Überraschung! Saugroboter-Experte Dreame stellt eigene Smartphones vor
Wer im letzten Jahr die Entwicklung von Dreame verfolgt, wird feststellen, dass sich dort gerade mit massiver Geschwindigkeit die Produktvielfalt erweitert. Nachdem ursprünglichen Einstieg mit Akkusaugern, auf die Saugroboter folgten, wandelt sich das Unternehmen immer mehr zum Haushaltsgiganten. Aber der Haushalt ist dem Unternehmen wohl nicht genug, denn neben eigener Autountermarke sind nun auch Smartphones vorgestellt worden. Sind die drei neuen Smartphones von Dreame einen Blick wert?

Inhalt
Dreame bringt gleich drei Smartphones
Auf einem Event in Polen hat Dreame gleich drei Smartphones vorgestellt. Erscheinen werden wohl das Dreame RS1, Dreame KOME Air1 und Dreame KOME E1. Beim RS1 handelt es sich wohl um ein Flagship-Gerät, während das Air1 und E1 wie günstigere Geräte scheinen, die wohl auch noch unter dem Markennamen KOME angesiedelt sind.

Dreame RS1: Ein Flagship mit ganz „besonderem“ Design
Das Dreame RS1 kommt in drei Farb- bzw. Texturvarianten. Die Standardversion ist klassisch schwarz mit einem horizontalen großen Kameraplateau auf der Rückseite. Für die anderen Varianten, ändert man das Aussehen maßgeblich, was für Spezialeditionen spricht. Einmal gibt es eine weiße Lederrückseite, bei der die Kameras sich in einem runden Kamerabump befinden. Bei der nächsten Varianten hüllt man das Gerät komplett in Gold, lässt das vertikale Plateau seitenfüllend anwachsen und verziert das Ganze mit einem V-förmigen Rahmen. Geschmäcker sind unterschiedlich, aber die Spezialeditionen sind definitiv eine gewagte Entscheidung.
Löst beim zweiten Blick ein Déjà-vu aus
Ausgestattet ist das Dreame RS1 mit Top-Hardware. Da wäre z. B. der aktuell stärkste Smartphone-Prozessor, der Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 und ein großer 7.200 mAh Akku mit schneller 90W kabelgebundener und 80W kabelloser Ladegeschwindigkeit. Inhalte werden auf dem 6,85″ großen OLED-Bildschirm mit 144 Hz dargestellt. Die Selfie-Kamera befindet sich unter dem Display, eine sehr seltene Entscheidung.

Abgerundet wird das Ganze dann durch drei Kameras mit einem 50 MP Hauptsensor, einem 50 MP Ultraweitsensor und einem 64 MP Periskop-Telefoto-Sensor. Geschützt ist es mit IP69 sogar gegen Hochdruckreiniger. Jeder Smartphone-Enthusiast kommt jetzt ins Grübeln und wird schnell feststellen, dass er das Gerät schon kennt. Es handelt sich hier nämlich um ein umgelabeltes ZTE Nubia Z80 Ultra. Laut Berichten vom Event ist die Software bisher auch noch nicht so weit angepasst, sodass man sogar noch die originale Produktbezeichnung in der Software findet.
Dreame KOME Air1 & E1: Zwei günstigere Smartphones?
Bei den beiden weiteren Geräten könnte Nubia auch zum Einsatz kommen, hier gibt es aber nicht die offensichtlichen Hinweise darauf und sie könnten von einem anderen ODM (Original Design Manufacturer) kommen. Das Air1 übernimmt dabei das klassische iPhone-Design auf der Rückseite. Es wiegt 172 g und soll nur 5,9 mm dünn sein. Als Prozessor kommt wahrscheinlich der Mittelklasse-Prozessor MediaTek Dimensity 7100 zum Einsatz. Kameratechnisch sind bisher eine 108-MP-Kamera auf der Rückseite und eine 32 MP Selfiekamera bekannt. Zudem befindet sich ein 5.000 mAh Akku im Smartphone, welcher mit 45W lädt.

Beim E1 geht man in die Richtung des Samsung-Designs. Hier ist ein MediaTek 7300 Prozessor und ein 120 Hz AMOLED Bildschirm bekannt. Der Akku ist 5.000 mAh groß und lädt mit 33W auf. Für die Kamera kommt mindestens ein 108-MP-Sensor auf der Rückseite und ein 50-MP-Sensor an der Front zum Einsatz. Im Gegensatz zum Air1 ist es mit 7,85 mm normal dick.
Eine gewisse Skepsis bleibt
Zu Preisen und Verfügbarkeit ist noch nichts bekannt, der Mobile World Congress in wenigen Wochen wäre ein typischer Ort für eine größere Bekanntgabe, dort ist Dreame aber zumindest nicht als Aussteller gelistet. Das hält aber auch nicht andere Unternehmen davon ab, um den Kongress herum ihre Geräte vorzustellen.
Etwas eigenartig ist das ganze schon, denn mit ihrem Flagship müssen sie durchaus einen Mehrwert gegenüber dem Nubia-Modell liefern, welches bereits in Deutschland verfügbar ist. Auch allein die Entscheidung mit Nubia zusammenzuarbeiten ist mutig, der beliebteste Hersteller ist das Unternehmen nicht unbedingt. Der ehemalige Partner Xiaomi wäre da die sicherere Wahl gewesen, ob die an solch einer Kooperation überhaupt Interesse haben, ist aber eine andere Sache. Außerdem scheinen die Geschäftsbeziehungen auch immer weiter auseinander zu gehen. Ganz abschreiben will ich sie aber auch nicht direkt, immerhin ist Dreame bei den Kernprodukten Weltspitze. Man muss jetzt aber auch bei der Expansion beweisen, dass man in anderen Kategorien durch Auswahl von qualitativen Partner oder Eigenentwicklungen punkten kann.
Quelle:
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