Philips Hue verlangt 100€ dafür: Diese 15€-Box wäre unsere Budget-Wahl
Farbverläufe an der Wand, Lichteffekte passend zur Musik oder einfach nur ein gemütliches indirektes Licht hinter dem Fernseher lassen sich die großen Hersteller fürstlich bezahlen. Philips Hue ruft für seine „Gradient“-Leuchtstreifen hohe Preise auf, und auch Kamera-Systeme wie der Govee Envisual T2 oder Nanoleaf 4D kosten schnell 80€ aufwärts. Doch bei unserer Recherche nach Alternativen sind wir auf einen dritten Weg gestoßen, der theoretisch bis zu 80 Prozent der Kosten spart. Die Lösung heißt WLED und kommt in Form des Gledopto WLED Controllers daher. Wir zeigen euch, wie wir uns das ultimative Licht-System für unter 40 Euro zusammenstellen würden.

- Gledopto WLED Controller:
- bei AliExpress für 14,59€ – Gutschein: FSDE01 (Achtet auf die Version „with Mic“ / GL-C-015WL-M!)
Inhalt
Die Rechnung: Hue & Govee vs. DIY
Rechnen wir das Ganze mal auf dem Papier für eine Strecke von zwei Metern durch, wie man sie typischerweise hinter einem Schreibtisch oder Sideboard braucht. Das Luxus-Setup von Philips Hue (konkret der Ambiance Gradient Lightstrip 2m) ist derzeit ab ca. 100€ zu haben (Stand: Januar 2026). Soll das Licht dann noch passend zum TV-Bild synchronisieren, ist zwingend die Sync Box nötig, die nochmal mit weit über 200 Euro zu Buche schlägt. Wir reden hier also schnell über 350 bis 400 Euro für ein bisschen buntes Licht.

Die Mittelklasse von Govee (Envisual T2) oder Nanoleaf (4D Screen Mirror) liegt meist zwischen 80 und 140 Euro. Der Preis ist fairer, aber dafür muss fast immer eine Kamera oben auf den Fernseher geklebt werden, was optisch viele stört und bei Tageslicht auch unpräzise Farben liefern kann.
Unsere DIY-Lösung mit Gledopto sähe höchstwahrscheinlich so aus:
- Gledopto Controller (mit Mikrofon): ca. 15€ (z.B. hier)
- LED-Strip (2m SK6812 RGBWW, wählt 60 LEDs pro Meter!): ca. 10€ (z.B. hier)
- Netzteil (5V 6A): ca. 12€ (z.B. hier)
- Gesamtpreis: ca. 37 Euro.
Man spart also massiv Geld gegenüber den Fertig-Lösungen und hat am Ende ein System, das softwareseitig durch WLED theoretisch sogar noch deutlich mächtiger und flexibler ist als die Apps von Govee oder Nanoleaf.
Der Star der Show: Gledopto WLED Controller Pro
Normalerweise ist WLED ein reines Bastel-Projekt. Man kauft einen ESP32-Chip, lötet Kabel dran, flasht Firmware am PC und hofft, dass nichts abraucht. Der Gledopto Controller (Modell GL-C-015WL-M) nimmt einem diese Arbeit ab, da WLED bereits vorinstalliert ist. Man muss nichts programmieren und nichts löten.

Besonders wichtig bei der Auswahl ist das Modell. Wir raten zwingend zur Version mit Mikrofon (GL-C-015WL-M). Nur dieses Modell besitzt ein integriertes Mikrofon, wodurch die LED-Streifen ohne zusätzliche Software oder Handy-Verbindung rhythmisch zur Musik im Raum leuchten können.
Ein weiteres technisches Highlight im Datenblatt ist das integrierte MOSFET-Relais. Viele billige Controller lassen den LED-Streifen auch im ausgeschalteten Zustand minimal am Strom, was den Standby-Verbrauch in die Höhe treibt. Dieser Controller trennt die LEDs physisch vom Strom, sobald sie in der App ausgeschaltet werden. Das spart Geld und erhöht die Sicherheit.
Perfekt für Home Assistant
Für Nutzer von Home Assistant ist WLED sowieso der Goldstandard. Da WLED nativ von Home Assistant unterstützt wird, taucht der Controller nach der Einrichtung meist automatisch im Dashboard auf. Ihr könnt Helligkeit, Farben und Effekte direkt in eure Automationen einbinden, ohne auf eine Cloud oder chinesische Server angewiesen zu sein. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber Govee oder Nanoleaf.

