Akkus ausgestattet, die diese Leistung spielend schaffen. Diese Akkus werden mit "normaler Leistung" ständig nachgeladen. Also kein Problem.

  • Profilbild von Ollidolli
    0 # 18.03.26 um 22:08

    Ollidolli

    Na ja, war letztens an einer 300kW Ladestation und habe gerade mal mit 150kW laden können … was nutzt denn sowas in der EU ?

    • Profilbild von Sven
      0 # 19.03.26 um 06:17

      Sven

      byd ist gerade erst dabei ihr händlernetzwerk und Fabriken in der EU zu bauen, sowie Ladeinfrastruktur.

      hoffe die Bundesregierung rettet nicht wieder die armen deutschen Autobauer, die nur noch minderwertigen müll produzieren

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