Google Pixel 10a vorgestellt: Software-Magie statt Hardware-Spektakel
Wer beim neuen Google Pixel 10a auf ein Hardware-Feuerwerk gehofft hat, wird enttäuscht: Auf den ersten Blick wirkt das Gerät eher wie eine sanfte Modellpflege als wie eine echte Evolution. Doch das Pixel-Konzept war noch nie darauf ausgelegt, das Spec-Monster der Branche zu sein. Google setzt alles auf eine Karte: Software-Intelligenz. Das Pixel 10a soll nicht durch rohe Gewalt, sondern durch den „Magic Touch“ von Gemini und Tensor überzeugen. Geht der Plan auf?
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Inhalt
Achtung, das kommt flach!
Wisst ihr noch als Smartphones klein und dünn waren, es nur eine Kamera gab und die eigentlich immer komplett in dem Gehäuse verborgen war? Das war lange Zeit der Standard, über die letzten Jahre haben wir uns davon mit riesigen Kamerainseln immer weiter wegbewegt. Google kehrt dahin zurück, denn schon im ersten Teaser ging es eigentlich nur darum, dass die Dual-Kamera plan in der Rückseite verbaut ist. Rechts daneben befindet sich der LED-Blitz. So kommt das Pixel 10a auf die Maße von 153,9 x 73 x 9 mm und ist damit minimal dicker als der Vorgänger. Das Smartphone ist dabei in den Farben Lavender, Berry, Fog und Obsidian erhältlich und mit einem IP68-Rating gegen Staub und Wasser geschützt.
Wie beim Vorgänger bietet der Hersteller auch ein 6,3″ großes Actua-Display mit einer Auflösung von 2424 x 1080p Auflösung, die in 422 ppi Bildschirmschärfe resultiert. Die Bildwiederholrate liegt bei maximal 120 Hz, minimal sind aber nur 60 Hz möglich. Auf eine LTPO-Technologie verzichtet man also. Geschützt wird das bis zu 3.000 nit helle Display mit Gorilla Glas 7i anstatt Gorilla Glas 3 wie im Vorgänger. Immerhin ein kleines Upgrade.
Google Pixel 10a recycelt Prozessor
Ein kleines Upgrade gibt es auch bei der Ladeleistung. Schließlich sind jetzt bis zu 45W möglich, womit es in 30 Minuten schon bis zu 50% lädt. Das entsprechende Netzteil muss man aber separat kaufen – beim Vorgänger waren nur mickrige 23W möglich. Kabelloses Laden gestattet Google mit 10W, umgekehrtes kabelloses Laden ist dagegen nicht möglich. Der Akku bleibt der größte Akku in der gesamten Pixel-Reihe mit stolzen 5100 mAh, was wieder für eine gute Laufzeit sorgen sollte. An der Unterseite befindet sich ein USB-C 3.2 Gen 2 Port, ein SIM-Slot (Single Nano SIM + eSIM), Stereo Lautsprecher sowie zwei Mikrofone. Kabellose Standards umfassen WiFi 6E, NFC, GPS, 5G und Bluetooth 6.
Auch kein Upgrade gibt es dafür aber beim Prozessor. Wie schon im Vorjahr verbaut Google den Tensor G4 Chip: Acht Kerne, bis zu 3,1 GHz Taktfrequenz und ein 4 nm Herstellungsverfahren sorgen für genügend Power. Ein Kraftprotz ist Googles Eigengewächs aber nicht und er ist auch nicht der aktuelle Tensor-Chip. Der Rest der Pixel 10-Reihe beherbergt den Tensor G5. Dazu kommen hier 8 GB RAM und 128 oder 256 GB Massenspeicher.
Bekannt sind Google-Smartphones vor allem für ihre guten Fotos. Dafür verbaut man hier eine 48 MP Hauptkamera mit ƒ/1.7 Blende und 82° Aufnahmewinkel. Die Ultraweitwinkelkamera knipst dagegen mit einer 13 MP Auflösung Fotos mit einem 120° Aufnahmewinkel. Für Selfies sorgen 13 Megapixel vorne. 4K Videos sind vorne mit 30 fps und auf der Hauptkamera sogar mit 60 fps für Slow-Motion-Aufnahmen möglich.
7 Jahre Updates & Pixel Drops!
Aber wie eingangs beschrieben legen gerade die Pixel-Geräte ihren Fokus ja auf die Software – kein Wunder, Google und Android gehören zusammen wie die Deutsche Bahn und Verspätungen (sorry, manchmal muss es einfach raus). Das Herzstück ist dabei Googles KI Gemini, welche z.B. Circle to search unterstützt, um Informationen aus Bildschirminhalten abzurufen. Auch die generative Bild-KI „Nano Banana“ (aber nicht Nano Banana Pro) ist mit an Bord, um Fotos zu generieren oder zu bearbeiten.
Besonders im Bereich der Kamera-Software bietet das Pixel 10a Tools, die bisher höheren Modellklassen vorbehalten waren. Der KI-gestützte Camera Coach gibt Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu Beleuchtung und Komposition, während Auto Best Take automatisch sicherstellt, dass bei Gruppenaufnahmen jeder perfekt getroffen wird. Mit der Funktion „Add Me“ lässt sich der Fotograf nachträglich in Gruppenbilder einfügen. Auch die Bildbearbeitung in Google Photos wird durch KI vereinfacht, da Änderungen nun direkt per Spracheingabe oder Textbefehl angefordert werden können.

Eine wichtige Neuerung für den Datenaustausch ist die Erweiterung von Quick Share, das nun auch mit AirDrop kompatibel ist. In puncto Sicherheit bringt Google mit Satellite SOS erstmals eine Satelliten-Notruffunktion in die A-Serie, um Notrufe auch ohne Mobilfunknetz oder WLAN abzusetzen. Abgerundet wird das Software-Paket durch ein langfristiges Versprechen: Das Pixel 10a wird für sieben Jahre mit Betriebssystem-Updates, Sicherheitsaktualisierungen und regelmäßigen Pixel Drops versorgt.
Google Pixel 10a kaufen?
Keiner erwartet von einem Pixel-Smartphone ein Spec-Monster. Der Fokus auf die Software mit Pixel-eigenen Updates, die Kamera und die Google Experience ergibt total Sinn. Aber so geringe Hardware-Neuerungen wie in diesem Jahr ist selbst für Google wenig. Die Säulen des 9a bleiben bestehen: Der gleiche Prozessor, der gleiche Akku, das gleiche Display und die gleiche Kamera. Neuerungen gibt es bei der Ladeleistung, ein paar mehr KI-Funktionen und dem „flachen“ Design der Rückseite.
Dafür verlangt Google 549€ für 128 GB und 649€ für 256 GB. Damit ändert man den Preis im Vergleich zum Vorgänger nicht, nur die 256 GB Version ist 40€ teurer geworden. 100€ Aufpreis für Massenspeicher wirken trotz Speicherkrise viel. Wie auch schon beim Pixel 9a gilt, dass wir uns hier sicherlich einen Startpreis für unter 500€ gewünscht hätten. Aktuell kann man sich bei MediaMarkt zum Start immerhin 100€ Trade-In-Prämie sichern, wenn man ein Altgerät eintauscht.
Quelle:
- Google Pixel 10a Produktseite
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