Gledopto WLED Controller Pro: Das braucht ihr zusätzlich
Da der Controller „nackt“ kommt, muss der Rest selbst besorgt werden. Damit das Ergebnis gut wird, würden wir folgende Kombination ins Auge fassen: Als LED-Strip solltet ihr nach „SK6812 RGBW„ suchen. Im Gegensatz zu einfachen WS2812B-Streifen (die nur Bunt können), haben diese Chips eine dedizierte weiße LED. Das sorgt für ein wunderschönes Warmweiß oder Neutralweiß, wenn man gerade keine Disko-Effekte will. Achtet darauf, die 5V-Version zu kaufen. Zudem: Augen auf bei der Wahl. Ihr könnt Versionen mit 30, 60 oder 144 LEDs pro Meter wählen. Außerdem könnt ihr entscheiden, welches IP-Rating ihr bevorzugt.

Das Netzteil muss zwingend die gleiche Spannung haben wie der Strip (in unserem Fall 5V) und über einen passenden Hohlstecker (meist 5.5mm) verfügen. Wichtig: Der Controller drosselt die Spannung nicht! Wenn ihr ein 12V oder 24V Netzteil an einen 5V Strip anschließt, brennt dieser sofort durch. Für 2 bis 3 Meter Strip reichen 6 Ampere (30 Watt) aus. Wer 5 Meter oder mehr verbauen will, sollte zu einem 10A-Netzteil (50 Watt) greifen.

Zuletzt habt im Hinterkopf, ob ihr den Strip sichtbar oder unsichtbar (z.B. für indirekte Beleuchtung) verlegen wollt. Entscheidet ihr euch für die sichtbare Variante, solltet ihr on top noch einen Silikon-Doffusor Schlauch oder aber starre Alu-Profile mit „milchiger“ Abdeckung besorgen. Das kostet dann natürlich noch einmal extra.
Gledopto WLED Controller: Nichts für „Plug & Play“-Fans
So genial der Preis ist, so ehrlich müssen wir beim Aufwand sein. Das hier ist kein System, das man auspackt, in die Steckdose steckt und „fertig ist“. Man muss die Kabelenden des LED-Strips und des Netzteils selbst in die Schraubklemmen des Controllers drehen. Ein kleiner Schlitzschraubendreher ist also Pflicht.
Auch die Software WLED ist Fluch und Segen zugleich. Sie bietet über 100 Effekte, Segmente und Timer, kann aber Anfänger im ersten Moment durch die schiere Fülle an Optionen erschlagen. Wer nur „An/Aus“ will, ist hier falsch. Wer aber bereit ist, sich eine Stunde mit der Einrichtung zu beschäftigen, bekommt das mächtigste Licht-Werkzeug, das es aktuell gibt.

Für echtes TV-Ambilight (Bildschirminhalt) reicht der Controller allein übrigens nicht – hierfür müsste Software wie Hyperion auf einem Android-TV oder PC laufen, die dem Controller die Daten übers Netzwerk schickt. Das ist deutlich komplexer als die Plug-and-Play-Lösungen von Govee oder Hue.
Sparen durch Schrauben?
Wer keine Angst vor drei Kabeln hat, spart sich mit dieser Lösung ein kleines Vermögen und bekommt eine Lichtsteuerung, die Philips Hue in Sachen Funktionsumfang blass aussehen lässt. Besonders für Home-Assistant-Nutzer ist dieser Weg attraktiv. Wer maximalen Komfort und ein geschlossenes Ökosystem sucht, muss bei den großen Marken eben den „Bequemlichkeits-Aufschlag“ zahlen; insbesondere dann, wenn Ambilight Pflicht ist. Aber was sagt ihr? Würdet ihr dem Gledopto-Setup eine Chance geben oder kommt für euch nur Plug & Play in Frage?
Quelle(n):
- Gledopto via AliExpress
- WLED Documentation
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