Dreame Tasti im Test: Die bessere Ninja Crispi?
Nach der Ninja Crispi ist vor den üblicherweise folgenden Nachahmerprodukten. Diesmal kommt der erste Kandidat direkt von Dreame, die seit einigen Monaten eine wahre Produktoffensive fahren. Darunter der Dreame Tasti, der bei genauerem Anblick ausgereifter als der Ninja Crispi wirkt.
- Dreame Tasti
Inhalt
Vor- und Nachteile auf einen Blick
- Kein Adapter-Chaos durch identischen Schüsselumfang für beide Schüsseln
- Stabile, große Glasschüsseln
- Hitzesticker verfärbt sich bei heißem Glas rot zur Warnung
- Groß dimensioniertes Heizelement und kräftiger Ventilator für knusprige Ergebnisse
- Nützliches Zubehör wie Silikonmatte und Reinigungsbürste im Lieferumfang
- Instabiles, verrutschendes Crisping-Blech erschwert das Handling
- Temperatur nicht frei wählbar und auf maximal 185°C begrenzt
- Fehlende Memory-Funktion speichert letzte Einstellungen nicht
- Nach vorne ausgerichtetes Display ist bei niedriger Aufstellung schwer ablesbar
- Nur ein Transportdeckel trotz zwei unterschiedlich genutzter Schüsseln vorhanden
- Beworbene Dampf-Funktion ist lediglich manuelles Einfüllen von Wasser
Modularer „Heißer Scheiß“: Der Kampf gegen das Adapter-Chaos
Ich gebe es offen zu: Nach meinem Test der Ninja Crispi war ich von dieser Art modularer Air Fryer – also ein Heizelement, das man auf verschiedene Schüsseln setzt – nicht wirklich überzeugt. Die Handhabung fand ich schlicht unnötig kompliziert. Man hantiert mit verschiedenen Aufsätzen herum, bis endlich mal was brutzelt.
Mit dem Dreame Tasti ist das Konzept nun deutlich besser gelungen. Der größte Nervfaktor bei Ninja? Die unterschiedlich großen Schüsseln (1,4L und 3,8L), für die man ständig einen extra Adapterring braucht, damit der „Powerpod“ überhaupt passt. Dreame löst das eleganter: Sowohl die kleine 2,5L als auch die große 4,5L Schüssel haben den gleichen Umfang. Man setzt das Heizelement einfach direkt drauf – fertig. So muss modular!
Design & Hardware: Glasklar im Vorteil?
Optisch orientiert sich der Tasti an modernen Glass-Air-Fryern wie dem Mova Aeroglass. Wir haben hier 360-Grad-Panorama-Sicht auf unsere Pommes. Ein cooles Sicherheitsfeature ist der Hitzesticker auf der Glasschüssel: Er verfärbt sich leuchtend Rot, wenn das Glas heiß ist – ein „Ampelsystem“ gegen verbrannte Finger.
Das Heizelement selbst ist beim Tasti größer dimensioniert als beim Ninja-Pendant. Während Ninja meiner Meinung nach gerade durch die ganz kleine Schüssel beim Aufwärmen von Resten die Nase vorn hat, zeigt Dreame seine Muskeln beim eigentlichen Garen. Die tieferen Schüsseln in Kombination mit einem kräftigen Ventilator sorgen für wirklich knusprige Ergebnisse.
Auf der Produktseite wurde damit geworben, dass ein bis zu 1,5 Kilogramm Huhn problemlos gegart werden kann. Da ich die Größe für den begrenzten Platz in der Schüssel für gewagt hielt, musste das natürlich ausprobiert werden. Zwar war unser Huhn mit knapp über 1,3 Kilogramm schon extrem knapp vom verfügbaren Platz und berührte leicht das Gitter vor dem Heizelement, dafür wurde es aber tatsächlich sehr lecker knusprig und innen saftig, mit einmaligem Wenden.
Aber Achtung: Ohne den Rost wird es schwierig mit der Knusper-Garantie, da die Luft dann nicht mehr unter das Gargut kommt. Und selbst mit ordentlicher Zirkulation werden die Ergebnisse leider von unten nie so richtig braun, wenn man sie nicht zwischendurch schütteln bzw. bewegen kann. So wie es zum Beispiel bei den Keksen oder der Pizza der Fall war. Ich habe auch jeweils den Zubereitungsprozess mit und ohne Backpapier getestet, was aber keinen spürbaren Unterschied gemacht hat, außer, dass es mit Backpapier einfacher herauszuheben war.
Die „Dampf-Offensive“ und das Zubehör-Paket
Dreame wirbt groß mit einer Dampf-Funktion für saftigere Ergebnisse und liefert dafür extra einen kleinen Messerbecher dazu. Im Endeffekt ist das aber nichts anderes, als einen Schluck Wasser in die Schüssel unten zu kippen. Und das könnte man bei jedem beliebigen Air Fryer machen, wenn man für etwas extra Feuchtigkeit sorgen möchte. Das als extra „Funktion“ anzuwerben ist dann schon eher witzig.
