Flashforge Creator 5 (Pro) geleakt: So greift der Multicolor-3D-Drucker mit 4 Köpfen den Snapmaker U1 an!
Der Kampf um die Krone bei Multitoolhead-Druckern geht in die nächste Runde. Anstatt wie Anycubic & Co. auf Systeme zu setzen, die vier Farben durch eine einzige Düse pressen, baut Flashforge beim neuen Flashforge Creator 5 (Pro) auf ein echtes System mit vier unabhängigen Druckköpfen. Damit erwächst neben Prusa XL und Snapmaker U1 ein weiterer Player auf dem Markt, wenn es um Multicolor-Druck mit möglichst wenig Abfall geht. Doch wie gefährlich kann der Creator 5 für die Konkurrenz wirklich werden?

- Flashforge Creator 5 & Pro (Kickstarter-Kampagnenstart wohl diese Woche):
- bei Flashforge für 10€ (Anzahlung sichert 50€ Rabatt auf den finalen Preis)
Kickstarter und Indiegogo sind keine Online-Marktplätze, sondern Crowdfunding-Plattformen. Dort können Privatpersonen neue Produkte finanziell unterstützen. Ein Anspruch auf das fertige Produkt besteht jedoch nicht, was die Beteiligung zu einem Risiko macht.
Inhalt
Technische Daten im Überblick
| Feature | Flashforge Creator 5 / Creator 5 Pro |
|---|---|
| Drucktechnologie | FDM (CoreXY) |
| Bauraum | 256 x 256 x 256 mm |
| Max. Geschwindigkeit | 600 mm/s (bei 30.000 mm/s² Beschleunigung) |
| Max. Durchfluss (Flow) | 32 mm³/s |
| Multicolor-System | „FlashSwap“ mit 4 unabhängigen Toolheads (rechtsseitig geparkt) |
| Heizbett & Kammer | Bett bis 120°C / Kammerheizung bis 65°C (nur Creator 5 Pro) |
| Materialien | PLA, TPU, PETG, PC, PA, PC-ABS, PPS-CF |
| Konnektivität | Dual-Band Wi-Fi (2,4 & 5 GHz), LAN-Port |
| Features | 4-Zoll-Display, Fleet Management, Quick-Swap-Düsen, < 55 dB |
| Sensoren & KI | Runout, Tangle & Spaghetti-Detection. (Pro-Version zusätzlich: Door-Open, Chamber-Temp). KI: Burn Mark & Foreign Object. |
FlashSwap: Vier Köpfe für ein Halleluja (und massiv weniger Abfall)
Das technische Highlight des Creator 5 ist das „FlashSwap“ genannte System. Ähnlich wie beim Snapmaker U1 warten hier vier komplett eigenständige Extruder auf ihren Einsatz. Im Gegensatz zum Snapmaker parken die Köpfe beim optisch stark an den Flashforge AD5X erinnernden Creator 5 jedoch auf der rechten Seite des Druckers.

Der große Vorteil solcher Multitoolhead-Systeme: Es gibt keinen Farbwechsel innerhalb einer Düse. Wenn Farbe A fertig ist, parkt der Kopf, und Kopf B übernimmt nahtlos. Das bedeutet laut Hersteller massive Zeiteinsparungen und eine extreme Reduzierung des Filament-Abfalls.

Flashforge rechnet vor: Ein mehrfarbiger Zauberwürfel dauert auf dem Creator 5 nur 2,6 Stunden und verbraucht 47,5 Gramm Filament. Auf klassischen Single-Nozzle-Systemen benötigt das gleiche Modell satte 16 Stunden und produziert 290 Gramm Müll.

Zudem lassen sich so völlig unterschiedliche Materialien (beispielsweise PLA, flexibles TPU und wasserlösliche Stützstrukturen) in einem einzigen Druckgang kombinieren. Die Düsen selbst bestehen ab Werk aus gehärtetem Stahl, weisen einen Standard-Durchmesser von 0,4 Millimetern auf und lassen sich über ein Quick-Swap-System einfach austauschen.

