Dreame BioKnead – Die KitchenAid-Alternative mit bionischem Doppel-Haken?
Dreame kennen wir eigentlich für Staubsauger und Haartrockner, doch in einer wahren Produktoffensive der letzten Monate will die Marke weiter eure Küche erobern. Mit der Dreame BioKnead Küchenmaschine bringt man ein Modell auf den Markt, das vor allem Teig-Fans hellhörig machen dürfte. Wir haben uns das Gerät, das mit einem bionischen Doppel-Knethaken-System punkten will, genauer angeschaut.
- Dreame BioKnead
Inhalt
Vor- und Nachteile auf einen Blick
- leise
- Doppelhaken macht einen sichtbaren Unterschied beim Kneten
- integrierter Timer sehr praktisch
- Metallschüssel
- Saugnäpfe sorgen für sicheren Stand, selbst bei starken Vibrationen
- Verarbeitung könnte insgesamt sauberer sein
- immer noch ein stolzer Preis
Design & Verarbeitung: Massiver Alu-Guss statt Plastik
Das Gehäuse der Dreame BioKnead besteht aus robustem Aluminium-Druckguss und bringt ein stattliches Gewicht von 6,2 kg auf die Waage. Farblich setzt man auf ein edles „Cream White“, ein in meinen Augen dezentes Beige, dass sich nicht allzu sehr auf der Arbeitsfläche abhebt. Praktisch sind die Saugnäpfe auf der Unterseite, die in Kombination mit dem Gewicht für einen stabilen Stand sorgen.
Der Kopf lässt sich per Knopfdruck anheben (Tilt-Head-Design), um die Schüssel oder die Aufsätze zu wechseln. Im Lieferumfang ist alles enthalten, was man für den Start braucht: Doppel-Knethaken, Flachrührer, Schneebesen und ein Spritzschutz mit Einfüllöffnung. Alle Aufsätze sind zudem spülmaschinenfest, bis auf der Spritzschutz. Dieser muss leider von Hand abgewaschen werden. Haken und Rührer sind aus Metall und sehr stabil.
Über den Zubehör-Anschluss an der Vorderseite lässt sich die Maschine (ähnlich wie das Vorbild aus den USA, siehe Abschnitt „Dreame BioKnead vs. KitchenAid Artisan (Bowl Lifter)“) erweitern. Optional erhältlich sind unter anderem Fleischwolf, Nudelvorsatz oder Gemüseschneider.
Beeindruckend groß ist die 6-Liter-Edelstahlschüssel, die für bis zu 2,4 Kilo Teig ausreichen soll. Diese wird unter den Maschinenkopf eingedreht.
Insgesamt sieht die Küchenmaschine schick aus, bei genauerem Hinsehen finde ich aber kleine Unsauberkeiten beim Display oder Kratzer am Gehäuse. Nichts wirklich Schlimmes, für ein beworbenes „Premium-Gerät“ aber anzumerken.
Bionisches Kneten mit zwei Händen
Das absolute Alleinstellungsmerkmal der BioKnead ist das patentierte Doppel-Knethaken-System. Während die meisten Maschinen (auch KitchenAid) nur einen Haken im Kreis drehen, imitieren die zwei bionischen Haken von Dreame die Bewegung menschlicher Hände. Dafür sind zwei unterschiedlich lange Haken im Lieferumfang enthalten.
Im Test haben wir verschiedene Teige ausprobiert und konnten einen merklichen Unterschied im Kneten feststellen, wenn wir nur einen oder beide Haken zusammen verwendet haben. Im Video unten seht ihr wie das Ganze mit nur einem Haken aussieht.
Nichtsdestotrotz kam die Maschine beim Härtetest von Pizzateig mit 1,3 Kilogramm Mehl (Maximal sollen 1,5 kg möglich sein) an ihre Grenzen. Trotzdem bleibt der Teig in der Schüssel und nichts quillt über.
Der 800W DC-Motor arbeitet zwar immer noch erfolgreich, aber ein Schleifgeräusch im Inneren war zu Hören. Das aber auch nur mit großen Mengen zähen Teigs, ansonsten war die Maschine erstaunlich leise im Betrieb, selbst in den höheren Stufen.
Die Bedienung über das Display und den Button ist zu Beginn ein bisschen unintuitiv, da man das Gerät aktiv durch Drücken des Drehreglers einschalten muss. Danach kann man per Drehregler die 12 Geschwindigkeitsstufen auswählen. Über die Buttons lässt sich anschließend ein Timer von bis zu 20 Minuten einstellen, was wir für eine sehr praktische Funktion halten. Außerdem regelt die Maschine selbstständig die Geschwindigkeit herunter, wenn sie merkt, dass sie nicht vorankommt.
Knoblauchbällchen, Kekse, Pizza – Verpflegung im Büro
Wenn jemand sich über Tests von Küchengeräten freut, dann wohl meine Arbeitskollegen. Denn Küchenmaschinen ergeben erst ab einer gewissen Teigmenge Sinn und die Maximalmenge an Mehl musste natürlich auch angetestet werden. Unserer Laienmeinung nach sind alle Ergebnisse wirklich wunderbar gelungen.
Insbesondere die Pizza, die anschließend im Dreame Tasti zubereitet wurde, war wirklich lecker. Der Teig war luftig genug und die Handhabung mit der Maschine wirklich einfach. Der Wechsel zum Keksteig danach war auch kein Problem, kurzes Abspülen und weiter geht’s.
Dreame BioKnead vs. KitchenAid Artisan (Bowl Lifter)
Der Vergleich mit dem „Platzhirsch“ KitchenAid ist natürlich obligatorisch. Wir haben dafür ein Modell herausgesucht, was von der Größe her vergleichbar ist.
| Dreame BioKnead | KitchenAid Artisan (5KSM60SPX) | |
| Motor | 800W DC (Gleichstrom) | 325W AC (Wechselstrom) |
| Schüsselkapazität | 6,0 Liter | 5,6 Liter (Artisan Bowl Lifter) |
| Geschwindigkeiten | 12 Stufen | 11 Stufen |
| Timer | Integriert (LED) | Nicht Vorhanden |
| Knethaken | Patentierter Doppel-Haken | Klassischer Einzel-Haken |
| Max. Mehlmenge | 1500 g | 500 g |
| Preis (UVP) | 399€ | 899€ |
Während KitchenAid auf Kultstatus, langjährig zufriedene Kunden und ein Schüsselheber-System setzt, bietet Dreame technisch „mehr fürs Geld“ – besonders der DC-Motor, der integrierte Timer und die Größe der Schüssel sind Pluspunnkte für Dreame. Für die Hälfte des Preises kann man dann vielleicht mit ein paar Abstrichen leben.
Eine echte Ansage an die Konkurrenz?
Die Dreame BioKnead ist keine billige Kopie per se, im Großen aber eine Standard-Küchenmaschine mit Dreame Label. Aber besonders für Leute, die viel Brot oder Pizza backen, ist der Doppel-Knethaken in Kombination mit dem leisen DC-Motor ein gutes Argument. Wer keine 700 € für den Namen KitchenAid ausgeben möchte, aber die gleiche metallene Haptik und Laufruhe sucht, kann sich den Dreame-Neuling anschauen.
Was meint ihr? Kann Dreame auch in der Küche überzeugen oder bleibt ihr lieber bei den bewährten Marken? Lasst uns eure Alternativen in den Kommentaren.
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Kommentare (2)