Nichtsdestotrotz haben wir das beim Brathähnchen ausprobiert und da war das Wasser unten zudem extra praktisch, um das herabtropfende Fett aufzufangen.
Beim Zubehör ist Dreame minimal spendabler als Ninja: es gibt den erwähnten Messbecher, eine kleine Reinigungsbürste für den Rost und eine Silikonmatte, zum Abstellen des heißen Heizelements. Dafür gibt es aber auch leider nur einen Deckel, während es bei Ninja zwei gab. Natürlich auch gezwungenermaßen, da die Schüsseln dort unterschiedlich groß sind, trotzdem hätte ich mich auch bei Dreame über einen weiteren Deckel gefreut.
Wo es hakt: Einlegeböden und Bedienung
Man kann nicht alles haben. Während Dreame beim Umfang der Schüsseln gewinnt, liefert Ninja die deutlich besseren Einlegeböden ab. Bei Ninja sitzen die Gitter fest und sicher. Das „Crisping-Blech“ von Dreame ist hingegen ein echter Stimmungskiller: Es verrutscht ständig und wirkt im Vergleich eher wackelig. Das ist vor allem ärgerlich, wenn man Lebensmittel schütteln oder rein- oder rausnehmen möchte.
Auch bei der Bedienung gibt es Licht und Schatten. Beide Geräte lassen eine frei einstellbare Temperatur vermissen. Der Tasti bietet 5 vordefinierte Programme, regelt aber bei 185°C ab, während die Ninja Crispi im Air-Fry-Modus bis zu 200°C schafft. Zudem fehlt dem Tasti eine Memory-Funktion für die letzten Einstellungen – man fängt bei jedem Start wieder bei Null an.
Zudem finde ich in der Bedienung das nach Vorne gerichtete Displays bei so einem niedrigen Gerät schwierig. Da gefällt mir die Bedienung am Ninja mit physischen Buttons deutlich besser.
Die Suche nach dem „Super-Air-Fryer“
Der Dreame Tasti ist definitiv das ausgereiftere Gerät, wenn es um das modulare Handling geht. Die identischen Schüsselumfänge machen den Alltag so viel entspannter und ergeben einfach Sinn. Trotzdem gibt es durchaus Abzüge für das allgemeine Handling, insbesondere das Crisping-Blech. Am idealsten wäre am Ende wahrscheinlich ein Gerät, was die besten Eigenschaften der zwei Konkurrenten miteinander vereinen würde:
Von Ninja: Die stabilen Gitter, die einfachere Bedienung durch physische Buttons und die praktische Memory-Funktion.
Vom Tasti: Das größere Heizelement, die praktischen Glasschüsseln mit gleichem Umfang und das nützliche Zubehör wie die Heizmatte.
Bis dahin bleibt der Dreame Tasti für alle, die gute Ergebnisse und gleich große Schüsseln schätzen, die aktuell bessere Wahl in dieser speziellen Nische. Wer eher der „Aufwärm-König“ ist und fest sitzende Roste liebt, schielt vielleicht doch eher zur Ninja.
FAQ
🧺 Wie groß ist das Fassungsvermögen?
Das Gerät wird im Set mit zwei unterschiedlich großen Glasbehältern geliefert: Einer kleinen Schüssel mit 2,5 Litern für Single-Portionen und einer großen mit 4,5 Litern Volumen.
🌡️ Was ist die maximale Temperatur?
Während das technische Datenblatt einen Bereich bis zu 200 °C angibt, regelt das Gerät im Praxistest bei 185 °C ab.
🍗 Passt ein ganzes Hähnchen hinein?
Ja, laut Hersteller kann in der großen Schüssel ein bis zu 1,5 kg schweres Huhn gegart werden. Im Test erwies sich ein Gewicht von 1,3 kg als ideal, um noch genügend Abstand zum Heizelement zu wahren.
💧 Wie funktioniert die Dampf-Funktion?
Mit dem mitgelieferten Messbecher wird lediglich Wasser in den Boden der Schüssel eingefüllt, das während des Garens als heißer Dampf freigesetzt wird, um Lebensmittel wie Fleisch innen besonders saftig zu halten.
🆚 Ist das Gerät besser als die Ninja Crispi?
Im modularen Handling hat Dreame die Nase vorn, da kein extra Adapterring für unterschiedliche Schüsselgrößen benötigt wird. Ninja bietet dafür stabilere Einlegegitter und eine komfortablere Bedienung durch physische Buttons sowie eine Memory-Funktion.
🧼 Ist die Reinigung einfach?
Ja, die Glasbehälter und das Crisping-Blech sind spülmaschinenfest. Das Heizelement verfügt über eine matte Oberfläche, die sich leicht abwischen lässt.
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