Flashforge Creator 5 mit 2 Kompromissen
Zwei Einschränkungen müssen künftige Besitzer jedoch beachten: Einerseits verzichtet Flashforge auf ein automatisches Filament-Ladesystem. Ihr müsst das Material für jeden der vier Köpfe weiterhin händisch bis zum jeweiligen Extruder fädeln.

Andererseits erfordert das System ordentlich Platz auf dem Schreibtisch. Flashforge empfiehlt 10 Millimeter Luft nach links und hinten, 200 Millimeter nach rechts (für die Spulen) und 500 Millimeter nach vorne. Apropos Platz: Wir sprechen hier von einem Bauraum von 256 x 256 x 256 mm. Zum Vergleich: Der Snapmaker U1 bietet 270 x 270 x 270 mm.
Creator 5 Pro-Version kommt eingehaust
Flashforge bringt das Gerät in zwei Versionen auf den Markt. Während der normale Creator 5 offen daherkommt, ist der später geplante Creator 5 Pro komplett eingehaust. Sehr schön. Im Gegensatz zum Snapmaker U1 ist die große, aufgesetzte Haube, die den nötigen Platz für die langen PTFE-Schläuche der vier Druckköpfe dann serienmäßig dabei.
Nur die Pro-Version verfügt über eine aktive Bauraumheizung (bis 65°C), ein eingebautes Filtrationssystem, eine Tür-Offen-Erkennung und Sensoren für die Kammer-Temperatur – das ist für den Druck von anspruchsvollen technischen Filamenten wie PC oder PA zwingend notwendig.

Smarte Sensorik & Kalibrierung
Damit die vier Köpfe exakt aufeinander abgestimmt sind, bietet der Drucker eine vollautomatische Offset-Kalibrierung, die etwa 15 bis 20 Minuten in Anspruch nimmt. Standard-Features wie dynamische Flusskalibrierung, aktive Vibrationskompensation und eine integrierte FHD-Kamera sind natürlich ebenfalls an Bord.
Ein integriertes System von Drittanbietern soll zudem Brandflecken und Fremdkörper auf dem Druckbett per KI erkennen. Um Ausfälle zu minimieren, flossen laut Flashforge über 300.000 Teststunden in die Entwicklung der Mechanik. Wer direkt mehrere Geräte betreiben möchte, freut sich zudem über die integrierte Fleet-Management-Software für PC und Smartphone.

Einschätzung: Technik-Biest mit Preisschutz-Garantie
Ohne Frage: Der Flashforge Creator 5 hört sich insbesondere in der Pro-Version extrem vielversprechend an. Die Spezifikationen rund um 600 mm/s (realistisch: 300 mm/s), Dual-Band-WiFi, Stahldüsen und das 4-Kopf-System machen ihn zu einem brandgefährlichen Konkurrenten für den Snapmaker U1. Besonders die drastische Einsparung von Zeit und Filament-Müll ist 2026 ein gewaltiges Verkaufsargument für Multicolor-Fans. Wenn der Preis deutlich unter demjenigen des Snapmakers angeordnet ist – und darauf deuten derzeit Hinweise zumindest in Bezug auf den gemunkelten Pre-Sale-Preis von 679 USD – dann sind die oben erwähnten kleinen Einschränkungen sicherlich verschmerzbar.
Den voraussichtlich diese Woche (KW 12) startenden Launch wickelt Flashforge über eine Vorbesteller-Kampagne ab: Wer jetzt 10 Euro anzahlt, sichert sich 50 Euro Rabatt auf den finalen Kaufpreis, der im April gelüftet wird. Da Flashforge ein etabliertes Branchen-Schwergewicht ist, halten sich die Bedenken bei solchen Aktionen in Grenzen. Um Early Adoptern die Angst zu nehmen, gewährt der Hersteller eine 180-Tage-Preisschutz-Garantie und wickelt Vorbesteller beim Versand im Mai prioritär ab. Ein nettes Gimmick am Rande: Jeder, der anzahlt, landet in einem Lostopf, bei dem einer von hundert Käufern seine komplette Bestellung gratis erhält.
Was sagt ihr zum Creator 5? Ist das euer Favorit, wenn es um Multitoolhead-Systeme geht? Ab in die Kommentare!
Quelle(n):
- Flashforge Pressemitteilung
- YouTuber „Figure Feedback“
- BokuShumei via X.com
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